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August 2020

PNP – Den Star zum Wunschfilm kann man jetzt mieten

Initiative der Schauspielerin Marie Theres Relin

 

Marie Theres Relin, die Tochter von Maria Schell, steht vor der Maria-Schell-Straße, die in einem Neubaugebiet in Wasserburg so benannt wurde. Die Schauspielerin belebt die Region mit Aktionen wie "Wir holen die Stars aufs Land". −Foto: Armin Weigel, dpa

Marie Theres Relin, die Tochter von Maria Schell, steht vor der Maria-Schell-Straße, die in einem Neubaugebiet in Wasserburg so benannt wurde. Die Schauspielerin belebt die Region mit Aktionen wie „Wir holen die Stars aufs Land“. −Foto: Armin Weigel, dpa

Schauspielerin und Autorin Marie Theres Relin will helfen, wieder Leben in die Kinos ihrer Heimatregion zu bringen, und hat sich für Filmfreunde ein neues Angebot ausgedacht: „Rent a Kino, rent a Star“.

Ein Kino mieten und den Wunschfilm gemeinsam mit (regionalen) Schauspielern oder deren Verwandten anschauen, sich von ihnen etwas über den Film und die Dreharbeiten erzählen lassen und sie befragen können – diese Idee steht hinter dem Konzept der Maria-Schell-Tochter. Bei Kinobetreibern in Südostbayern und in München fand sie schnell Mitstreiter.

„Was mit Geschnatter und Rascheln aus der Chipstüte begann, endete in der Magie des Kinos“, erzählt sie von ersten Erfahrungen. „Plötzlich habe ich wieder verstanden, warum es so wichtig ist, gemeinsam ein Erlebnis zu haben.“ Je mehr Gäste kommen, desto günstiger der Preis für jeden. So bekommt man das Kino ab 40 Personen zum regulären Kinoeintritt. Vielleicht freut sich ja die Oma, wenn sie einen Maria-Schell-Film mit deren Tochter erleben kann oder einen Maximilian-Schell-Film mit der Witwe des Oscar-Preisträgers, Iva Schell? Auch Robert Atzorn hat zugesagt: „Klar, bin ich dabei. Ich liebe Kino. Nur schad’, dass ich die Filme von mir schon kenne.“Mieten kann man bislang: Mikes Kino, Prien; Kino Utopia, Wasserburg; Stadtkino Trostberg; Park-Kino, Bad Reichenhall, Museum Lichtspiele München. Anfragen unter info@region18.de

© Petra Grond fürs Feuilleton der Passauer Neuen Presse erschienen am 06. August 2020

 

 

August 2020

„MIT DEM RÜCKWÄRTSGANG NACH VORNE“

Film von Soyener Jungregisseur feiert Premiere in Edling – Und so war sie

von Marie Theres Relin

Paraderolle als Bürgermeister: der Priener Kabarettist Uli Bauer.
Paraderolle als Bürgermeister: der Priener Kabarettist Uli Bauer.
© Schnoifabrik Media

Marie Theres Relin

von Marie Theres Relin

Trotz sintflutartiger Regenfälle hat am Montagabend die Filmkomödie „Mit dem Rückwärtsgang nach vorne“ von Sebastian Schindler aus Soyen am Stoa in Edling Premiere gefeiert. Wie‘s war? Wir verraten‘s Ihnen!

Edling – „Die Weltpremiere ist buchstäblich ins Wasser gefallen!“, zeichnet Kabarettist Wolfgang Krebs als Headline gekonnt in die Luft und setzt pointiert mit erhobenen Finger hinterher „Des schreibt’s ma aba ezat net!“ Gelächter von Michael Altinger und Alexander Lidl – es herrscht Volksfeststimmung bei der Premiere des Films „Mit dem Rückwärtsgang nach vorne“ von Sebstian Schindler am Stoa trotz sintflutartigen Regens. Die bayerische Sommerkomödie lässt das Publikum vor Vergnügen quietschen.

Zurück in die 80er

Zurück in die 80er, so lässt die Handdung des Films zusammenfassen. Die Geschichte sei schnell erzählt: Gottesdienst im idyllischen bayerischen Dorf Oberstraßkirchen. Der Pfarrer (Sepp Schauer, bekannt aus TV-Soap „Sturm der Liebe“) bittet um eine Spende, der Ministrant (Kabarettist Martin Frank) sammelt diese ein – per Kartenzahlung: Willkommen in der schnelllebigen Welt des 21. Jahrhunderts. Die Kirchenkollekte per App bezahlen, das schmeckt dem Bürgermeister (Uli Bauer, unnachahmlicher Nockerberg-Darsteller von Christian Ude) überhaupt nicht. Er und seine Gemeinderat-Spezln (Kramerwirt und Multitalent Hubbi Schlemer, Kabarettist Tom Kress und Johann Schuler, der im Kinofilm „Eine ganz heiße Nummer“ mitspielte) beschließen am Stammtisch ihren persönlichen „Drexit“ – ein Dorf steigt aus.

Wer spielt mit?

In turbulenten Szenen geht es mit Vollgas „mit dem Rückwärtsgang nach vorne“ in die scheinbar unkomplizierten 1980er Jahre. Die Babyboomer Generation ist begeistert, die wilde Jugendzeit noch einmal aufleben zu lassen. Dauerwellen werden geföhnt, breite Schulterpolster getragen, die D-Mark wieder einführt, Disco-Sound ertönt, Raucherverbot adieu, die Partys sind bunt und lustig.

Bei diesen alten Zeiten kann selbst die Polizei (dargestellt vom Comedy-Duo Steckerlfisch & Schlagsahne) nicht widerstehen, feiert ausgelassen mit und winkt einen alkoholisierten Autofahrer (Musik-Kabarettist Roland Hefter) nicht nur fröhlich durch, sondern gibt ihm noch eine „Halbe“ zur Wegzerrung mit. Auch die Postboten (die beiden Kabarettisten Michael Altinger und Alexander Liegl) können bei der Wirtin (Kabarettistin Franziska Wanninger) bei mehreren Bierchen entspannen, denn dank der „neuen alten Zeit“, gibt es für sie fast nichts mehr zu tun.

Wählscheibe statt Smartphone

Die Dorfjugend aber kann sich nur schwer mit dem „Rückschritt“ anfreunden. Als Julia, die Tochter des Bürgermeisters (Hannah Bauer) feststellt, dass das Internet abgeschaltet wurde und sie statt zum Handy nun zum Festnetz, Wählscheibe und Walkman zurückgreifen muss, fängt sie an zu rebellieren.

Dies wissen Bürgermeister Moosbauer und sein Gemeinderat zu verhindern: „Wir bauen eine Mauer – we make Bayern great again!“ Gesagt, getan: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wird das Dorf abgeschottet von der Außenwelt. Und mutiert so zur antiquierten Attraktion. Selbst der bayerische Ministerpräsident (Wolfgang Krebs) begutachtet das „Pilotprojekt“.

Befreiungsaktion schrammt knapp am Drama vorbei

Als Julia nicht mehr zu ihrem „Romeo“ (Jonathan Gertis aus „Dahoam is Dahoam“) jenseits der Mauer kann, stachelt sie die Dorfjugend zur Revolution an unterstützt von ihrem Verehrer (Regisseur Sebastian Schindler). Als die Befreiungsaktion knapp an einem Drama vorbeischrammt und auch die treue Gattin (Corinna Binzer) sich vom Bürgermeister abwendet, kommt dieser wieder zur Vernunft und es gibt einen neuen Mauerfall.

Sebastian Schindlers beschwingt-charmanter Film setzt die Tradition der bayerischen Dorfkomödie fort und kann mit jedem „Eberhofer-Krimi“ mithalten. Er vereint die bayerische Kabarett-Elite, pflegt den alpenländischen Dialekt in pfiffigen Dialogen und zeigt Lokalkolorit. „Mit dem Rückwärtsgang nach vorne“ ist ein amüsantes Lustspiel in glänzender Besetzung und bietet eine Neuentdeckung: Hannah Bauer verkörpert die Bürgermeistertochter mit großen blauen Augen, Charme und Esprit. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, denn auch der Vater – der leibliche – Uli Bauer mimt den Bürgermeister so realitätsnah, als sei er immer einer gewesen.

Charismatisches Ensemble

Ein charismatisches Ensemble ist in dieser Dorfkomödie vereint, sympathische Figuren, eingefangen in stilechten Bildern (Kamera: Markus Beham) und untermalt ist diese freche Heimatfarce von dem gleichnamigen Oimara-Song.

Alles Zutaten für einen Kino-Kassenschlager, der sich von den großen Vorbildern nur in einem unterscheidet: Der 23-jährige Autodidakt Sebastian Schindler schafft es nicht nur Stars aufs Land zu holen, Familie, Freunde und ein professionelles junges Filmteam zu verpflichten, sondern auch in einer Rekordzeit von nur 18 Tagen einen Kinofilm aus dem Boden zu stampfen und das mit einem Budget von nur 20 000 Euro.

Lesen Sie auch: Ausführliche Infos und Spieltermine vom „Mit dem Rückwärtsgang nach vorne“

Zum Vergleich: Einen Low-Budegt-Film beziffert man zwischen 75 000 Euro und 1,5 Millionen. Der Kinosommerhit vom Vorjahr „Eine ganz heiße Nummer 2.0“ beispielsweise wurde allein mit knapp 600 000 Euro an Fördermitteln unterstützt. Respekt für Sebastian Schindler und sein Team für diese gelungene Unterhaltung.

© Marie Theres Relin – erschienen in OVB am 4. August 2020

 

Juli 2020

 

Meyer-Burckhardts Frauengeschichten

 

Marie Theres Relin: „Promis und Abschiede waren mein Leben“

Freitag, 31. Juli 2020, 21:05 bis 22:00 Uhr, NDR Info

Sonntag, 02. August 2020, 16:05 bis 17:00 Uhr, NDR Info

 

Hubertus Meyer-Burckhardt mit Marie-Theres Relin © NDR

Als Umarmungen noch an der Tagesordnung waren: Marie Theres Relin und Hubertus Meyer-Burckhardt im Februar nach der Aufzeichnung des Gespräches.

Marie Theres Relin war ihr Leben lang umgeben von starken Persönlichkeiten: Ihre Mutter war die berühmte Schauspielerin Maria Schell, ihr Vater der Filmregisseur Veit Relin, ihr Onkel der Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell und ihr Ex-Mann der bekannte Theaterautor Franz Xaver Kroetz. Dazwischen kämpfte Marie Theres um Anerkennung für ihre eigene beachtliche Karriere. So wurde sie 1987 als beste Nachwuchsschauspielerin ausgezeichnet und spielte bis heute in zahlreichen Fernsehfilmen und Serien mit. Sie rief die Internetplattform Hausfrauenrevolution ins Leben, verfasste einige Bücher – darunter eines über ihre komplizierte Familiengeschichte – und gründete in ihrer bayerischen Heimat ein Filmfest. Im Gespräch mit Hubertus Meyer-Burckhardt geht es um eine missglückte Preisübergabe, um ihre eigenen Projekte und um den unendlich langen Schatten ihrer Mutter.

Quelle: NDR

Hubertus Meyer-Burckhardt als Gast in der Region18:

Hubertus Star-Fragebogen und Kindheitsfotos
Marixi Hubertus Meyer-Burckhardt – das Booklet zum Star
Trailer HMB

 

Juli 2020

 

Juli 2020

 

 

OVB – Rent a Kino, rent a star – Atzorn sagt ja

LE NOTTI BIANCHE (Weisse Nächte, Luchino Visconti, 1957). Mit Filmpartner Marcello Mastroianni. Quelle: Nachlass Maria Schell – © DFF

Rent a Kino, rent a star – Atzorn sagt ja

Wie das Kino endlich wieder frischen Wind unter die Flügel bekommt und der Filmstar das staatlich auferlegte „Berufsverbot“ durchbricht, schildert Maria Schell-Tochter Marie Theres Relin. Die Schauspielerin aus Wasserburg hat eine Idee für die Rettung der Filmpaläste. Hier verrät sie, wie das gehen soll.

Von Marie Theres Relin

Wasserburg/Prien

Es gibt Fans meiner Mutter, die sind derart in ihren Mythos vernarrt, dass sie mich kennenlernen wollen, um Maria Schell sozusagen im Jenseits die Hand schütteln zu dürfen. So kam es, dass ein Freund der Familie mich treffen wollte, um seinen geliebten Star etwas näherzukommen. Ich überlegte lange hin und her was ich denn außer meiner Präsenz für ihn tun könnte, um ihn in den Film Himmel heben zu können. Corona-times, viele Hygienebestimmungen, keine kulturellen Möglichkeiten. Zeh-Fünferl, ich grübelte. Wie vom Blitz kam die Antwort gleich retour: Rent a Kino! Mamma mia, was für ein Einfall! Sofort rief ich bei Mike‘s Kino in Prien an. Das Kino, in welchen sich jährlich bis zu 45.000 Besucher tummeln, liegt seit Monaten Dank Madame Corona im Dornröschenschlaf. Martina und Mike Engel waren begeistert von meiner Idee das Kino zu mieten. „Endlich wieder Leben, dann rentiert es sich schon jetzt das Kino zu putzen!“, meinte Martina freudig, denn die Wiedereröffnung des Kinos ist für den 23.7. avisiert.

Wir waren die ersten Zuschauer. Muttis Verehrer, eine Handvoll Gäste aus zwei Haushalten, die Kinobetreiber und ich. Es war ein wirklich prickelnder Moment, wieder ein Kino betreten zu dürfen. Mit unserem Aperol in der Hand nahmen wir unsere Plätze ein und am Anfang war die illustre Runde noch zum fröhlichen Austausch ermuntert. Der Abstand störte dabei nicht, wir hatten ohnehin das Kino für uns. Im Gegenteil, es macht Spaß sich vertraute Worte über die Reihen zuzuschmeißen. Meine Filmauswahl fiel auf Luchino Viscontis „Die weißen Nächte“ mit Marcello Mastroianni, Maria Schell und Jean Marais in den Hauptrollen. Was mit Geschnatter und rascheln aus der Chipstüte begangen, endete in der Magie des Kinos. Die Darsteller auf der Leinwand spielten sich in unsere Herzen, die Emotionen wurden freigesetzt und plötzlich verstand ich wieder warum es so wichtig ist, im Kollektiv ein gemeinsames Erlebnis zu haben. Mein Gott hatte ich das vermisst! Am Ende des Films hatten wir alle Tränen in den Augen. Es war unvergesslicher Abend.

Warum nicht aus der Not eine Tugend machen in diesen post coronalen Zeiten?

Bis zu 50 Personen aus 10 verschiedenen Haushalten sind bei einer Privatvorstellung ohne Bedenken erlaubt. Der Wunschfilm wird über DVD oder Blue Ray gezeigt. Je mehr Gäste in der Vorstellung sind, desto günstiger kommt der Mietpreis. So kann man das Kino ab 40 Person zum regulären Kinoeintrittspreis mieten. Bei weniger Personen ist der Durchschnittspreis pro Person zwar etwas höher, dafür aber die Veranstaltung exklusiver.

Warum also nicht den Geburtstag mit seinem Lieblingsfilm im Kino feiern? Die Hochzeit, die Abi-Feier oder auch den Kindergeburtstag?
Und wenn’s noch etwas exquisiter sein darf, dann könnte man noch „Rent a Star“ dazu buchen. Gut, das ist jetzt etwas übertrieben, da ich gerade mal mich selbst im Angebot hab, aber warum nicht? Vielleicht freut sich ja die Oma über das Geburtstagsgeschenk, wenn sie einen Maria-Schell-Film mit der „Tochter von“ oder einen Maximilian-Schell-Film mit der „Witwe von“ gucken kann? Alles ist möglich, ich bin und bleib eine Traumtänzerin. Oh, da fallen mir viele Stars im Wasserburger Land, Chiemgau und München ein … Spontan ruf ich Robert Atzorn an. In einem Atemzug und drei Minuten sprudele ich ihm meine Idee entgegen. Er lacht und sagt mit seiner unverkennbaren sexy Stimme: „Klar, bin ich dabei. Ich liebe Kino. Nur schad’, dass ich die Filme von mir schon kenne.“ Yeah. Rent a Robert! Und an wen hätten Sie gedacht?

 

+

Robert Atzorn © picture alliance/dpa

 

 

Rent a Kino – Diese Kinos kann man mieten:

Mike‘s Kino Prien
Täglich bis 6.8., danach nach Absprache verfügbar

Kino Utopia Wasserburg
Nach Absprache verfügbar

Park-Kino Bad Reichenhall
Nach Absprache verfügbar

Museum Lichtspiele München
Nach Absprache verfügbar

Anfragen unter info@region18.de

© Marie Theres Relin, erschienen in OVB am 21. + 23.Juli 2020

 

Juli 2020

Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern an

Marianne Penn am 22. Juli 2020
2. Bürgermeisterin von Trostberg


Laudatio Staatssekretär Klaus Holetschek, MdL

 

Sehr geehrte Frau Penn,

bereits seit vielen Jahren engagieren Sie sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in Ihrer oberbayerischen Heimat.

Seit dem Schuljahr 2004/2005 arbeiten Sie als Patin im Projekt des Förderkreises „Ausbildung“ der Stadt Trostberg und leisten für Jugendliche wichtige Hilfestellung. Dabei bringen Sie sich als ausgebildete heilpädagogische Förderlehrkraft mit hohem Fachwissen und viel Empathie erfolgreich in die Förderung, Bewerbung und Vermittlung einer Ausbildungsstelle von Mittelschülern im Abschlussjahr ein.

Zudem sind Sie seit 2009 Vorsitzende des Vereins „Faraja heißt Trost e.V.“. Schon das Wortspiel im Namen des Vereins macht mir Freude, denn „Farja“ heißt in vielen afrikanischen Dialekten „Hoffnung“, „Freude“ oder eben „Trost“ – so wie auch das mittelhochdeutsche „Trost“ im Namen Ihrer Heimatstadt Trostberg „Zuversicht“, „Vertrauen“ und „Mut“ bedeutet.

Mut machen soll eben auch der Verein „Faraja heißt Trost e.V.“, denn er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Bildungschancen von körperlich und geistig beeinträchtigten Kindern in Tansania und Kenia gezielt mit Sach- und Finanzmitteln zu verbessern.

Zum Förderprojekt gehören derzeit drei Schulen in Ostafrika. Dafür hat der Verein Spenden in Höhe von mehr als 120.000 € gesammelt. Ihr ehrenamtliches Engagement in diesem Verein begann im Jahr 2004, als Sie zum ersten Mal nach Tansania reisten. In weitere Reisen konnten Sie sich vor Ort ein Bild machen und weitere förderwürdige Einrichtungen kennen lernen. Inzwischen wurden eine Lehrbäckerei, ein Sanitätsgebäude, ein Werkraum und ein Brunnen zur Bewässerung von den Spendengeldern gebaut oder auch Hilfsmittel wie Krücken oder Rollstühle bereitgestellt.

Ein besonderes Projekt, an dem Sie als Mit-Initiatorin maßgeblich beteiligt sind, ist die „Brückenschule“ in Trostberg. In zwei ausgedienten Schulcontainern unterrichten Sie seit 2015 zusammen mit ca. 50 ehrenamtlichen Lehrkräften etwa 70 geflüchtete junge Erwachsene in einem breiten Fächerkanon. Sie konnten als treibende Kraft das umfangreiche Lehrpersonal für diese Aufgabe gewinnen und motivieren. Die „Brückenschule“ ist inzwischen ein Vorzeigeprojekt für gelungene Integration und wurde im Jahr 2016 mit dem Bayerischen Innovationspreis Ehrenamt ausgezeichnet.

Daneben unterstützen Sie seit den ersten Anfängen im Jahr 2001 den Trostberger Rosengarten bei der Pflanzung und Pflege. Sie halfen dabei den Garten in und um Trostberg bekannt zu machen und konnten weitere Helfer begeistern und gewinnen. Auch beim Trostberger Rosenfest, dessen Erlös dem Verein „Faraja heißt Trost“ zu Gute kommt, arbeiten Sie alljährlich tatkräftig mit. Bei der Gründung des Fördervereins 2012 waren Sie ebenfalls beteiligt.

Nicht vergessen möchte ich schließlich das kommunalpolitische Engagement in der Stadt Trostberg und im Landkreis Traunstein. Seit 2008 sind Sie Mitglied des Stadtrates Trostberg, waren in den ersten sechs Jahren Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss, danach vier Jahre Referentin für Menschen mit Einschränkungen sowie Seniorenbeauftragte und sind seit 2018 Sprecherin Ihrer Fraktion im Stadtrat. Seit 2014 sind Sie Kreisrätin.

Frau Penn, Sie engagieren sich beispielhaft in vielfältiger Weise für die Bedürfnisse benachteiligter Menschen und das Gemeinwohl. Dabei liegen Ihnen die Themen Inklusion und Integration besonders am Herzen. Ihr soziales Engagement dient als Vorbild und Motivation für Ihre Mitmenschen.

Liebe Frau Penn, es freut mich sehr, Ihnen im Namen des Herrn Ministerpräsidenten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern auszuhändigen.

 

Faraja heißt Trost

Förderverein Faraja heißt Trost
IBAN: DE39 7105 2050 0040 0619 47
SWIFT-BIC: BYLADEM1TST

Brückenschule Trostberg
Sozialfonds der Stadt Trostberg
IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103

Kino Frauen aller Kulturen
Sozialfonds der Stadt Trostberg
IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103
Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“

 

© Laudatio Staatssekretär Klaus Holetschek – Fotos © stmb.bayern.de

Juli 2020

Erschienen in BUNTE am 04. Juni 2020

 

Juni 2020

SZ – Vorbote

 

»Blut! Sperma! Tränen! Drunter tu ich’s nicht«

Der Dramatiker und Schauspieler Franz Xaver Kroetz hat ein Leben voller Erfolge hinter sich – und voller Kämpfe. Nun schreibt er an seinen Memoiren und verzweifelt daran. Ein Gespräch über seinen Jähzorn, seinen alternden Körper und den einzigen Satz in »Kir Royal«, der von ihm stammt.  

Juni 2020

EXPRESS

Neuer Inhalt (5)

Marie Theres Kroetz-Relin, Tochter von Leinwand-Legende Maria Schell und Nichte von Oscar-Preisträger Maximilian Schell, ist selbst eine erfolgreiche Schauspielerin. Das Foto zeigt sie im Jahr 2018 bei einem Event in München.

Foto: picture alliance/dpa

Düsseldorf 

Sie stammt aus einer sehr berühmten österreichisch-schweizerischen Schauspielerfamilie und ist selbst eine erfolgreiche Schauspielerin: Marie Theres Kroetz-Relin (53).

Ihre Mutter war Leinwand-Legende Maria Schell (sie starb 2005) – sie gehörte zu den größten Stars des deutschsprachigen Films in den 1950er und 1960er Jahren. Ihr Onkel war Maximilian Schell (verstorben 2014), der 1962 den Oscar als bester Hauptdarsteller im Film „Das Urteil von Nürnberg“ erhielt. Und auch der Ex-Mann von ihr ist kein Unbekannter: Schauspieler und Dramaturg Franz Xaver Kroetz („Kir Royal“).

Jetzt kommt die schöne Marie Theres Kroetz-Relin nach Düsseldorf: Im „Theater an der Kö“ von René Heinersdorff wird sie neben den Schauspiel-Kollegen Markus Majowski und Kerstin Fernström auf der Bühne stehen.

Theater an der Kö: Spielbetrieb soll endlich wieder losgehen

„Ungeheuer heiß“ lautet der Titel der Komödie, die Markus Majowski selbst insziniert hat.  Noch proben die Schauspieler Online, schon bald dann persönlich miteinander.

Neuer Inhalt (5)

Oscar-Preisträger Maximilian Schell im Jahr 2007 vor einem Porträt seiner Schwester, Schauspielerin Maria Schell, im Filmmuseum in Frankfurt am Main.

Foto: picture-alliance/ dpa

Nach der Corona-Zwangspause soll es nämlich nun auch endlich wieder in dem renommierten Boulevard-Theater wieder losgehen. Ende August wird das Theater mit der neuen Saison eröffnen. Nur unter welchen Bedingungen es am 26. August an den Start geht, das ist noch unklar.

„Das Hauptproblem ist, dass die Landesregierung unter Herrn Laschet vorgeprescht ist, ohne sich mit den Berufsverbänden abgesprochen zu haben“, sagt René Heinersdorff.

„Noch sind die Haftungsbedingungen nicht geklärt. Es könnte ja passieren, dass jemand erkrankt und meint, er hätte sich im Theater angesteckt – obwohl es weltweit keinen dokumentierten Fall eines Menschen gibt, der sich in einem Theater mit dem Coronavirus angesteckt hat, was mit der guten Belüftung in Theatern und der Ausrichtung der Sitze zu tun hat.“ Der Haftungsauschluss muss über eine Bundesverordnung festgelegt werden.

Düsseldorf: Theater warten auf festgelegte Corona-Regeln

Auch die Regeln müssen festgesetzt werden, etwa welche Abstände wo einzuhalten sind, wie viele Desinfektionsspender es geben muss und vieles mehr. „Das ist bis jetzt alles noch sehr widersprüchlich.“

Heinersdorff jedenfalls hat vor einem Jahr erst eine neue, hochmoderne Belüftungsanlage einbauen lassen (60.000 Euro) und hat freiwillig festgelegt, dass in seinem Theater nach der Wiedereröffnung nur geschlossene Getränke an die Besucher ausgegeben werden.

Wer nicht bis Ende August warten möchte: Am 22. Juni kann man im Ehrenhof das „Theater!Open!Air!“ genießen – Ein sommerliches Lebenszeichen unter freiem Himmel von Düsseldorfer Schauspielhaus, Deutsche Oper am Rhein, Theater an der Kö, tanzhaus nrw, FFT Düsseldorf und Kom(m)ödchen. Jeweils um 15, 17.30 und 20 Uhr.

© Von Nathalie Riahi erschienen im EXPRESS am

 

Juni 2020

Montag, 15. Juni 2020, ZDF 18:00 Uhr

Für alle die die Sendung verpasst haben, hier der Link zum Video:

 Soko München – Tremolo

Soko München

 

Darsteller

• Arthur Bauer – Gerd Silberbauer
• Theo Renner – Michel Guillaume
• Katharina Hahn – Bianca Hein
• Dominik Morgenstern – Joscha Kiefer
• Dr. Weissenböck – Florian Odendahl
• Jörn Stiegler – Jaecki Schwarz
• Helga Stiegler – Lisa Kreuzer
• Ruth Schöne – Marie Theres Kroetz Relin
• Frank Braun – Christian K. Schaeffer
• Billie Curio – Sina Reiß
• Tora Förster – Sonja Kerskes
• Oliver Schöne – Jörg Witte
• Tim Förster – Jörg-Tim Wilhelm
• und andere –
Stab

• Regie – Verena S. Freytag
• Kamera – Erik Krambeck
• Autor – Renate Martin
• Musik – Axel Kroell, Robert Fuhrmann,
& Daniel Vulcano

Datum:

 

 

Mai 2020

OVB 

Schauspieler zwischen allen Stühlen

Ich und Corona: Marie Theres Kroetz Relin über den Krisen-Alltag der Schauspieler

von Marie Theres Kroetz Relin

Mit welchen neuen Bestimmungen werden wir nächste Woche wieder überrascht?, fragt sich die Kulturschaffende Marie Theres Kroetz Relin aus Wasserburg. Detlev Schneider

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Mit welchen neuen Bestimmungen werden wir nächste Woche wieder überrascht?, fragt sich die Kulturschaffende Marie Theres Kroetz Relin aus Wasserburg.
Foto: Detlev Schneider

Die in Wasserburg lebende Schauspielerin Marie Theres Kroetz Relin sollte die Hauptrolle in einem Theaterstück spielen. Dann kam die Corona-Krise. In den OVB-Heimatzeitungen berichtet sie von Proben online, Hoffnungen, Enttäuschungen und vom Gefühl, zwischen den Stühlen zu sitzen.

WasserburgDie Kultur- und Kreativwirtschaft ist mit 105 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung auf Platz Nummer zwei – direkt hinter der Autoindustrie. 1,7 Millionen Menschen sind in ihr beschäftigt – so viele wie in keiner anderen Branche. Doch durch die Corona-Krise ist das Kulturleben fast zum Stillstand gekommen – mit drastischen Auswirkungen auf die Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Die Aktion „#kulturerhalten“macht auf die schwierige Situation der der Künstler aufmerksam – und schaffte es in die Fernsehsendung „Mann, Sieber“, wo die Kabarettisten die Lanze für die Kulturschaffenden brachen.

 

Doch wie schaut der Krisen-Alltag einer Solo-Selbstständigen und das Hoffen und Bangen, das Sitzen zwischen den Stühlen tatsächlich aus? Die in Wasserburg lebende Schauspielerin Marie Theres Kroetz-Relin berichtet von ihrem veränderten Alltag während der Corona-Pandemie:

 

Das erzählt Schauspielerin Marie Theres Kroetz Relin

„Ein Sahneschnittchen!“, stöhnt Lisa, als sie ihrer besten Freundin über den nächtlichen Sex in einer „feucht-triefenden“ Wellnessgrotte berichtet und beteuert weiter „Ein klitzekleines Abenteuer, alles völlig unbedeutend, außer das Gefühl, immer noch begehrenswert zu sein! Man kann doch mal einen kleinen Fehler machen, ohne dass man es will. Ich liebe Berti, das weißt Du!“ Das ist „Ungeheuer heiß“, eine rasante Komödie und Co-Produktion des Theaters im Rathaus in Essen und der Komödie im Bayerischen Hof, München.

„Mama, kannst Du nicht das Fenster zu machen, was sollen denn die Nachbarn denken!?“ ruft mein Sohn von unten. Ups, die Nachbarn! So geht’s einer Schauspielerin im Homeoffice, die Theater-Online-Proben hat.

Am Bildschirm statt auf der Bühne vereint: Die Schauspieler (von links oben) Kerstin Fernström, Markus Majowski, Ricardo Angelini, Franziska Traub, Marie Theres Kroetz Relin und Sebastian Waldemer.
Foto: Team Ungeheuer Heiß

Die Schauspielerin wird zur „Miss Marple der Bürokratie“

Eigentlich wollte ich hier nur pfiffig meine derzeitigen Arbeitsbedingungen aufschreiben. Lustig, denn schließlich machen wir Komödie und kein Drama. Doch mittlerweile ist mir das Lachen vergangen und ich bin verwirrt. Von der kreativen Schauspielerin, Autorin, Eventveranstalterin mutierte ich zur Miss Marple der Bürokratie, die mühevoll versucht, die täglich neuen Bestimmungen zu durchschauen. Erfolglos, ich könnte heulen und verstehe nur noch spanisch.

Pragmatismus bei den Schauspielern

Sechs Wochen probte ich via Videokonferenz mit meinen bis heute virtuellen Kollegen täglich zwischen drei und vier Stunden. Theater via Internet einzustudieren, funktioniert das überhaupt? „Ich genieße den Kontext, beweine den Mangel an echtem Kontakt und feiere das Chaos und die Chance, das Beste daraus zu machen“, sagt Regisseur Markus Majowski, der auch Berti, meinen hintergangenen Ehemann, mimt.

Wie eine solche Theaterprobe per Videokonferenz ablief, sehen Sie in diesem Video!

„Ungeheuer heiß“ ist eine absurde schwedische Komödie, eine Erstaufführung in der Übersetzung von Kerstin Fernström, die meine Schwester spielt. Die Frauen in dieser Verwechslungskomödie sind die Frechen. Alle jenseits der 50 schnappen sie sich jugendliche Lover, betrügen, lieben, ergeben sich der Treue und erreichen, was sie wollen. Da wirken die Männer wie liebevolle Pandabär-Hausmeister oder leicht anzurührende Sahneschnittchen. Letztere gespielt von den gut aussehenden Kollegen Ricardo Angelini und Sebastian Waldemer.

Coronavirus macht Kroetz Relin Strich durch die Rechnung

Immer landete ich in der Schublade, von der einst schönen, tränenreichen Geliebten bis zur heute verbissenen Alten. Nur die Lustige durfte ich nie mimen. Bis auf einmal, dafür bekam ich dann gleich die Goldene Kamera. Mich reizte Komödie, aber oh weh, 30 Jahre stand ich nicht mehr auf der Bühne. Da kann einem schon der „Arsch auf Grundeis“ gehen, wie man im gepflegten Bairisch sagt. Ich Grünschnabel.

Und ausgerechnet dann, wenn man denkt, jetzt arbeite ich mit fleischgewordenen Menschen im Theater, trabt Madame Corona daher. Da ist guter Rat teuer, darum eine kurze Rückfrage bei meinem Ex, dem Theaterprofi Franz Xaver Kroetz, der in jungen Jahren viel Bauerntheater spielte: „Du musst den Satz servieren. Und wenn Du sagst, was Du denkst, dann hört man Dich bis in die letzte Reihe.“

Wenn es ans Text lernen geht, hilft ein Trick von Maria Schell

80 Wiederholungen bedarf es, um sich ein Wort zu merken. Minimum. Ich lese also 80 Mal das Stück, so kann die Rolle langsam wachsen, und führe dabei eine Strichliste wie der Knastbruder an seiner Wand. Diese Methode habe ich von meiner Mama, Maria Schell, und ich liebte es, als Kind unter ihre Bettdecke zu kriechen, sie beim Rollenstudium zu beobachten und die Striche zu zählen, während der frische Kaffee in der Nase kitzelte.

Die Premiere wird alle 14 Tage verschoben

Die Premiere war ursprünglich für den 30. April im Theater im Rathaus in Essen, im Herbst dann die Tournee geplant. Seit dem Online-Probenbeginn wurden wir alle 14 Tage von der Politik „verschoben“. Wochenlang Text lernen, lesen, umsetzen, leben und dabei nur statisch vor dem Computer sitzen. Neuronale Verknüpfungen zwischen Text und Handlung tun sich schwer, die Grenze der Vorstellungskraft ist erreicht. Als „Notlösung“ oder „wahres Wunder“ bezeichnen die Schauspieler unterschiedlich die gemeinsame Arbeit, aber alle sind sich einig: „Das Theater ist für mich immer noch ein magischer Ort“, sagt Franziska Traub, die Gerda, „eine arbeitslose Chaotin mit Witz und Herz“ und meine beste Freundin spielt.

Emotionale Achterbahnfahrt für Marie Theres Kroetz Relin

Emotionale Gefühlsachterbahnen löst die Warterei aus. Schauspielerin im Standby-Modus, gewappnet innerhalb von 14 Tagen Premiere zu haben. Ja, nein, ich werde wahnsinnig.

Zwischen Hoffen und Bangen

Nach der Ministerpräsidenten-Konferenz am Mittwoch steht es am Donnerstag, 7. Mai in der Zeitung: „NRW: Theater und Kinos dürfen ab 30. Mai unter Auflagen öffnen“. Mit einem Bein bin ich schon im Koffer. Die Ernüchterung erfolgte am Freitag, 8. Mai, als wir vom vorzeitigen Ende der Spielzeit erfahren: „Ungeheuer heiß“ wird auf unbestimmte Zeit verschoben. Was denn nun? Ich verstehe nur noch Bahnhof!

Mal hüh, mal hott

Nachfrage beim Intendanten des Theaters im Rathaus in Essen, René Heinersdorff: „Es ist leider chaotisch. Erst mussten wir um das Verbot betteln, dann hat uns die Stadt den Spielbetrieb untersagt. Die Kulturpolitiker aber haben uns versichert, dass ihnen das Schicksal der Privattheater sehr am Herz läge, da liegt es nun seit acht Wochen. Ministerpräsident Armin Laschet hat uns dann und seine eigenen Minister überrascht mit einer Wiederöffnungsoption zum 30. Mai und zwei Stunden später hat die Ministerin für Kultur das für die staatlichen Häuser wieder zurückgenommen. Nun haben das Gesundheitsamt und die Berufsgenossenschaft mit unüberwindbaren Hygieneanforderungen uns auch diese Option wieder genommen. Wir fühlen uns wie ein Hallenbad, das öffnen, aber kein Wasser in die Becken füllen darf.“

Auch die Komödie im Bayerischen Hof steht vor enormen Herausforderungen. „Wir sind ein unsubventioniertes Theater mit etwa 400 Vorstellungen und 120 000 Besuchern im Jahr“, so Thomas Pekny, Intendant der Komödie im Herzen Münchens. „Wir sind ähnlich groß wie die Münchener Kammerspiele, die im Jahr mit etwa 35 Millionen Euro unterstützt werden, das heißt fast 100 000 Euro pro Tag. Wir erhalten bis jetzt noch keine Unterstützung und daher subventionieren wir uns von je her selbst durch die Einnahmen, die wir durch Tourneetheatervorstellungen erwirtschaften. Die meisten Stücke, die wir auch im Haus spielen, sind vorher auf Tournee. Nur so ist es uns möglich, das Traditionstheater im Bayerischen Hof am Leben zu erhalten. Da aber auch die Möglichkeit der Durchführung von Tourneegastspielen momentan nicht gegeben ist, stehen wir tatsächlich vor sehr großen Problemen. Trotz allem sind wir hoffnungsvoll und glauben nicht, dass ein unsichtbares Virus den Menschen nehmen kann, was Menschsein bedeutet, nämlich sich mit Kunst und Kultur zu befassen, die natürlich mindestens genauso systemrelevant sind wie Fußball.“

Solo-Selbstständige nicht systemrelevant

„Systemrelevant“, da ist es wieder das Unwort des Jahres. Ja, ja, ich oute mich: Ich bin Mutter dreifachen Humankapitals, Solo-Selbstständige und nicht systemrelevant! Apropos: Ich erhalte als Schauspielerin nur pro Vorstellung ein Honorar. Bleibt zu hoffen, dass uns viele Veranstalter im Herbst auf Tournee buchen und dass es die Theater auch noch im kommenden Jahr gibt.

Meine Kino-Events in der Region18 kann ich bedauerlicherweise aufgrund der Corona-Verordnungen auch nicht planen und das obwohl die Stars jetzt in rauen Mengen Zeit hätten und liebend gern zu uns aufs Land in die Kinos von Wasserburg, Prien, Trostberg und Bad Reichenhall kämen.

Aber immerhin werde ich als Autorin dieses Textes bezahlt. Zwischen 0,20 Cent und 1 Euro liegt das Zeilenhonorar eines Journalisten. Ich schrieb 55 Zeilen. Brutto. Arbeitszeit, ach vergessen wir’s. Abwarten und Tee trinken. Notfalls kann ich mich ja meinem Kollegen anschließen, der meinte: „Unbezahlte Arbeitszeit kann man aber elegant durch das Sammeln von Pfandflaschen kompensieren.“

Wie sagte die Kanzlerin in ihrer Videobotschaft? „Liebe Künstlerinnen und Künstler, ich weiß, dass es eine sehr, sehr schwere Zeit für Sie ist. Ich weiß, was wir alles vermissen und wie viele Bürgerinnen und Bürger darauf warten, endlich wieder live ihre kulturellen Angebote erleben zu können. Bis dahin versuchen wir, so gut wie es geht, Sie zu unterstützen durch unsere Hilfsprogramme, aber auch dadurch, dass wir sagen, wie wichtig Sie für uns sind.“

Ach, da wird’s einem doch ganz warm ums Herz, oder? Egal, dass die meisten Hilfsprogramme nicht greifen oder mit unüberwindlichen Auflagen verbunden sind, Hauptsache wir bekommen auch ein wenig Applaus, wir Lebenskünstler.

© Marie Theres Kroetz Relin, erschienen OVB am 15. Mai 2020 online und am 16. Mai 2020 in der Print-Ausgabe

April 2020

Augsburger Allgemeine

SCHAUSPIELERIN

25.04.2020

Kroetz-Relin über ihre Mutter: Sie konnte den Menschen Hoffnung machen

 

Marie Theres Kroetz-Relin lebt in Wasserburg am Inn.
Bild: Armin Weigel, dpa

EXKLUSIV Marie Theres Kroetz-Relin spricht über das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter Maria Schell. Die legte ihr einst nahe, einen Filmpreis abzulehnen.

15 Jahre ist es her, dass die beliebte Schauspielerin Maria Schell starb. Ihre Tochter Marie Theres Kroetz-Relinerinnert sich heute an eine wechselvolle Beziehung zu ihrer Mutter.  „Als Kind war meine Mama mein Ein und Alles“, sagt Kroetz. Als sie selbst jedoch im Filmgeschäft erfolgreich zur Konkurrentin der Mutter geworden sei, habe sich die Beziehung abgekühlt.

„Da kam bei ihr Eifersucht hoch, die sich so hochschaukelte, so dass mein Onkel Maximilian (Schell) und meine Mutter mir beispielsweise einmal erklärten, ich soll den Filmpreis ,Goldene Kamera‘ nicht annehmen, weil meine Leistungen nicht gut genug dafür gewesen sind“, erinnert sich Kroetz-Relin im Gespräch mit unserer Redaktion.

Kroetz-Relin: „Sie war eine großartige Nachkriegsschauspielerin“

Sie selbst habe damals geheult, hätte aber den Preis trotzdem entgegengenommen. Maria Schell hatte nach Darstellung von Marie Theres Kroetz-Relin zwei Seiten. „Einerseits war sie die tolle und glänzende Karrierefrau, andererseits war sie ein liebendes Weibchen, das sich ihren Männern untergeordnet hat“, berichtet ihre Tochter. Inzwischen sei sie mit ihrer Mutter aber längst wieder im Reinen, betont die Ex-Frau des Dramatikers und Schauspielers Franz Xaver Kroetz.

Doch Maria Theres Kroetz-Relin erinnert sich nicht nur an die schwierigen Seiten, sondern auch an die wunderbare Begabung ihrer Mutter.  „Sie war eine großartige Nachkriegsschauspielerin und hat auch deswegen eine so steile Karriere gemacht, weil sie den Menschen im damals zerstörten Deutschland Hoffnung geben konnte.“ Maria Schell starb am 26. April 2005. (AZ)

Lesen Sie hier weitere Aussagen von Kroetz-Relin: Das vergessene Lachen der Maria Schell

 

© Augsburger Allgemeine, erschienen am 25.04.2020

April 2020

Tagesspiegel

Trauer to go – Nackt bis auf die Seele

Vor 15 Jahren starb meine Mutter Maria Schell. Im Tagesspiegel beschrieb ich den Schmerz, die Treibjagd, den Fiktiv-Journalismus und die Beerdigung. Ein Rückblick.

 

Meine Mama ist tot. Die Nachricht riss mich am 26. April morgens um acht aus meinem Alltag und versetzte mir einen Stich wie mit der Messerklinge ins Herz. Zehn Minuten zuvor war sie in ihrem Zuhause in Gitti´s Armen eingeschlafen. Ich hatte nicht damit gerechnet, nicht jetzt, wo es ihr die letzten Tage doch wieder besser ging. Meine Gefühle liefen Amok – ich war dankbar, dass sie so friedlich ihre „Zwischenwelt“ verlassen konnte, hatte aber Angst vor der „Treibjagd“ die nun unweigerlich folgen würde. Ich kroch zu meinem Mann ins Bett und weinte. Es waren die einzigen Minuten, in denen ich meine Trauer leben konnte. Danach hatte ich gerade noch genug Zeit, meinen Bruder und meinen Vater zu verständigen, mit meinem Onkel Maximilian den Tag für die Beerdigung für Samstag den 30. April festzulegen und meine Abreise für den nächsten Tag zu organisieren. Und es handelte sich nur noch um Stunden, bis die Fanfaren der „Jäger“ ertönten und uns als Freiwild zum Abschuss freigegeben würden.

Meine Mama war nicht einmal 24 Stunden tot, da spuckte mein Mobiltelefon eine SMS nach der anderen aus. „Ich denk an Dich“ war die erste vertraute Nummer, im Anschluss beherrschten Fremde mein Telefon und ich hatte keine Sekunde mehr Ruhe: „Hallo, guten Tag. Erst einmal mein herzliches Beileid“, sagt die gut gelaunte Stimme, „die Chefredaktion lässt fragen, ob sie nicht einen Text über ihre Mutter schreiben könnten. Abgabetermin wäre morgen.“ Mir stockte der Atem. „Nein, danke, ich bin dazu nicht in der Lage“, würgte ich heraus. Die Jagd begann. Sämtliche Boulevardblätter kotzen ein gieriges „Herzliches Beileid“ ins Telefon, das gab ihnen die Berechtigung, mich anschließend mit Fragen zu löchern. „Wie ist denn nun Ihre Mutter gestorben? Wann? Wo? Und die Beerdigung? Ein Wort zum Nachlass, Onkel, Mann oder Kinder… und das Erbe?“ Ich rasselte unter Tränen meinen vorbereiteten Text runter, immer wieder und bat die Journalisten, wenigstens jetzt meine Mama noch einmal aufleben zu lassen. Aber Marketing kennt kein Taktgefühl, sorry für Trauer keine Zeit. „Wir würden Sie gerne am Samstag in unsere Talkshow einladen.“ – „Hä, mit Leiche oder ohne?“ hätte ich am liebsten zurückgeschleudert „Ich habe schon einen Termin: das Begräbnis meiner Mutter!“ Und zu meinem Schmerz gesellte sich nach und nach eine unbändige Wut. Die ganze Reise nach Deutschland war von diesen widerlichen Anrufen bestimmt, immer mit Trick 17, „Nummer unterdrückt“, damit ich nie wissen konnte, wer mich erreichen will. Bei der Ankunft, am Flughafen und in den Straßen- ich hätte mir Pan Taus Hut gewünscht, um unsichtbar endlich Abschied nehmen zu können. Aber jetzt ging es erst richtig los. „Tränen um Maria Schell- ihre TV-Familie nimmt Abschied“, „Einsamer Tod auf der Alm“ und aus dem Nirvana tauchten all die verschollenen, guten Freunde meiner Mutter auf und gaben freudig Auskunft bis ins intimste Privatleben. Yeah, jeder kannte Maria und wusste genau Bescheid. Die Trittbrettfahrer des Todes sprangen auf den fahrenden Zug auf, frei nach dem Motto „klappern gehört zum Geschäft“: ein bisschen Talkshow hier, ein Statement dort und ein Textchen da…. deswegen geht man doch nicht über Leichen, aber nein! Schließlich würdigten doch all diese Lemuren des Showbiz meine Mutter mit tränenreichen Worten. Dass all denen aber das nötige Kleingeld für Blumen oder einen Kranz fehlte – macht doch nix, the show must go on!

Nach soviel Würdigungen war die Zeit reif für Schmutzwäsche: Deutschlands Boulevardzeitung Nr.1 brauchte eine Story und pikierte mich mit Zitaten, die angeblich von meinem Onkel Carl stammen sollten. Ich verweigerte dazu jede Stellungnahme, da ich meinen Onkel 16 Jahre nicht gesehen hatte und erklärte dem Pressefuzzi im strengen Ton, dass ich dieses pietätlose Verhalten der Journaille widerlich fände und ich das auch öffentlich am Grab meiner Mutter sagen würde. Am Tag vor dem Begräbnis ging der Telefonreigen wieder los: „Familienkrach am Grab. Stimmen die heftigen Vorwürfe gegen Ihren Onkel?“ Super, da hatte sich wohl jemand seine eigene Meinung gebildet! Wütend rief ich den Journalisten an und schrie: „Wie kommen Sie dazu, meine Zitate zu entfremden und gegen meinen Onkel anzuwenden? Sie wissen genau, dass es gegen euch, die Medien gerichtet war! Ich würde nie ein Wort gegen meine Familie sagen…“ – „Tut mir leid, aber die Story über Vicky Leandros ist ausgefallen und da hab ich Ihre Antworten vom Band abgetippt…“ Ich war fassungslos: das Gespräch wurde ohne mein Wissen mitgeschnitten und meine Worte zum reißerischen Aufmacher verdreht.

Als Häufchen Elend kam ich in Kärnten an. Die Fahrt war qualvoll. Wie sollte ich nun meinem Onkel gegenüber treten? Ich schämte mich vor meiner Familie und schämte mich für all die anständigen Journalistenkollegen. Schmerz, Angst, Wut. Ich erreichte die Alm und erhielt einen Anruf von meinem Onkel Maximilian „Wie kannst du nur? Carl sitzt hier und weint!“ Ich brach in Tränen aus, beteuerte meine Unschuld und wir vereinbarten, nach dem Abendgebet für meine Mutter, uns zu einem „Familienrat“ zu treffen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich fuhr zum Trauerhaus, wo mich schon die Fotografenmeute erwartete. „High Noon“ – ich stieg ich aus dem Auto und zog meinen sprachlichen Revolver „Ich verweise hiermit alle auf das Caroline-Urteil. Ich bin privat hier, um mich von meiner Mutter zu verabschieden!“ Die Kameras wurden gesenkt und ich trat an den Sarg. Das Gebet schenkte mir einen Moment Stille und ich verharrte allein mit meinem Bruder eine Stunde länger als die anderen Trauergäste am Sarg, aus Angst, doch noch „abgeschossen“ zu werden. Als die Luft endlich rein war, fuhr ich zu meiner Familie. Heulend fiel ich meinem Onkel Carl in den Arm und er fing mich auf. Die gesamte Familie war friedlich vereint und wir machten uns an die Arbeit: Statt uns mit meiner Mama zu beschäftigen, überlegten wir den pressetechnischen Ablauf der Beerdigung. Jeder erzählte von seiner persönlichen Treibjagd der letzten 24 Stunden, die tatsächlich bis ins Leichschauhaus reichte.

Wir planten genau, bis ins letzte Detail. Maximilan und ich fingen an, Grabreden zu schreiben und meine Angst wuchs, trotz der Geborgenheit meiner Familie. Ich konnte kaum schlafen. Wie ein nacktes Huhn am Grill drehte ich mich, mit dem mulmigen Gefühl, bald verbraten zu werden.

Im Konvoi fuhr meine ganze Familie zur Trauerfeier. Geschlossen gingen wir gemeinsam an den Journalisten vorbei, direkt in die Kirche. Am Trauerzug nahmen wir gar nicht erst teil, diesen Präsentierteller wollten wir uns ersparen. In der Sakristei konnte ich nicht mehr. Ich zitterte wie Espenlaub, bekam einen Heulkrampf und wurde von meiner Familie aufgefangen. Doch der Blick aus dem Kirchenfenster gab mir den Rest: Fotografen standen auf den Grabsteinen, jeder bemüht das beste Fotos zu knipsen. Wir riefen die Polizei, erteilten Friedhofsverbot und kündigten nach der Bestattung eine Pressekonferenz an. Der Gang nach der Messe war der Schwerste. Ich war die Erste, die hinter dem Sarg gehen sollte. Ich versuchte würdevoll zu schreiten, wohl wissend, dass hinter dem Tor die Journalisten lauerten. Ich ließ es geschehen, bog um die Ecke und hoffte auf Ruhe. Aber weit gefehlt: 25 Journalisten und zwei Kamerateams hatten sich aus Siloballen jenseits der Friedhofsmauer auf einem provisorischen Gerüst postiert- fünf Meter von meiner Nase entfernt. Ich fühlte mich nackt bis auf die Seele. Als der Sarg in die Erde gelassen werden sollte, ging ein Blitzlichtgewitter los, meine Nerven waren am Ende und ich bat flehentlich darum, wenigstens für wenige Minuten mit dem Knipsen aufzuhören. Maximilian hielt eine schöne Rede, ich zwang mich auch, meine Worte zu stammeln. Ergreifend war der Moment, als mein Onkel zu einem letzten Applaus aufforderte: Der graue Himmel tat sich auf und ein Regenbogen erschien.

Im Grunde war der Abschied so, wie meine Mama immer lebte – einerseits der begehrte Weltstar und anderseits das einfache „Grittli“ von der Alm.

Außer Susanna Wellenbrink waren keine Kollegen gekommen, nur die Familie, Freunde und Bergbauern. Die einzigen „prominenten Kränze“ kamen von Placido Domingo, Frank Elstner und Karl Spiehs.

Die Treibjagd ist beendet, ich verschnaufe und versuche schamvoll meine nackte Seele zu bekleiden, um endlich Abschied zu nehmen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar?

Gib ihr die ewige Ruhe und ein Licht leuchte denen, die nicht wissen, was sie tun.

© Marie Theres Kroetz Relin im Tagesspiegel am 15.05.2005

Foto  dixiemania.com  / „Meine Schells – Eine Familie gesucht und mich gefunden“ 

 

April 2020

dpa

Augsburg (dpa/lby) – 15 Jahre nach dem Tod der Schauspielerin Maria Schell hat ihre Tochter über eine ambivalente Beziehung zu ihrer Mutter gesprochen. „Einerseits war sie die tolle und glänzende Karrierefrau, andererseits war sie ein liebendes Weibchen, das sich ihren Männern untergeordnet hat“, sagt Marie Theres Kroetz-Relin (53) in der der „Augsburger Allgemeinen“ (Samstag).

Im Gespräch mit der Zeitung erzählt Schells Tochter, wie ihre Mutter sie mit zunehmender Bekanntheit als Konkurrenz wahrnahm: „Da kam bei ihr Eifersucht hoch, die sich so hochschaukelte, so dass mein Onkel Maximilian (Schell) und meine Mutter mir beispielsweise einmal erklärten, ich soll den Filmpreis ‚Goldene Kamera‘ nicht annehmen, weil meine Leistungen nicht gut genug dafür gewesen sind.“

Inzwischen sei Kroetz-Relin aber mit ihrer Mutter wieder im Reinen und erinnert sich auch an die schönen Seiten der Beziehung und die Begabung ihrer Mutter: „Sie war eine großartige Nachkriegsschauspielerin und hat auch deswegen eine so steile Karriere gemacht, weil sie den Menschen im damals zerstörten Deutschland Hoffnung geben konnte.“ Maria Schell starb am 26. April 2005.

 

Erschienen in und am 26. April 2020:

 

 

idowa

 

 

 

 

April 2020

Wasserburger Stimme

Im Gedenken an Maria Schell

Zum heutigen 15. Todestag hatte ihre Tochter Marie Theres Kroetz Relin ein Wasserburger Kino-Event geplant

 

Am heutigen Sonntag, 26. April, ist der 15. Todestag von Maria Schell, der Mutter von Marie Theres Kroetz Relin, die in Wasserburg lebt und sich in der heimischen Kulturszene ganz großartig engagiert. Nach der feierlichen Einweihung der ersten Maria-Schell-Straße Deutschlands in Reitmehring im Januar (wir berichteten), war nun eigentlich heute eine Maria Schell-Krimi-Nacht im Wasserburger Kino-Projekt von Marie Theres geplant. Hier können unsere Leser den Film aber nun wenigstens online anschauen …

 

 

https://www.youtube.com/watch?v=MvObCc2xlT0

oder hier

https://www.dailymotion.com/video/x48j7ly

Unser Foto zeigt das Verlobungsbild der Eltern von Marie Theres Kroetz Relin – Maria Schell und VeitRelin 1966.

Ein Trost für die Fans: Am 15. Januar 2021 würde Maria Schell ihren 95. Geburtstag feiern. Nach dem Erfolg der ersten Retro ist da nun von ihrer Tochter ein weiteres Wasserburger Kino-Event zu Ehren von Maria Schell geplant …

Foto: Familienbesitz Kroetz Relin

© Erschienen in der Wasserburger Stimme am von online gestellt.

 

April 2020

 

26. April 2020

Augsbuger Allgemeine

FILM

Das vergessene Lachen der Maria Schell

Das Verhältnis war nicht immer ungetrübt: Maria Schell mit ihrer Tochter im Jahr 1972.
Bild: Wolfgang Kühn, United Archives, Imago Images (Archiv)

Vor 15 Jahren starb die beliebte Schauspielerin Maria Schell. Ihre Tochter Marie Theres Kroetz-Relin erzählt vom bitteren Ende des Weltstars.

Sie war zu ihrer Zeit einer der wenigen deutschen Weltstars. Das mitreißende Lachen war ihre Visitenkarte. Sie brillierte in „Die letzte Brücke“ und „Die Brüder Karamasow“. Ernest Hemingway gratulierte ihr persönlich, als er sie in einer TV-Verfilmung seines Romans „Wem die Stunde schlägt“ sah. Am Ende starb Schauspielerin Maria Schell mit 79 Jahren schwer krank und verarmt auf einer Alm in Kärnten.

Um an die großartige Karriere der gebürtigen Österreicherin zu erinnern, hatte ihre Tochter Marie Theres Kroetz-Relin zu ihrem 15. Todestag an diesem Sonntag eine Kino-Retrospektive mit Krimis ihrer Mutter geplant, die aber nun wegen der Corona-Krise ins Wasser fällt. „Ich wollte, dass man Maria Schell noch mal anders als in den bekannten Filmen sieht“, sagt die 53-Jährige, die in München geboren wurde, ebenfalls Schauspielerin ist und heute in Wasserburg am Inn lebt. „Aber ich kann das ja zu ihrem 95. Geburtstag im kommenden Jahr noch mal versuchen.“

Die Tochter wurde im Filmgeschäft zu einer Konkurrentin

Das Verhältnis zur Mutter war nicht immer ungetrübt. „Als Kind war meine Mama mein Ein und Alles“, erzählt Marie Theres Kroetz-Relin im Gespräch mit unserer Redaktion. Als sie selbst jedoch im Filmgeschäft zu einer Konkurrentin geworden sei, habe sich die Beziehung abgekühlt. „Da kam bei ihr Eifersucht hoch, die sich so hochschaukelte, dass mein Onkel Maximilian (Schell, Anm. d. Red.) und meine Mutter mir beispielsweise einmal erklärten, ich soll die ,Goldene Kamera’ nicht annehmen, weil meine Leistungen nicht gut genug dafür gewesen sind.“ Sie selbst habe damals geheult, hätte aber den Preis trotzdem entgegengenommen. Inzwischen sei sie mit ihrer Mutter wieder im Reinen, sagt die Ex-Frau des Dramatikers und Schauspielers Franz Xaver Kroetz.

Maria Schell hatte nach Darstellung der Tochter zwei Seiten. „Einerseits war sie die tolle und glänzende Karrierefrau, andererseits war sie ein liebendes Weibchen, das sich ihren Männern untergeordnet hat.“ Auch von Kroetz-Relins Ex-Mann habe Maria Schell geschwärmt: „Wenn es den Franzl zweimal geben würde, tät’ ich einen davon heiraten.“ Auch die letzten Worte, die sie von ihrer Mutter gehört hat, seien nicht an sie, sondern an Kroetz gerichtet gewesen. Am Telefon habe die Mama, als sie schon sehr krank war und seine Stimme hörte, gesagt: „Servus Schatzi, wie geht es dir?“

Kroetz-Relin über Alzheimer-Gerüchte ihrer Mutter: „Da wurde viel verdreht“

Sie selbst habe ihre Mutter in den letzten Tagen vor ihrem Tod noch im Krankenhaus gefüttert und sie so weit hochgepäppelt, dass sie nochmals nach Hause durfte. Dort sei sie dann kurz darauf friedlich gestorben. „Ich glaube, es war gut so.“

Kroetz-Relin widerspricht Medienberichten, dass ihre Mutter zuletzt an Alzheimer erkrankt gewesen sei: „Da wurde viel verdreht.“ Maria Schell sei allerdings seit langem manisch-depressiv gewesen. Diese furchtbare Krankheit habe sie letztendlich auch in den finanziellen Ruin getrieben. „Am Ende sind nur mehr Schulden da gewesen. Darum musste ich auch ihr Erbe ablehnen.“

Maria Schell habe 16 Schlaganfälle gehabt

Kaum jemand habe die Krankheit damals verstehen und erkennen können. Sie und Kroetz hätten diese Persönlichkeitsentwicklung zwar erkannt, seien aber angefeindet worden, weil sie Maria Schell für geschäftsunfähig erklären lassen wollten. Denn die Schauspielerin tätigte während ihrer manischen Phasen ungezügelt Einkäufe. Einmal habe sie beispielsweise für damals 16.000 Mark einen Privat-Helikopter bestellt, weil sie zu einer Theatervorstellung zu spät dran war. Hinterher ist die Wohnung der Tochter, wo Maria Schell zwischenzeitlich lebte, irrtümlich vom Gerichtsvollzieher leer geräumt worden. Im Zuge ihrer Erkrankung habe ihre Mutter 16 Schlaganfälle gehabt, sagt Marie Theres Kroetz Relin. „Jeder hat ein Kerzchen bei ihr ausgelöscht.“

Doch Marie Theres Kroetz-Relin erinnert sich nicht nur an die schwierigen Seiten, sondern auch an die wunderbare Begabung ihrer Mutter. „Sie war eine großartige Nachkriegsschauspielerin und hat auch deswegen eine so steile Karriere gemacht, weil sie den Menschen im damals zerstörten Deutschland Hoffnung geben konnte.“ Es sei schade, dass die öffentliche Erinnerung an sie langsam verblasse.

Kroetz-Relin selbst probt derzeit an einem Theaterstück, produziert von der Komödie im Bayerischen Hof in München, und plant ein weiteres Buch mit Anekdoten über ihre berühmte Familie.

© Josef Karg – erschienen in der Augsburger Allgemeinen am 25.04.2020

 

26. April 2020

Wasserburger Zeitung:

Wasserburger Maria-Schell-Nacht zum 15. Todestag fällt aus wegen Corona

 

Adelte den „Derrick“:Maria Schell, Weltstar, der auch in Hollywood spielte. dpa

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Adelte den „Derrick“:Maria Schell, Weltstar, der auch in Hollywood spielte. dpa

„Harry, hol schon mal den Wagen“: Dieser Satz von Kommissar „Derrick“ ist Kult – ebenso wie die Folgen, in denen Maria Schell mitspielte. Tochter Marie Theres Kroetz Relin hätte sie gerne zum 15. Todestag des Weltstars im Rahmen des Kinofestivals „Region 18“ gezeigt. Doch daraus wird nichts.

Wasserburg – Sonntag ist ihr 15. Todestag: Am 26. April 2005 verstarb Weltstar Maria Schell, der lange in Wasserburg lebte und der die Stadt Anfang dieses Jahres die erste nach der Schauspielerin benannte Straße widmete.

Tochter Marie Theres Kroetz Relin, selber Schauspielerin (aktuell in „Lena Lorenz“), hätte im Rahmen des von ihr ins Leben gerufenen Filmfestivals „Region 18“ der Mutter gerne eine Maria-Schell-Nacht – unter anderem im Kino Utopia – gewidmet. Geplant waren Aufführungen von Derrick-, Tatort-, Kojak- und „Der Kommissar“-Folgen, in denen Maria Schell mitspielte. „Der Kommissar“ kann in Corona-Zeiten auf Youtube angesehen werden. „Neben meiner Mama spielen mein Vater Veit Relin und meine Tante Stella Schell mit“, berichtet Kroetz Relin.

Das könnte Sie auch interessieren: „Mami, wir schenken dir eine Straße“ – An Maria Schells 94. Geburtstag ehrt Wasserburg den Weltstar

Auch zum 1. Todestag (21. April) von Schauspielerin Hannelore Elsner, einer Freundin der Familie Schell, hätte Kroetz Relin gerne einen Filmabend in ihrer Reihe veranstaltet. Sie hatte die Rechte für „Die endlose Nacht – Nebel über Tempelhof“ bekommen. Doch auch diesen Film konnte sie nicht zeigen.

Die Wasserburgerin, derzeit online beim Proben für die Komödie „Ungeheuer heiß“, deren Premiere in Essen im April geplant war, lässt sich jedoch nicht unterkriegen. Sie wird, sobald es wieder geht, erneut die Stars für ihr Festival „Region 18“ aufs Land holen, damit sie unter anderem im Utopia ihre Lieblingsfilme zeigen: Zugesagt haben schon die Schauspieler Robert Atzorn und Gisela Schneeberger sowie Kroetz Relins-Ex, der Dichter und Schauspieler Franz-Xaver Kroetz („Baby Schimmerlos“) zugesagt. Trotz dieser ermutigenden Aussagen hängt auch Kroetz Relin als Festivalveranstalterin, Autorin und Schauspielerin derzeit in der Luft. Die vielen Hilfsprogramme als Rettungsschirme aus der Corona-Krise greifen bei Kulturschaffenden nicht.

Was Kroetz Relin besonders trifft: die ausgefallene Kinonacht zur Erinnerung an ihre Mutter Maria Schell. Was sie empfunden hat, als sie am Morgen des 26. Aprils vor 15 Jahren die Nachricht erhielt, schildert sie hier.

© Heike Duczek, erschienen in der Wasserburger Zeitung am 25. April 2020

 

 

17. April 2020

In einer Rolle als Hebamme

Wasserburger Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz Relin gestern in einer ZDF-Serie

In einer Rolle als Hebamme Michaela Mielke war die Wasserburger Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz Relin (Foto) am gestrigen Abend im ZDF zu sehen: In einer Folge der Serie Lena Lorenz. Gedreht worden war im Berchtesgadener Land. Derzeit hat die Tochter von Maria Schell spannende Theater Online-Proben unter dem Titel: Ungeheuer heiß. Für den Herbst sei mit dem Stück eine Tournee geplant. Ihre beliebten Wasserburger Kino-Events (wir berichteten mehrfach) werden ebenso aktuell nun für den Herbst geplant. Damit es nicht heißt, wie sie mit einem aufmunternden Lächeln sagt: Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut.

 

Dieser Beitrag wurde am von online gestellt.

 

Fotos: Marie Theres Kroetz Relin

 

April 2020

 

Kino Frauen aller Kulturen – Nachahmer gesucht

Die Idee:

Das Inklusionsprojekt „Kino Frauen aller Kulturen“ wurde 2017 von der Initiatorin Marie Theres Kroetz Relin und der Brückenschule, Stadtkino Trostberg ins Leben gerufen.

Eingeladen werden einmal pro Monat Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationen und ihre Kinder. Sie bekommen wahlweise ein Getränk oder Popcorn dazu. Es geht um Inklusion und Integration, ein buntes Miteinander ist das Ziel, denn Mütter sind die Basis unserer Gesellschaft. Gelebte Toleranz und frei nach dem Motto: „Andere gehen auf die Straße, wir ins Kino!“

2019 übernahm dann das Kino Utopia in Wasserburg das Projekt mit großem Erfolg.

Die dritte Stadt im Bunde wird München sein – eine Zusage der Stadt gibt es bereits.

Das Kino Frauen aller Kulturen wurde im Februar 2019 mit dem Integrationspreis 2018 der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet. 

 

Umsetzung:

Pro Veranstaltung werden zirka 100 € benötigt um ungefähr 70 Frauen und ihre Kinder einzuladen, vorausgesetzt ein Kino stellt dem ehrenamtlichen Projekt seinen Kinosaal einmal pro Monat nachmittags zur Verfügung.

In Trostberg wird das Frauenkino ausschließlich über Spenden und dem Sozialfonds der Stadt Trostberg finanziert.

In Wasserburg übernehmen die ansässigen Geschäfte eine einmalige Patenschaft in Höhe von 100 €. Im Gegenzug wird der Firmenname / Logo auf dem Plakat- und den Flyern genannt.

Die ausgewählten Filme sind von den Ehrenamtlichen (Privatperson, Organisation, Verein) über eine karitative Einrichtung – in unserem Fall ist es MUK (Medien und Digitalität der Erzdiözese München und Freising lizenzfrei zu beziehen. Die Auswahl ist groß und wird ständig aktualisiert.

Einzige Bedingung: Man darf in der Werbung nicht den Filmtitel nennen, aber man kann den Inhalt des Films umschreiben.

Das Kino kann die Veranstaltung übrigens bei allen Förderprogrammen angeben, auch bei Europa Cinemas.

 

Auswirkungen:

Während in Trostberg mehr ausländische Frauen kommen – mittlerweile auch Türkinnen (!) und manchmal tummeln sich im Kinosaal bis zu 20 Nationen – kommen in Wasserburg interessanterweise mehr Alleinerziehende oder Kinderreiche deutsche Damen ins Kino.

Das Kino Frauen aller Kulturen hat ausschließlich Positives bewirkt: Die ausländischen Ladies haben sich so verändert – vom Fahrrad fahren übers Frauenschwimmen, vom 10-Finger-System am PC bis zu Whatsapp-Gruppen, vom Führerschein bis zum Wissensdurst. Es gibt keine Barrieren zwischen jung noch alt, Frauen mit und ohne Behinderung, arm oder reich, zwischen Nationen, Kulturen und Religionen.
Es ist Leben und Freude pur. Und aus dieser positiven Kraft entsteht ein neuer Zusammenhalt.

Marie Theres Kroetz Relin steht für Rückfragen jederzeit zur Verfügung und übernimmt auch die Schirmherrschaft. Für viel positive Werbung – auch mit prominenten Damen – wird gesorgt.

 

Sponsoren angesichts der Corona-Krise:

Großartig wäre es, wenn sich Sponsoren oder Förderungen finden ließen, damit die Kinosaalmiete und die ehrenamtliche Arbeit – von den Kosten der Organisation über die Grafik bis zur Werbung – honoriert wird.

 

Weiterführende Links:

Leinwand-Helden: Integration im Filmsaal ->
http://www.marie-theres.com/pnp-die-leinwand-helden-integration-im-filmsaal/

Integrationspreis ->
http://www.marie-theres.com/integrationspreis-2018-fuer-kino-frauen-aller-kulturen/

Integrationsbeauftragte – >
http://www.marie-theres.com/trostberger-tagblatt-frauenkino-gibt-der-integration-leichtigkeit/

Kino Frauen aller Kulturen Wasserburg – >
http://www.marie-theres.com/wasserburger-stimme-integration-ist-mir-zu-wenig/

Übersichtlicher Artikel und Plakate Kino Frauen aller Kulturen ->
http://www.marie-theres.com/be-outdoor-kino-frauen-aller-kulturen/

MUK (Medien und Digitalität der Erzdiözese München und Freising ->
https://www.fachstelle-md.online/


Spenden-Konto in Trostberg:

Sozialfonds der Stadt Trostberg IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103
Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“

 

 

Plakate © Monika Huber

 

April 2020

ZDF –

Lena Lorenz – Teufelskreis

Staffel 06, Folge 03

Die ehemalige Bobfahrerin Sandra Werner erwartet ihr zweites Kind. Bei einer Routineuntersuchung entdeckt ihre Hebamme Lena Lorenz blaue Flecken bei ihr. Wurde Sandra von ihrem Mann geschlagen?

Video verfügbar bis 30.06.2020

Die Handlung

Sandra wiegelt ab und behauptet, sie hätte einen Fahrradunfall gehabt. Ihr Mann Philipp verspricht, sie zur Sicherheit zur Untersuchung zu bringen, doch im Krankenhaus tauchen sie nicht auf. Lena vermutet, dass Sandra Angst hat, ihre Familie zu verlieren.

Das Verhalten des Ehepaares erhärtet Lenas Verdacht. Sandras behandelnder Arzt ist Dr. Keller. Keller kennt Philipp als zuverlässigen und verantwortungsvollen Mitarbeiter, der für die IT im Krankenhaus zuständig ist.

Aber Lena lässt sich von dem guten Eindruck nicht beirren. Als Sandra zu ihr in die Praxis auf dem Lorenzhof kommt, kann sie endlich alleine mit ihr sprechen. Sandra gibt zu, dass Philipp handgreiflich geworden ist. Dennoch verteidigt sie ihn – er stehe halt enorm unter Druck. Sie kenne ihn seit ihrer frühen Jugend. Philipp war damals ihr Trainer, als sie noch im Bobsport aktiv war.

Lena ist skeptisch, dass Philipps Ausraster ein Versehen war. Sandra hängt nach wie vor leidenschaftlich am Bobfahren. Als sie das Angebot bekommt, nach ihrem Mutterschutz das Frauenteam zu trainieren, würde Sandra lieber heute als morgen zusagen. Doch Philipp traut ihr die Doppelbelastung nicht zu. Von ihren Ideen sieht er seine Zukunftspläne bedroht.

Zur gleichen Zeit macht sich Eva Lorenz auf dem Lorenzhof Gedanken um Leo, der von den Leuten in Himmelsruh verdächtigt wird, die Scheune von Vinz Huber in Brand gesteckt zu haben. Immerhin verläuft Lenas eigene Schwangerschaft unproblematisch. Sie und Quirin freuen sich schon sehr auf ihr Baby. Vor allem aber sollte ihr Hausbau nun endlich in Angriff genommen werden. Doch Quirins momentaner Auftraggeber ist untergetaucht, und für den selbstständigen Tischler sind inzwischen immense Kosten aufgelaufen. Können er und Lena sich ein eigenes Haus überhaupt noch leisten?

Darsteller

  • Lena Lorenz – Judith Hoersch
  • Eva Lorenz – Eva Mattes
  • Bastian Pfeiffer – Raban Bieling
  • Leo Lorenz – Fred Stillkrauth
  • Julia Obermeier – Liane Forestieri
  • Quirin Pankofer – Jens Atzorn
  • Vinz Huber – Michael Roll
  • Sandra Werner – Judith Neumann
  • Philipp Werner – Aleksandar Radenković
  • Stefan Lentenmaier – Joachim Raaf
  • Franz Roth – Pablo Sprungala
  • Schorschi Striebel – Sebastian Edtbauer
  • Hanne Striebel – Kerstin Dietrich
  • Dr. Keller – Thomas Limpinsel
  • Frau Schramme – Zeljka Preksavec
  • Marlon Schubert – Nicolas Wolf
  • Olli – Uwe Bohm
  • Anselm Dobler – Heio von Stetten
  • Anouk – Derya Flechtner
  • Michaela Mielke – Marie Theres Kroetz Relin
  • Richard Peinpichler – Matthias Kupfer
  • und andere –

Stab

  • Regie – Britta Keils
  • Autor – Antje Bähr
  • Kamera – Till Müller
  • Schnitt – Sabine Rottmann
  • Musik – Titus Vollmer, Arno Brugger
Quelle: ZDF -> Video verfügbar bis 30.06.2020

 

April 2020

ROSENHEIMER JOURNAL

Das „Baukastenfilmfest“ von Marie Theres Kroetz Relin bringt frischen Wind in die regionale Kulturszene:

Region 18 – Wir holen die Stars aufs Land!

 

Ein frischer kultureller Wind weht durch die Region 18: Marie Theres Kroetz Relin, Tochter von Weltstar Maria Schell und selber Schauspielerin und Autorin, lebt in Wasserburg und hat mit ihrer Idee eines „Baukastenfilmfests“ ein völlig neues Kunstprojekt aus der Taufe gehoben. Dabei nutzt sie ihre vielfältigen Kontakte in die Film-, Autoren- und Theaterbranche und holt überregionale Stars in die Region 18, die sich aus den fünf Landkreisen Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf am Inn, Rosenheim, Traunstein und der kreisfreien Stadt Rosenheim zusammensetzt.

 

Wie kam es zu der Idee für das Projekt „Region 18“?

In der Region 18 leben 816.000 Menschen, von denen einige mal einen Star gerne aus der Nähe erleben würden. Und wir haben hier eine große Dichte an ganz besonderen Programmkinos, die offen für viele Ideen sind. Ich hab´ zuerst mit der Hannelore Elsner telefoniert, die hat mich ja durch mein Leben begleitet. Mit tiefer Nähe, trotz Ferne. Ich sagte, ich hab´ eine Idee: 1 Kino, 3 Filme, 1 Star. Ich möchte Dich einladen, dass Du die Filme zeigst, die Dir wichtig sind. Willst du mein Star sein und zu uns aufs Land kommen, in die Region 18? Die Hannelore meinte, dass 3 Filme viel zu wenig sind, aber sie würde kommen. Dazu kam es leider nicht mehr. Eine Hommage an ihrem 77. Geburtstag folgte – das war der Anfang.

Vier regionale Kinos mit im Boot

Im Januar haben wir aber in 4 Kinos wichtige Filme meiner Mutter gezeigt. Den ersten, die „Pfarrhauskomödie“, im Utopia in Wasserburg, anschließend an die Eröffnung der Straße in Reitmehring, die nach ihr benannt wurde. Dann kamen das Stadtkino Trostberg, Mike´s Kino in Prien und das Park-Kino in Bad Reichenhall dazu. Wir wollen aber noch mehr Kinos hier aus der Region für die Idee gewinnen, das soll ein Baukastenfilmfest der besonderen Art sein. Der Slogan oder die Stars lassen sich beliebig variieren, das heißt, für gewillte Sponsoren oder Investoren, dass jeder in seinem eigenen Landkreis über uns seinen Wunsch-Star einladen kann.

Wie läuft das ab?

Der Sponsor oder Investor kontaktiert mich, und dann versuchen wir, Star, Kino oder Saal, weil wir ja auch Lesungen ermöglichen, unter einen Hut zu kriegen. Schauen Sie, in der Region 18 sind ja viele große Firmen und Konzerne ansässig, wir hier haben Meggle, Bauer, Siemens, um nur einige zu nennen. Und das Terrain meiner „Region 18-Idee“ ist frisch und noch nicht abgegrast – viele Kooperationen sind möglich. In Städten wie München, da ist eine hohe Stardichte, aber nicht jeder kann schnell mal nach München fahren, also holen wir die Stars hierher, zu den Menschen aufs Land. Schauen Sie sich meine Webseite an, www.region18.de , da ist das alles ausführlicher zu sehen und zu lesen.

Woher kommt der Name „Region 18“?

Weil Bayern in 18 Regionen eingeteilt ist. Und wir hier in Südostbayern sind die Region 18. Und in der gibt es sehr viele Kinos. Wir können also nahezu überall, wo es gewünscht wird, was machen. Wir haben sehr viele Stars, die kommen wollen, von ganz unterschiedlicher Couleur, und das alles kann man sich wie einen Kunst-Lego-Bausatz vorstellen. Egal, ob ein berühmter Autor aus seinem Buch liest, oder sich ein Star über seine Filme definiert. Bei der Retro über meine Mama konnte ich nicht die optimale Filmauswahl treffen. Das Problem ist, dass die Lizenzgebühren für manche Filme so hoch sind, oder man kriegt Rechte einfach nicht. Wie zum Beispiel bei den Visconti-Filmen. Die „Weißen Nächte“ mit Marcello Mastroiani hätte ich so gerne gezeigt. Zum Todestag meiner Mama, am 26. April, würde ich gerne eine Krimi-Nacht machen. „Tatort“, „Derrick“, oder „Der Kommissar“, da bin ich jetzt an den Rechten dran.

Welche Stars haben bereits zugesagt?

Nach dem Einstieg mit der Hommage für Hannelore Elsner und der Retrospektive für meine Mutter Maria Schell, sind wir so richtig durchgestartet mit unserem geplanten Konzept mit dem Fernsehproduzenten und Autor Hubertus Meyer-Burckhardt.

Zugesagt haben mittlerweile Regisseur Hans Steinbichler, Gisela Schneeberger und Ilse Neubauer, Franz Xaver Kroetz, Eva Mattes und Robert Atzorn, der aus seiner druckfrischen Biographie „Duschen und Zähneputzen – Was im Leben wirklich zählt“ lesen wird.

Außerdem Marcus H. Rosenmüller und Prof. Andreas Gruber – die beiden Professoren der HFF (Hochschule für Film und Fernsehen): Statt dem Tag der offenen Tür bringen sie die HFF in die Region18.

„Snowdance on Tour“ Festivaldirektor, Regisseur, Autor und Produzent Tom Bohn bringt sein Festival mit und dann kommt auch Katja Ebstein, über deren Zusage ich mich besonders gefreut habe.

So viele große Namen in unserer Region, da drücke Ihnen alle Daumen für Ihr ehrgeiziges Projekt.

Müssen Sie auch. Mein Baukasten-System lebt ja bis jetzt von Luft, Liebe und Leidenschaft. Wir haben natürlich für die Booklets finanzielle Unterstützung von der Sparkasse oder von Deliano. Aber Sponsoring aus der Firmen- oder Konzern-Ecke haben wir bis jetzt exakt Null. Da ist noch Luft nach oben.

Themen-Wechsel: Sie sind Autorin, Schriftstellerin, Journalistin, Nichtraucher-Coach, was habe ich vergessen?

Ich mache auch Marketing, Künstlervermittlung, Event-Management, bin Bühnen-Schauspielerin. Wollen Sie noch mehr hören? Ach ja, ich habe auch als Filmvorführerin im Kino gearbeitet, saß an der Kasse und machte die Gastro, einfach, weil ich sehen wollte, wie das alles hinter den Kulissen läuft – weil ich alle Aspekte sehen und daraus lernen wollte, wo es hakt, was die Leute brauchen. Und ich mache meine ganze Presse-Arbeit selber, was halt so anfällt.

Und trotzdem machen Sie einen sehr geerdeten Eindruck. Wie geht das zusammen?

Ich habe drei Kinder großgezogen, ich bin Großmutter, das war eigentlich mein wichtigster Job. Wenn Sie das gut hinkriegen, dann schaffen Sie alles.

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2020 ist Marie Theres Kroetz Relin zweimal im TV in „WATZMANN ERMITTELT“ (ARD) und „LENA LORENZ“ (ZDF) sehen. Beide Filme wurden im Berchtesgadener Land gedreht.

Und auf der Bühne wird es „UNGEHEUER HEISS„: Im Mai 2020 spielt sie zuerst in Essen, geht im Herbst 2020 auf Tournee und steht 2021 in der Komödie Bayerischer Hof in München auf der Bühne.

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© Rosenheimer Journal, erschienen am 4. April 2020 – Das Gespräch führte Heinz von Wilk, mehr über den Autor unter www.heinz-von-wilk.de

 

 

 

April 2020

 

Theater im Rathaus Essen / Komödie im Bayerischen Hof München

Ungeheuer heiss

(Otroligt het!)

Eine kleine Komödie über Lust

in 2 Akten

von Lars und Krister Classon

ins Deutsche übertragen
von Kerstin Fernström

Mit Franziska Traub, Marie Theres Kroetz Relin, Markus Majowski, Kerstin Fernström, Ricardo Angelini, Sebastian Waldemer

Regie: Markus Majowski

Ausstattung: Thomas Pekny

Verfehlungen: Lisa hatte letzte Nacht ein ungeheuer heißes Erlebnis mit einem Fremden, so einem jungen gutaussehenden Business-Typen, in der Wellness-Grotte eines Hotels. Dabei ist Lisa doch glücklich verheiratet…

Verwirrungen: Heute kommt Lisas Schwester Ulla zu Besuch, um ihren neuen Freund Fredrick vorzustellen, so einen jungen gut aussehenden Business-Typen, der schon in der Stadt ist und die vergangene Nacht im Hotel verbracht hat… Verwechslungen: Jetzt muss natürlich mit allen Mitteln verhindert werden, dass Lisa und der Business-Typ sich begegnen, doch der steht schon vor der Tür.

Theater im Rathaus: ursprünglich geplant vom 30.04.2020 – 31.05.2020

Tourneezeit: ca. 01.10. bis 20.11.2020

Komödie Bayerischer Hof: Herbst 2021

 

Markus Majowski
Marie Theres Kroetz Relin
Franziska Traub
Kerstin Fernström
Ricardo Angelini
Sebastian Waldemer

 

Februar 2020

 

 

Januar 2020

 

Einladung zum 25. Kino

 

„Frauen aller Kulturen“

Am

Montag, den 27.01.2020 2019

um 15 Uhr 

(Filmbeginn 15:30 Uhr)

im

Stadtkino Trostberg

 

Am Sonntag scheint die Sonne, am Montag kommt Herr Mon, am Dienstag ist Dienst, am Mittwoch Wochenmitte, am Donnerstag donnert es, am Freitag ist frei und am Samstag kommt das Sams … – die Literaturverfilmung!

 

Ihr Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten seid mit euren Kindern jeden letzten Montag im Monat herzlich ins Kino eingeladen!

* Der Eintritt ist frei! *

ANDERE GEHEN AUF DIE STRASSE, WIR INS KINO!

Wir freuen uns auf die Ladys der Brückenschule und all die anderen Damen mit ihren Kindern aus der Andreas Schule, dem Hunderter Haus (GU), der Trostberger Tafel, der AWO, dem Arbeitskreis „Hilfe für Notleidende“, der türkischen Gemeinschaft, der Kolping-Familie, den kirchlichen Einrichtungen, den Kindergärten u.v.a.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer und Spender!

Orga-Team der Brückenschule Marie Theres Kroetz Relin

P.S.: Spenden sind immer herzlich Willkommen!

Spendenkonto

* Sozialfond der Stadt Trostberg * IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103 *

* Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“ *

 

 

Januar 2020

Kino Frauen aller Kulturen

Marie Theres Kroetz Relin Teil Drei

Mehr als nur Integration

(c)Plakat Freuenkino – Monika Huber

Immer am letzten Montag im Monat findet es statt, das „Kino Frauen aller Kulturen“ – ein weiteres Herzensprojekt von Marie Theres Kroetz Relin. Wir verraten Euch, was es damit auf sich hat.

Kino Frauen aller Kulturen

Das Kino Frauen aller Kulturen wurde im September 2017 zusammen mit der Brückenschule Trostberg und dem Stadtkino Trostberg gegründet. Es findet immer am letzten Montag im Monat statt. Der Eintritt ist frei und ein Getränk oder Popcorn gibt es gratis dazu.

Das Kino Frauen aller Kulturen finanziert sich ausschließlich von Spenden und pro Vorstellung werden um die 100 € benötigt um ca. 60 Frauen und ihre Kinder einzuladen. Eingeladen sind alle Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationen mit ihren Kindern.

(c)Plakat Freuenkino - Monika Gruber

(c)Plakat Freuenkino – Monika Huber

Das Ziel: Miteinander ins Gespräch kommen, sich austauschen, die eigene Kultur anderen näherbringen. Schließlich geht es nicht nur um ein Märchen aus „1001 Nacht“, sondern auch darum, Frauen in ihrer eigenständigen und selbstbestimmten Rolle zu stärken.

„Gerade für neu zugewanderte Frauen ist es wichtig, dass sie einen möglichst niederschwelligen und einfachen Zugang zu Integrationsangeboten und kulturellen Events haben. Für mich sind Frauen ein ganz wichtiger Schlüssel für gute Integration. Denn wer Frauen stärkt, stärkt auch die Kinder und die ganzen Familien. Genau darin liegt der besondere Vorbildcharakter dieses Projekts.“, so MdL Gudrun Brendel-Fischer.

(c)Plakat Freuenkino - Monika Gruber
(c)Plakat Freuenkino – Monika Huber

„Andere gehen auf die Straße, wir ins Kino!“

Auf Initiative von Marie Theres Kroetz Relin und dem Team der Brückenschule Trostberg gibt es einmal im Monat einen Kinonachmittag für alle Frauen mit ihren Kindern – unabhängig von ihrer jeweiligen Religion oder Nationalität. Der Eintritt ist frei, Popcorn und Getränke gibt es noch dazu. Das „Kino Frauen aller Kulturen“ made à la Kroetz Relin ist inzwischen zu einem festen Bestandteil in Trostberg geworden.

Die Tochter von Maria Schell ist stolz: „Andere gehen auf die Straße, wir ins Kino!“ Im Jahr 2018 hat das Projekt sogar den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern gewonnen. Planung und Bekanntmachung des monatlichen Kino-Events schultern die Ehrenamtlichen der Brückenschule Trostberg. Was die Filmauswahl betrifft, so gibt es in Bayern die Möglichkeit, für karitative Zwecke Filme kostenlos zu leihen.

Marie Theres Kroetz Relin greift für das Stadtkino Trostberg zum Beispiel auf die Fachstelle für Medien und Kommunikation der Erzdiözese München und Freising (MUK) zurück.

(c)Plakat Freuenkino - Monika Gruber
(c)Plakat Freuenkino – Monika Huber
(c)Plakat Freuenkino - Monika Huber
(c)Plakat Freuenkino – Monika Huber

Nachahmer und Sponsoren gesucht

Das Konzept ist übrigens auch in anderen Städten umsetzbar und zwar überall dort, wo es Kinos gibt. Marie Theres Kroetz Relin ist gerne bereit, weitere Schirmherrschaften zu übernehmen. Einfach an dem Do-It-Yourself orientieren: „Wie funktioniert „Kino Frauen aller Kulturen“?

Kroetz Relin nicht fehlen: „Um den Frauen ein wirkliches Kinoerlebnis mit Popcorn und Softgetränken zu ermöglichen, sind wir auf eine kleine finanzielle Unterstützung angewiesen: In Trostberg wird das Kino Frauen aller Kulturen ausschließlich mit Spenden finanziert, die über den Sozialfond der Stadt verrechnet werden. Für einen Kinonachmittag mit 40 – 60 Besucherinnen und ihre Kinder sind mit maximal 100 Euro Kosten zu rechnen.

In Wasserburg entstand mit dem Kino Utopia das Modell der einmaligen Patenschaften der heimischen Geschäfte und Unternehmen. Auf einer Karte mit den halbjährlichen Terminen werden die Paten genannt. Eine stille Werbung und somit ein Anreiz für 100 Euro eine Patenschaft zu übernehmen. Man kann mit wenig Geld so viel bewirken!“

(c) Urkunde Integrationspreis 2018
(c) Urkunde Integrationspreis 2018

Im Jahr 2018 hat das Projekt übrigens sogar den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern gewonnen.

<img class=“size-full wp-image-69421″ src=“https://www.be-outdoor.de/wp-content/uploads/2019/01/DIY_Do_it_Yourself.jpg“ alt=“(c)Do it yourself“ width=“900″ height=“461″ /> (c)Do it yourself

Kino Frauen aller Kulturen – Etwas Historie

Kino Frauen aller Kulturen – Januar 2018

Das Kino Frauen aller Kulturen erhält eigene Währung – die Pirate Bucks, gemacht aus Kronkorken von dem Künstler Mathias Vogel…

Kino Frauen aller Kulturen – Februar 2019

Das Kino Frauen aller Kulturen erhält den Integrationspreis 2018…

Kino Frauen aller Kulturen – Juni 2019

Das Kino Frauen aller Kulturen startet in Wasserburg am Inn im Kino Utopia, organisiert von Wali Köbinger sehr erfolgreich…

Kino Frauen aller Kulturen – Juli 2019

Die Bayerische Integrationsbeauftragte Gudrun Brendel-Fischer, MdL, lädt anlässlich des Jubiläums „10 Jahre Bayerische Integrationsbeauftragte“ zu einer Sonderedition Kino Frauen aller Kulturen ein und gibt eine Empfehlung ab (siehe Dokument)…
Trostberger Tagblatt – Frauenkino gibt der Integration Leichtigkeit…

Kino Frauen aller Kulturen – September 2019

Ab September findet das Kino Frauen aller Kulturen immer den ersten Montag im Monat in Wasserburg am Inn statt. Hier wird über Patenschaften die Veranstaltung finanziert.“Integration ist mir zu wenig“…

Die Wasserburger Plakate stammen von der Grafikerin Monika Huber, die auch das Logo von Region18 gemacht hat.

Kino Frauen aller Kulturen – Dezember 2019

Beide Veranstaltungen sind bis auf den letzten Platz voll. Während in Trostberg viele ausländische Frauen das Angebot wahrnehmen, sind es in Wasserburg mehr allein erziehende Mütter und kinderreiche Familien die ins Kino kommen.

Kino Frauen aller Kulturen – 2020

Das Kino Frauen aller Kulturen wird in München ins Leben gerufen werden und somit schafft das Projekt den Sprung vom Land in die Stadt, was als Umkehrschluss heißt, dass die Stars auch aufs Land kommen…

Weitere Lesetipps aus der Redaktion

© von Petra Sobinger erschienen in Be-Outdoor am 05.01.2020

 

Januar 2020

Be-Outdoor – Hausfrauenhelden, ein Putzmärchen

 

Über das nächste Herzensprojekt

Weiter geht´s mit unserer Serie über Marie Theres Kroetz Relin und ihre Herzensprojekte. Teil Zwei beschäftigt sich mit den Hausfrauenhelden. Der Titel mag dem ein oder anderen vielleicht wie ein Widerspruch erscheinen, denn schließlich werden „die nur“ Hausfrauen in der heutigen Gesellschaft häufig eher belächelt, statt als Helden akzeptiert.

Aber genau diese Gegensätze sind es, die Marie Theres immer wieder charakterisiert und faszinieren, denn „auch der Begriff Hausfrauenrevolution passt auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen“, so die sympathische Autorin und ergänzt: „aber beide Begriffe ergänzen sich wunderbar. Mit der Umsetzung meiner Scheidung und meinem daraus folgenden Leben als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern habe ich auch meine ganz persönliche Hausfrauenrevolution erfolgreich durchlebt“.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Hausfrauenhelden und ihre Alltagshelden

Und nun: Die Hausfrauenhelden. Dabei geht es um die kleinen Alltagshelden, die uns den Alltag erleichtern wollen und für die es Zeit wird, mal wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Gemeint sind kleine Haushaltshelfer, wie sie früher eingesetzt wurden. 100% Natur ganz ohne Chemie und mit durchschlagender Wirkung. Und im Übrigen auch zu 100% plastikfrei.

Apropos plastikfrei, Marie Theres Kroetz Relin hat ihren eigenen Haushalt übrigens komplett auf plastikfrei umgestellt und schaut man in ihre Küche – dann sieht man sehr schnell: Sie ist selber begeisterte Nutzerin der Hausfrauenhelden.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Entstanden ist das Projekt im Rahmen einer Werbekampagne für den plastikfreien Laden „Grünkunft“, der im Februar 2018 von Edna und Christoph Kleber in Wasserburg eröffnet wurde und dessen Produkte mittlerweile auch im Online-Handel zu erwerben sind sowie bei diversen Einzelhändlern, wie zum Beispiel beim Rewe Markt von Dieter Schönwälder direkt gegenüber vom Bahnhof Berchtesgaden.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Für weniger Plastik in unserer Welt

„Unsere Welt ist vollgestopft mit Plastik und es muss einfach ein Umdenken stattfinden. Mit den kleinen Hausfrauenhelden ist das ganz einfach. Wir haben die Wirkweise in kleine Geschichten eingebunden, in denen die Putzmittel ihre Geschichte erzählen, welche Wunder sie vollbringen – ganz ohne Chemie“, so Marie Theres.

Aus den einzelnen Einzelgeschichten ist ein kleines Märchen geworden, das die Zuhörer sowohl in einzelnen Akten als auch in der Gesamt-Story fesselt. Die Haushaltshelden erwecken sich durch ihre Geschichte im Kopf von selber zum Leben und man bekommt Lust, vielleicht doch mal die chemische Kampfwaffe im Regal des Discounters stehen zu lassen und es mal wieder mit den guten alten Hausmittelchen zu versuchen. Denn schließlich war bei der Omi eigentlich auch immer alles blitzeblank daheim – oder etwa nicht?

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Zurück zur Entstehungsgeschichte der Haushaltshelden. Aus dem Grundgedanken, eine Werbelinie für Grünkunft von Marie Theres entwerfen zu lassen, ist ein modernes Märchen mit dem Ziel entstanden, unsere Welt plastikfreier und natürlicher zu machen. Alte Bilder peppig illustriert, vermischt mit den eigenwilligen Illustrationen von dem Spanier Fernando Gonzáles und das Ganze mit dem Hintergrund beim Einkaufen einfach mal etwas weiter über den Tellerrand zu schauen. Eigentlich ganz einfach und anregend zum ausprobieren, oder?

Fernando Gonzáles – der Illustrator

Und wer ist Fernando Gonzáles? Schon sich den Namen langsam auf der Zunge zergehen lassend hat man rasch das Bild eines heißblütigen Spaniers im Kopf. Und in der Tat – sitzt man Fernando (geboren in Santa Cruz de Tenerife) gegenüber, dann strahlen die spanische Sonne und das Temperament nur so aus ihm heraus. Die Salsa-Schritte, die er in einer kurzen Redepause einlegt versetzen einen kurzzeitig in wahre Urlaubslaune.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Die fröhlichen Skizzen in dem Büchlein „Hausfrauenhelden“ sind allesamt seiner Feder entsprungen. Der deutschen Sprache nicht mächtig repräsentieren sie seine eigene Übersetzung und Vorstellung, was Marie Theres ihm über die Produkte und ihre Wirkungsweise erklärt hat. Die Interpretation ist einzigartig und eigenwillig, macht aber definitiv schon beim Anschauen Lust, sich doch einmal mit den Produkten auseinanderzusetzen und selbige auszuprobieren.

Von der Zitrone im Liegestuhl, dem dichtenden Kupferlappen und dem schäumenden Natron bis zur Alepposeife, die in der Badewanne liegend dargestellt wird, zwischen Lorbeer und Olivenbaum – es kommen Alltagshelden zu Wort, die in unserer Welt ein wenig in Vergessenheit geraten sind und es wert sind, sie wieder einmal ins Rampenlicht zu stellen.

Das Marixi ist für 49 Cent zu erwerben. Weitere Infos dazu findet Ihr hier…

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Hausfrauenhelden und weitere Projekte

Die Hausfrauenhelden sind übrigens nicht das einzige Projekt, das Marie Theres und der junge Canario derzeit verbinden. Aktuell arbeiten die Zwei an einem Kinderbuch mit dem Titel „Die Novemberfliege“. Und so wie die bisherige Zusammenarbeit fruchtet, darf davon ausgegangen werden, dass die Beiden noch einige spannende Projekte auf die Beine stellen.

Weitere Lesetipps aus der Redaktion
Marie Theres Kroetz Relin und ihre Herzensprojekte – Teil 1: Die Region 18
Grünkunft – So funktioniert plastikfrei…
So geht Nachhaltigkeit – Rewe am Triftplatz in Berchtesgaden macht es vor…
Grünkunft – Bio. Logisch verpackt…
Hausfrauenhelden – Alle Infos zum Buch…
Marie Theres Kroetz Relin – Weitere Infos findet Ihr unter marie-theres.com

Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de