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Januar 2020

Be-Outdoor – Hausfrauenhelden, ein Putzmärchen

 

Über das nächste Herzensprojekt

Weiter geht´s mit unserer Serie über Marie Theres Kroetz Relin und ihre Herzensprojekte. Teil Zwei beschäftigt sich mit den Hausfrauenhelden. Der Titel mag dem ein oder anderen vielleicht wie ein Widerspruch erscheinen, denn schließlich werden „die nur“ Hausfrauen in der heutigen Gesellschaft häufig eher belächelt, statt als Helden akzeptiert.

Aber genau diese Gegensätze sind es, die Marie Theres immer wieder charakterisiert und faszinieren, denn „auch der Begriff Hausfrauenrevolution passt auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen“, so die sympathische Autorin und ergänzt: „aber beide Begriffe ergänzen sich wunderbar. Mit der Umsetzung meiner Scheidung und meinem daraus folgenden Leben als alleinerziehende Mutter mit drei Kindern habe ich auch meine ganz persönliche Hausfrauenrevolution erfolgreich durchlebt“.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Hausfrauenhelden und ihre Alltagshelden

Und nun: Die Hausfrauenhelden. Dabei geht es um die kleinen Alltagshelden, die uns den Alltag erleichtern wollen und für die es Zeit wird, mal wieder mehr in den Vordergrund zu rücken. Gemeint sind kleine Haushaltshelfer, wie sie früher eingesetzt wurden. 100% Natur ganz ohne Chemie und mit durchschlagender Wirkung. Und im Übrigen auch zu 100% plastikfrei.

Apropos plastikfrei, Marie Theres Kroetz Relin hat ihren eigenen Haushalt übrigens komplett auf plastikfrei umgestellt und schaut man in ihre Küche – dann sieht man sehr schnell: Sie ist selber begeisterte Nutzerin der Hausfrauenhelden.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Entstanden ist das Projekt im Rahmen einer Werbekampagne für den plastikfreien Laden „Grünkunft“, der im Februar 2018 von Edna und Christoph Kleber in Wasserburg eröffnet wurde und dessen Produkte mittlerweile auch im Online-Handel zu erwerben sind sowie bei diversen Einzelhändlern, wie zum Beispiel beim Rewe Markt von Dieter Schönwälder direkt gegenüber vom Bahnhof Berchtesgaden.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Für weniger Plastik in unserer Welt

„Unsere Welt ist vollgestopft mit Plastik und es muss einfach ein Umdenken stattfinden. Mit den kleinen Hausfrauenhelden ist das ganz einfach. Wir haben die Wirkweise in kleine Geschichten eingebunden, in denen die Putzmittel ihre Geschichte erzählen, welche Wunder sie vollbringen – ganz ohne Chemie“, so Marie Theres.

Aus den einzelnen Einzelgeschichten ist ein kleines Märchen geworden, das die Zuhörer sowohl in einzelnen Akten als auch in der Gesamt-Story fesselt. Die Haushaltshelden erwecken sich durch ihre Geschichte im Kopf von selber zum Leben und man bekommt Lust, vielleicht doch mal die chemische Kampfwaffe im Regal des Discounters stehen zu lassen und es mal wieder mit den guten alten Hausmittelchen zu versuchen. Denn schließlich war bei der Omi eigentlich auch immer alles blitzeblank daheim – oder etwa nicht?

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Zurück zur Entstehungsgeschichte der Haushaltshelden. Aus dem Grundgedanken, eine Werbelinie für Grünkunft von Marie Theres entwerfen zu lassen, ist ein modernes Märchen mit dem Ziel entstanden, unsere Welt plastikfreier und natürlicher zu machen. Alte Bilder peppig illustriert, vermischt mit den eigenwilligen Illustrationen von dem Spanier Fernando Gonzáles und das Ganze mit dem Hintergrund beim Einkaufen einfach mal etwas weiter über den Tellerrand zu schauen. Eigentlich ganz einfach und anregend zum ausprobieren, oder?

Fernando Gonzáles – der Illustrator

Und wer ist Fernando Gonzáles? Schon sich den Namen langsam auf der Zunge zergehen lassend hat man rasch das Bild eines heißblütigen Spaniers im Kopf. Und in der Tat – sitzt man Fernando (geboren in Santa Cruz de Tenerife) gegenüber, dann strahlen die spanische Sonne und das Temperament nur so aus ihm heraus. Die Salsa-Schritte, die er in einer kurzen Redepause einlegt versetzen einen kurzzeitig in wahre Urlaubslaune.

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Die fröhlichen Skizzen in dem Büchlein „Hausfrauenhelden“ sind allesamt seiner Feder entsprungen. Der deutschen Sprache nicht mächtig repräsentieren sie seine eigene Übersetzung und Vorstellung, was Marie Theres ihm über die Produkte und ihre Wirkungsweise erklärt hat. Die Interpretation ist einzigartig und eigenwillig, macht aber definitiv schon beim Anschauen Lust, sich doch einmal mit den Produkten auseinanderzusetzen und selbige auszuprobieren.

Von der Zitrone im Liegestuhl, dem dichtenden Kupferlappen und dem schäumenden Natron bis zur Alepposeife, die in der Badewanne liegend dargestellt wird, zwischen Lorbeer und Olivenbaum – es kommen Alltagshelden zu Wort, die in unserer Welt ein wenig in Vergessenheit geraten sind und es wert sind, sie wieder einmal ins Rampenlicht zu stellen.

Das Marixi ist für 49 Cent zu erwerben. Weitere Infos dazu findet Ihr hier…

(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 - Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH
(c)© Marie Theres Kroetz Relin 2019 – Fernando Gonzáles für Grünkunft GmbH

Hausfrauenhelden und weitere Projekte

Die Hausfrauenhelden sind übrigens nicht das einzige Projekt, das Marie Theres und der junge Canario derzeit verbinden. Aktuell arbeiten die Zwei an einem Kinderbuch mit dem Titel „Die Novemberfliege“. Und so wie die bisherige Zusammenarbeit fruchtet, darf davon ausgegangen werden, dass die Beiden noch einige spannende Projekte auf die Beine stellen.

Weitere Lesetipps aus der Redaktion
Marie Theres Kroetz Relin und ihre Herzensprojekte – Teil 1: Die Region 18
Grünkunft – So funktioniert plastikfrei…
So geht Nachhaltigkeit – Rewe am Triftplatz in Berchtesgaden macht es vor…
Grünkunft – Bio. Logisch verpackt…
Hausfrauenhelden – Alle Infos zum Buch…
Marie Theres Kroetz Relin – Weitere Infos findet Ihr unter marie-theres.com

Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

 


Dezember 2019

Marie Theres Kroetz Relin: Über die Region 18

Über das neueste Projekt der Powerfrau mit Herz

Marie Theres Kroetz Relin, wer diesen Namen hört, der hat sofort mehrere Bilder im Kopf. Da wäre natürlich an erster Stelle die weltbekannte Maria Schell – die Mutter von Marie Theres. Außerdem Veit Relin, Filmregisseur und Vater der sympathischen Marie Theres, bei der man übrigens – steht man ihr zum ersten Mal gegenüber – sofort das Gefühl hat – man kennt sie schon ewig.

(c)Detlev Schneider / https://detlevschneider.net/- Marie Theres Kroetz Relin
(c)Detlev Schneider / https://detlevschneider.net/- Marie Theres Kroetz Relin

Mit dem Schauspieler Franz Xaver Kroetz, mit dem sie drei Kinder hat, war sie fast fünfzehn Jahre lang verheiratet und auch sie selber entschied sich mit knapp 16 Jahren ebenfalls dazu, sich in ihrer Berufslaufbahn den Bühnen der Welt und der Schauspielerei zu widmen. Neben unzähligen Rollen in nationalen wie internationalen Filmen, sind von Marie Theres außerdem auch bereits diverse Bücher erschienen.

(c)Region18 - Filmcover Hubertus Meyer-Burckhardt
(c)Region18 – Filmcover Hubertus Meyer-Burckhardt

Über die Hausfrauenrevolution.com von Marie Theres Kroetz Relin

Selber jahrelang Hausfrau und Mutter rief sie 2002 die Internetplattform www.Hausfrauenrevolution.com ins Leben. Das Ziel: Das traditionelle Image der Hausfrauen zu verbessern – ein Thema dass sie auch in mehreren Büchern in die Öffentlichkeit brachte und damit für viel Wirbel sorgte und noch immer sorgt. Nicht weniger engagiert ist sie außerdem bei der Integration von Frauen. Diesem Thema widmet sie sich mit ihrem Projekt „Kino Frauen aller Kulturen“. Im Februar 2019 wurde sie dafür sogar mit dem Integrationspreis der Regierung von Oberbayern ausgezeichnet.

Region 18 – Wir holen die Stars aufs Land

Wer glaubt mit all den Themen ist die quirlige Oberbayerin, die in München geboren wurde und mittlerweile halb auf Teneriffa und halb in Wasserburg lebt ausgelastet – weit gefehlt! Im Sommer 2019 startete sie das flexible Baukastenfilmfest „Region 18 – Wir holen die Stars auf´s Land“. Die ursprüngliche Idee hinter der Region 18 hieß zunächst „Zwei Kinos, fünf Filme, ein Star“. Mittlerweile sind daraus vier Kinos, x Filme, ein Star geworden.

(c)Die Pfarrhauskomödie
(c)Filmplakat – Die Pfarrhauskomödie

„Der Star bringt zu den Events seine Filme mit. In der Regel sind es Filme, die für ihn von Bedeutung sind. Der Star erlebt somit eine ureigene, selbst gemachte Hommage und Retrospektive in einem. Es bleibt ihm überlassen, ob er auch sein aktuelles Projekt präsentieren oder seinen Lieblingsfilm zeigen möchte.

(c)Filmplakat - Die Ratten

Wir wollen unseren Stars die Möglichkeit geben, sich individuell über ihr Werk, über ihre Filme darzubieten. Durch ihre Filme, ihre Werke und durch Filme, die sie bewegten. Raus aus dem Schubladendenken, weg mit dem Stempel, rein in Region18″, so Marie Theres Kroetz Relin.

(c)Filmplakat - Der Galgenbaum

Region 18 – Darum geht´s

Unter der Region 18 verbirgt sich die Planungsregion Südostoberbayern, die zwischen München und Salzburg und an die österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Salzburg und Tirol angrenzt.

(c)Filmplakat - Die Brüder Karamasov
(c)Filmplakat – Die Brüder Karamasov

Die Region 18 umfasst die Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf a.Inn, Rosenheim, Traunstein und die kreisfreie Stadt Rosenheim. Auf einer Fläche von 5.225 km² leben gut 816.000 Einwohner (2015). Oberzentren sind die Städte Rosenheim mit über 60.000 Einwohnern und Traunstein. Zugehörige Mittelzentren sind Altötting/Neuötting, Bad Aibling, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Burghausen, Freilassing, Mühldorf am Inn, Traunreut/Trostberg, Waldkraiburg und Wasserburg am Inn.

(c)Kollage Filmplakate - Rose Bernd/Der Schinderhannes/Bis wir uns wiedersehen
(c)Kollage Filmplakate – Rose Bernd/Der Schinderhannes/Bis wir uns wiedersehen

In der Region 18 sind viele große Firmen ansässig, wie Heidenhain, Meggle, Bauer, BSH Hausgeräte GmbH, Zosseder, Wacker Chemie AG, Bad Reichenhaller um nur ein paar interessante Konzerne zu benennen, nicht zu vergessen die touristisch und filmisch erschlossenen Kurorte. Das Terrain ist frisch und noch nicht „abgegrast“. Der perfekte Zeitpunkt, neue Kooperationen anzustreben.

Für die Einwohner der Region ist das Filmprojekt die perfekte Chance ihre Stars einmal hautnah erleben  zu können. Und zwar vor Ort in der Provinz – ohne das sie extra dafür in die Stadt fahren müssen. „Das Baukastenfilmfest ist nicht nur eine Bereicherung durch Kultur für den Zuschauer, sondern auch eine für die breitgestreute Wirtschaft. Unsere Region18 ist eine sanfte weitere Belebungsmaßnahme kleinerer Städte kultureller Art“, erläutert Marie Theres Kroetz Relin.

Region 18 – Diese Kinos sind dabei

Zu den teilnehmenden Programmkinos gehören das Utopia in Wasserburg, das Stadtkino in Trostberg, Mikes Kino in Prien und das Park-Kino in Bad Reichenhall. Alle vier Kinos bieten die perfekte Infrastruktur für das flexible Baukastenfilmfest wird zwischen ein und fünf Mal pro Jahr stattfinden. „Sobald uns ein Star das Jawort gibt, sind wir dabei und brauchen für Werbung und Marketing einen bis maximal zwei Monate Vorlaufzeit. Mehr nicht. Baukasten deshalb, denn die Idee lässt sich beliebig mit weiteren Kinos, Orten und Stars kombinieren“ so Marie Theres Kroetz Relin.

(c)Region 18
(c)Region 18

Region 18 – Diese Stars u.a. stehen auf dem Programm

Viele weltbekannte Stars haben bereits zugesagt – und es werden immer mehr. Aktuell dabei sind bereits die folgenden:

Neue Serie auf be-outdoor.de – Powerfrau mit Herz Marie Theres Kroetz Relin

Heute starten wir mit unserer neuen Serie in Ko-operation mit Marie Theres Kroetz Relin. Die nächste Folge erscheint in unserem Newsletter am kommenden Sonntag.

Weitere Infos über Marie Theres Kroetz Relin und ihre Projekte findet Ihr hier:

Ihr seid Filmfans und möchtet das Projekt gerne unterstützen. Aktuell gibt es noch ein paar Möglichkeiten, die Reihe im Rahmen eines Sponsorings zu unterstützen. Interessenten wenden sich bitte per Mail an redaktion@be-outdoor.de. Wir leiten Eure Anfrage dann gerne weiter!

Herzlichen Dank an dieser Stelle für die Verwendung des Maria Schell Bilder © Nachlass Maria Schell –  DFF, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum

Schlagwörter

Petra Sobinger

petra.sobinger@be-outdoor.de

Dezember 2019

Wasserburger Zeitung

„D’Schell Mare“ und Gary Cooper: So ehrt Wasserburg Weltstar Maria Schell

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In Wasserburgs Stadtteil Reitmehring wird am 15. Januar die erste Maria-Schell-Straße in Deutschland eingeweiht. Wasserburg ehrt den Weltstar außerdem mit einer Retrospektive. Tochter Marie Theres Kroetz Relin, ebenfalls Schauspielerin, hat die Filme ausgesucht.

Wasserburg/Prien – Das Filmfestival „Region 18“, ins Leben gerufen von Maria Schells Tochter Marie Theres Kroetz Relin, widmet sich vom 15. bis 28. Januar dem filmischen Werk des Weltstars. Der Beginn der Retrospektive im Utopia in Wasserburg fällt auf den 94. Geburtstag von Maria Schell – und auf den Tag, an dem in Reitmehring die erste Straße in Deutschland nach ihr benannt wird.

Acht Filme hat die Tochter, ebenfalls Schauspielerin, außerdem Journalistin und Autorin, aus dem Nachlass ihrer Mutter mit Unterstützung des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums (DFF) ausgewählt, um dem umfangreichen Werk gerecht zu werden.

Die Termine und Filme

•Die Pfarrhauskomödie: Komödie, BRD 1971, Literarturverfilmung nach dem Bühnenstück von Heinrich Lautensack, Darsteller: unter anderem Maria Schell, Veit Relin, Jane Tilden, Hugo Lindinger, Christine Schuberth, Thomas Fritsch. Regie: Veit Relin.

Inhalt: Im Pfarrhof der bayerischen Ortschaft Milzhofen werden Gottes Gebote nicht sehr streng ausgelegt. Als die Pfarrersköchin Ambrosia für einige Zeit das Dorf verlässt, um an einem verschwiegenen Ort das Kind, das sie vom Herrn Pfarrer erwartet, zur Welt zu bringen, tritt die dralle und liebestolle Irma ihre Nachfolge in der Pfarrei an. Schon bald sieht auch Irma Mutterfreuden entgegen.

Zum Hintergrund: Die Dreharbeiten fanden einen Kilometer Luftlinie entfernt von der neuen Maria-Schell-Straße in Reisach, Heberthal und Wasserburg statt. Weitere Darsteller sind unter anderem die Wasserburger Persönlichkeiten C.A. Wasserburger und Willy Reichert sowie Oliver Schell, viele bekannte Gesichter und die fünfjährige Marie Theres Kroetz Relin in ihrer ersten Rolle als „Mausi“.

Termin: Mittwoch, 15. Januar, im Kino Utopia Wasserburg, 18 Uhr; Sonntag, 19. Januar, Mike’s Kino Prien, 11 Uhr.

• Der Galgenbaum: Western, Drama, USA, 1959, Darsteller: Maria Schell, Gary Cooper, Karl Malden, George C. Scott u.v.a., Regie: Delmer Daves

Inhalt: Amerika, 1873: Ein Arzt will in Montana ein neues Leben beginnen. In einem Goldgräberdorf lässt er sich nieder und pflegt die durch einen Postkutschenunfall verletzte junge Elizabeth. Diese verliebt sich schließlich in ihren Retter und wird zunächst trotz gleicher Gefühle zurückgewiesen. Was sie nicht weiß: Der Neuankömmling hat eine schmerzhafte Vergangenheit.

Zum Hintergrund: „Der Galgenbaum“ ist einer der letzten Western von Hollywoodstar Gary Cooper. Gary Cooper, der 1961 verstarb, erhielt zweimal den Oscar als bester Hauptdarsteller. Maria Schell ist in ihrem zweiten Hollywood-Film zu sehen.

Termine: Sonntag, 19. Januar, Kino Utopia Wasserburg, 11 Uhr.

• Die Gebrüder Karmasow:Drama, USA 1958, nach Fjodor Dostojewskis Roman von 1881. Darsteller: Yul Brynner, Maria Schell, Claire Bloom, Lee J. Cobb u.v.a., Regie: Richard Brooks

Inhalt: Russland, 1870. Die vier Karamasow-Brüder (darunter William Shatner) leiden unter ihrem egoistischen Vater (Lee J. Cobb), besonders der schneidige Dimitri (Yul Brynner). Er liebt die schöne Gruschenka (Maria Schell), die auch der verkorkste Alte begehrt. Als der Senior ermordet wird, gerät Dimitri unter Verdacht…

Zum Hintergrund: Dostojewskis tiefgründige Zeitkritik wird zum saftigen Hollywood-Schinken.

Termine: Sonntag, 19. Januar, Stadtkino Trostberg 14 Uhr, Sonntag, 26. Januar, Kino Utopia Wasserburg, 11 Uhr

• Die Ratten: Drama BRD 1955, nach dem Bühnenstück von Gerhard Hauptmann, Darsteller: Maria Schell, Curd Jürgens, Heidemarie Hatheyer, Gustav Knuth, Regie: Robert Siodmak

Inhalt: Ambitionierte Verfilmung frei nach dem Bühnenstück von Gerhart Hauptmann: Zu Beginn der 1950er Jahre kommt die schwangere und völlig mittellose Pauline Karka nach Berlin. Sie trifft die Wäschereibesitzerin Frau John, die sich immer ein Kind gewünscht hat, aber keins bekommen konnte. Paulines Kind wird geboren, und die Frauen kommen überein, dass Frau John es als ihr Eigenes behält. Aber Pauline, die nach Westdeutschland will, will ihr Kind noch einmal sehen.

Termine: Sonntag, 19. Januar, Park-Kino Bad Reichenhall, 11 Uhr. Mittwoch, 22. Januar, Kino Utopia Wasserburg, 15 Uhr

• Der Schinderhannes: Drama, Literaturverfilmung, BRD 1958, Darsteller: Maria Schell, Curd Jürgens, Christian Wolff, Fritz Tillmann, Joseph Offenbach, Siegfried Lowitz, Willy Trenk-Trebitsch, Regie: Helmut Käutner

Inhalt: 1802. Die abenteuerliche Lebensgeschichte des Hans Bückler, genannt „Schinderhannes“, der zur Zeit der napoleonischen Kriege im Hunsrück gegen die französischen Besatzer und Großgrundbesitzer, die arme Bauern ausbeuten, kämpft. Die Franzosen verbünden sich schließlich mit der deutschen Obrigkeit. Nachdem er anfänglich große Erfolge hat, wird er aber eines Tages verraten. Sein geliebtes Julchen, die chwanger ist, verlässt ihn, um sich und das Kind zu retten. Nach dem Bühnenstück von Carl Zuckmayr.

Termine: Dienstag, 21. Januar, Mike’s Kino Prien, 19.45 Uhr.

• Rose Bernd: Drama, BRD 1957 ,Literaturverfilmung nach dem Bühnenstück von Gerhart Hauptmann, Darsteller: Maria Schell, Raf Vallone, Käthe Gold, Leopold Biberti, Siegfried Lowitz u.v.a., Regie: Wolfgang Staudte

Inhalt: Die temperamentvolle, lebenslustige und doch verantwortungsbewusste Rose Bernd und ihr Vater leben seit ihrer Flucht aus Schlesien in einem kleinen westdeutschen Dorf. Rose arbeitet als Magd auf dem Hof des Gutsbesitzers Flamm, wo sie sich durch ihre Tüchtigkeit beliebt gemacht hat. Außerdem pflegt sie Flamms querschnittsgelähmte Ehefrau. Aber auch als Frau ist Rose überaus begehrt.

Termine: Mittwoch, 22. Januar, Stadtkino Trostberg 20.15; Sonntag, 26. Januar, Park-Kino Bad Reichenhall 11 Uhr

• Bis wir uns wiederseh`n:Liebesfilm, BRD 1952, Darsteller: Maria Schell, O. W. Fischer, Karl Ludwig Diehl, Kurt Meisel, Regie: Gustav Ucicky

Zum Hintergrund: Melodram und erster gemeinsamer Film des „Traumpaars“ O.W. Fischer und Maria Schell.

Inhalt: Der Casino-Besitzer Paul Mayrhöfer will sich in die Schweiz absetzen, weil ihm wegen betrügerischer Machenschaften die Polizei auf den Fersen ist. An einem Hotel in Grenznähe begegnet er der todkranken Pamela, die sich auf dem Weg ins Sanatorium befindet.

Termine: Sonntag, 26. Januar, Stadtkino Trostberg 14 Uhr.

• Meine Schwester Maria: Deutschland Österreich Schweiz 2001/2002 Dokumentarfilm, Regie: Maximilian Schell.

Inhalt: Der Schauspieler und Regisseur Maximilian Schell porträtiert seine 76-jährige Schwester Maria Schell, die einsam und von Krankheit gezeichnet auf einem Berghof in Kärnten lebt – umgeben von mehreren Fernsehern, auf denen ihre alten Filme laufen. Er erinnert an ihre Erfolge und Schicksalsschläge, zeigt ihre vielbeschworene Verletzlichkeit ebenso wie ihre Stärke.

Termine: Dienstag, 28. Januar, Mike’s Kino Prien, 19.45 Uhr.

Marie Theres Kroetz Relin erinnert sich: Als die Mama den Fischer Gustl überredete, zu Weihnachten ein Pony ins Wohnzimmer zu holen

„Meine Mutter würde sich über die Ehre, die ihr an ihrem 94. Geburtstag zuteilwird, narrisch freuen. Ihr würde die Unförmigkeit der Straße gefallen und auch das „fischförmige“ Baugebiet auf der südlichen Schmiedwiese in Reitmehring, in dessen Zentrum sich ihre „Promenade“ wie eine Gräte mit Flosse behauptet. Sie würde vermutlich dem Wasserburger Bürgermeister Michael Kölbl ein Bussi geben dafür, dass er den Einfall hatte, die Straße nach ihr zu benennen und sie würde sehnsüchtig nach dem – in Luftlinie einen Kilometer entfernten – Heberthal blicken, dem Ort, wo sie über dreißig Jahre lang lebte.

Sie wäre vielleicht ein ganz klein wenig enttäuscht, dass nicht irgendeine Hauptstadt schon viel früher auf die Idee gekommen ist, ihr ein Denkmal zu setzen, und wäre aber zeitgleich sehr zufrieden, dass nun unter den drei Linden ein „Bankerl“ für sie steht. Es gibt sicher nicht viele Kinder, die behaupten können, dass in der Stadt in der sie leben, eine Straße nach ihrer Mutter benannt ist. Seit ich wieder nach Wasserburg gezogen bin, erlebe ich diese Stadt völlig neu und frage mich: Wer war Maria Schell? Schon klar, einerseits war sie eine der beliebtesten Schauspielerinnen der Nachkriegszeit, genannt das „Seelchen“ auch wenn’s eine große Seele war, einfach weil sie berührte in ihrem Spiel und Emotionen auslöste.

Andererseits war sie ein Weltstar, der eine kaum nachahmbare internationale Karriere hinlegte. In „Die glückliche Familie“ schlich sie sich als Serien-Schauspielerin in viele Herzen. Dann war sie wiederum das einfach „Gritli“ von der Alm und starb auch so.

In Wasserburg war sie aber die „d’Schell Mare“ und es gibt kaum jemanden, der nicht „a G‘schicht“ von ihr erzählen kann. Egal ob sie den Fischer Gustl überredete, das Pony an Weihnachten ins Wohnzimmer zu holen, damit meine behinderte Halbschwester Corinna mal drauf sitzen konnte, oder frech hinter die Theke der Bäckerei Deliano schlüpfte, um dort das frische Brot zu probieren und auszuhöhlen oder ein Kind beinahe auf dem Fußballplatz geboren wurde, weil die hochschwangere Dame unbedingt den Fußball ergattern wollte, den meine Mutter aus einem Hubschrauber abwerfen sollte. Man kann sich kaum die Spannbreite einer Maria Schell vorstellen. Sie war eine „Besondere“ und eine echte Wasserburgerin war sie auch.“

Marie Theres Kroetz Relin

Fotos © Nachlass Maria Schell –  DFF, Deutsches Filminstitut & Filmmuseum

© von Heike Duczek, erschienen in OVB, Wasserburger Zeitung am 24.12.2019

Dezember 2019

Wasserburger Zeitung

Hollywood am Inn: Wie der Wasserburger Pizzabäcker Enzo zum Schauspieler wurde

Gastronom Enzo i in seiner Traumrolle: als Biker. Der Wasserburger Gastronom spielt im Film „Hannes“ mit und hat hier auch sein Lokal als Drehort bereitgestellt. re

Was haben die verstorbenen Stars Maria Schell und Hannelore Elsner, die Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz Relin, die Bestsellerschriftstellerin Rita Falk, der Produzent und NDR-Talker Hubertus Meyer-Burckhardt und der Wasserburger Gastronom Enzo gemeinsam? Einen Bezug zur „Filmstadt“ Wasserburg.

Wasserburg – Pferdeschwanz, gegeltes schwarz-graues Haar, große Brille, auffälliger Silberschmuck, Tätowierungen: Gastronom Enzo ist ein schillernder Typ. Und auch das von ihm gepachtete Lokal, das Unterauer-Haus an der Roten Brücke, fällt optisch mit seiner über dem Inn schwebenden Terrasse aus dem Rahmen. Haus und Wirt gleichermaßen stachen Filmproduzent Nils Dünker und Regisseur Hans Steinbichler im vergangenen Sommer ins Auge. Sie entschlossen sich, die Lokalität als Drehort für den Film „Hannes“ nach einem Buch von Autorin Rita Falk (Eberhofer-Krimis) zu nutzen. Und so begann im September 2018 die Schauspielerkarriere von Enzo de Tursi, die Wasserburg – mal wieder – zur Filmstadt machte.

Auftritt im Film als Rocker und Streithansl

Enzo das Angebot von Produzent Dünker, in seiner Gaststätte die Weihnachts- und Silvesterszene des Films „Hannes“ zu drehen, gerne an. Für den geschäftstüchtigen Gastwirt, der fünf Jahre die Badria-Gastronomie betrieben hatte und damals neu anfing im Unterauerhaus, war das die Chance, bekannt zu werden.

Sein unkonventionelles Auftreten bescherteEnzo bei einer ersten Produktionsbesprechung vor Ort ein zweites Angebot: „Ich will Dich auch haben – als Typ“, wünschte sich Regisseur Hans Steinbichler. Enzo sagte spontan zu, obwohl seine schauspielerischen Erfahrungen bis dahin auf einen Auftritt im Schultheater begrenzt waren. Doch er war auch Balletttänzer, hat eine Leidenschaft für die Kunst – für Malerei, Musik, Theater. Und für die Rolle, die ihm im Film „Hannes“ zugedacht wurde, musste er sich nicht groß verstellen: Enzo spielt einen Rocker. Das passt, denn der gebürtige Italiener ist begeisterter Biker. Gut trainiert ist er auch: Das Fitnessstudio ist Enzos zweite Heimat, die Muskeln lässt er gerne spielen.

Natürlich nicht so wie im Film, in dem er als Rocker den Streithansl macht. Im wahren Leben ist Enzo trotz seines knalligen Outfits und eines kraftstrotzenden Auftretens ein friedlicher Familienvater von drei erwachsenen Kindern mit großem Herzen. Als Rocker austeilen und selber Prügel kassieren, gar mit dem Kopf nach unten an einem Seil die Innbrücke hinunterhängen: Das hat ihm „wahnsinnig viel Spaß gemacht“. Obwohl: Die Schauspielerei war auch „sehr, sehr anstrengend“, erinnert er sich. 14 Stunden lang wurde an einem Tag Ende Oktober 2018 in seinem Lokal gedreht, es folgten weitere Aufnahmen im Studio. Zu einer Zeit, als Enzo parallel auch die Eröffnung seines Restaurants vorbereitete. „Doch ich habe es nicht bereut“, sagt er.

Viele Kontakte zu Schauspielern und Künstlern seien entstanden. Enzo tauchte tief ein in die Welt des Films – und warf danach viele Klischees über Bord. Regisseur, Darsteller, Kameraleute, Kostümbildern, Techniker: „Die waren zu 0,0 Prozent arrogant oder abgehoben, sondern haben schwer gearbeitet.“ Das Filmgeschäft, das weiß der aus Kalabrien stammende und seit sechs Jahren in Wasserburg lebende Koch und Hotelmanager jetzt, ist kein glitzerndes, oberflächiges Showspektakel, sondern Teil einer hart schuftenden Branche.

Kinofestival Region 18 holt die Stars aufs Land

Das Ergebnis der Arbeiten in Wasserburg, der Film „Hannes“ nach einem Roman von Rita Falk, kommt voraussichtlich am 30. April 2020 in die Kinos. Die Premiere wird mit großer Spannung erwartet, denn es ist der letzte Film, in dem die im April im Alter von 76 Jahren verstorbene Charakterschauspielerin Hannelore Elsner mitwirkte. Auch sie war bei den Dreharbeiten in Wasserburg – und stellte hier fest, dass in der Innstadt eine weitere Schauspielerin lebt, die sie seit vielen Jahren kennt: die Tochter von Maria Schell, Marie Theres Kroetz Relin. Diese war im Herbst 2018 zurück nach Wasserburg gezogen, wo sie mit ihrer Mutter mehrere Jahre der Kindheit verbracht hatte.

Holt die Stars in die Kinos der Region 18: Marie Theres Kroetz Relin (Zweite von rechts), hier mit Kinobetreiber Christoph Loster (Stadtkino Trostberg), Katja Ebstein sowie Regisseur Hans Steinbichler (rechts). Region 18

Marie Theres Kroetz Relin erinnert sich noch genau an den Tag, als sie mit Hannelore Elsner ein Telefongespräch führte, das ihr Leben verändern würde (Siehe Kasten): Es war der 1. November 2018. Zuerst plauderten die Beiden über die überraschende Erkenntnis, dass Hannelore Elsner in der neuen, alten Heimat von Marie Theres Kroetz Relin gedreht hatte, dann über den Traum der Schell-Tochter, ein eigenes Kinofestival in Wasserburg auf die Beine zu stellen. Hannelore Elsner zeigte sich begeistert von der Idee. Und motivierte Marie Theres Kroetz Relin, bei der Realisierung ihres Wunschprojektes größer zu denken.

So gestärkt rief diese das Kinofestival „Region 18“ ins Leben. Es holt die Stars aufs Land – in die Region 18, ein Raum, der die Landkreise Rosenheim, Traunstein, Mühldorf, Berchtesgadener Land und Altötting umfasst und in der 800.000 Einwohner leben. In vier beteiligten Programmkinos – darunter das Utopia in Wasserburg und Mikes Kino in Prien – rollt das „One-Woman-Unternehmen“ Marie Theres Kroetz Relin mit Unterstützung von Sponsoren Stars den roten Teppich aus. Diese zeigen ihre Lieblingsfilme – das müssen übrigens nicht die eigenen sein.

Hannelore Elsner sollte der erster Stargast sein

Hannelore Elsner sollte der erste Stargast sein, doch sie verstarb vorher. Ihr widmete das Festival nach dem Tod eine Retrospektive. An die Grande Dame des deutschen Films erinnerten im Utopia Wegbegleiter wie die Star-Fotografin Ingeborg Bock-Schroeder.

Produzent, Talker und Autor Hubertus Meyer-Burckhardt liest in Wasserburg. Stephan Pick

Auch Regisseur Hans Steinbichler, der mit Elsner „Hannes“ drehte, war schon da. Ebenso Sängerin Katja Ebstein. Anfang 2020 kommt Produzent, Autor und NDR-Talker Hubertus Meyer-Burckhardt in die Region 18. Am 30. Januar stellt er um 18 Uhr im Wasserburger Utopia und um 20.15 Uhr im Stadtkino Trostberg sowie am 31. Januar um 20 Uhr in Mikes Kino in Prien und um 17 Uhr im Park-Kino Reichenhall seinen Bestseller („Diese ganze Scheiße mit der Zeit“) und seinen Lieblingsstreifen vor: „Mein letzter Film“, ebenfalls mit Hannelore Elsner, die eine Schauspielerin verkörpert, die über ihr Leben monologisiert.

Auch Gisela Schneeberger und Eva Mattes haben zugesagt

Schauspielerin Gisela Schneeberger spricht über ihren Lieblingsfilm. Dpa

Weitere Stars hat Marie Theres Kroetz Relin, die gut vernetzt in der Szene ist, bereits angefragt. 2020 kommen voraussichtlich die Schauspielerinnen Gisela Schneeberger und Eva Mattes, die Regisseure Markus Rosenmüller und Professor Andreas Gruber von der Hochschule für Fernsehen und Film. Auch Ex-Mann Franz-Xaver Kroetz, Dramatiker und Schauspieler („Baby Schimmerlos“) gibt sich die Ehre.

Retrospektive für Maria Schell

Der größte Star ist für viele Wasserburger jedoch die „Mutter des Festivals“ selber: Marie Theres Kroetz Relin (53), seit einem Jahr Bürgerin der Stadt. Am Mittwoch, 15. Januar, wird in ihrem Beisein in Reitmehring die erste Maria-Schell-Straße in Deutschland eingeweiht – am 94. Geburtstag der berühmten Schauspielerin.

Am gleichen Tag startet um 18 Uhr zu Ehren der Mutter von Marie Theres Kroetz Relin eine Retrospektive im Rahmen des Festivals Region 18 mit Maria-Schell-Filmen in Wasserburg, Prien, Trostberg und Bad Reichenhall. Das Wasserburger Utopia zeigt unter anderem am 15. Januar „Die Pfarrhauskomödie“.

„Pfarrhauskomödie“ als Wasserburger Heimspiel

Die Produktion von 1972 gehört nicht zu den großen Filmen der Maria Schell, die auch in Hollywood drehte und viele internationale Preise erhielt, räumt ihre Tochter ein. Sie hat sich trotzdem für die „Pfarrhauskomödie“ entschieden, denn der Film ist „ein echtes Wasserburg-Heimspiel“ – gedreht am Inn und in Reisach mit heimischen Persönlichkeiten wie Künstler Willy Reichert. Auch Marie Theres Kroetz Relin, damals fünf Jahre alt, spielt mit. Ihr Vater Veit Relin war Regisseur.

Wasserburg als Filmstadt, das Festival „Region 18“ hat sich fest vorgenommen, diese Renaissance zu schaffen.

So erinnert sich Marie Theres Kroetz Relin an ihr Gespräch mit Hannelore Elsner

„Liebe Hannelore, Nils Dünker sagte mir, Du drehst gerade in Wasserburg? Ich wohne dort! Sehen wir uns?“ Es dauerte keine halbe Stunde und ich erhielt einen Anruf von ihr. 45 Minuten sprachen wir, es war herrlich, so vertraut. Hannelore hat mich durch mein Leben begleitet – mit tiefer Nähe trotz Ferne. „Ich hab eine Idee: 1 Kino 3 Filme 1 Star. Ich möchte Dich einladen, dass Du Filme zeigst, die Dir wichtig sind. Deine Filme. Willst Du mein Star sein und zu uns auf’s Land kommen – in die Region18?“ Sie machte eine kurze Pause. „Du weißt schon, dass ich gebürtige Burghausnerin bin? 3 Filme sind viel zu wenig. Das müssen mehr sein! Und klar: Ich komme!“

Charakterdarstellerin Hannelore Elsner drehte in Wasserburg. dpa

Es war ihr Feuer, das bei unserem Telefongespräch auf mich übersprang. Ihre Flamme wurde wie das Olympiafeuer weitergereicht und entfachte in mir eine Leidenschaft. Ich rannte mit der Eingebung los und der Gedanke an Region18 wuchs. Ich rief sie immer wieder mal an, hinterließ Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, manchmal aufgeregt ungestüm, ich wollte die Idee vorantreiben.

Am 7. Februar 2019 erreichte ich sie. Ich sprudelte vor Begeisterung. „Marie Theres, Du stresst mich gerade. Ich hab Deine Nachrichten angehört und ja, ich melde mich dazu,“ sagte sie sichtlich ungeduldig. Ich ruderte in Windeseile zurück und unterstrich dies mit einer SMS. Es dauerte keine fünf Minuten, bis ich ihre Stimme wieder hörte. „Marie Theres, entschuldige! Nicht Du stresst mich, es war die Situation.

Ich war beim Einkaufen, war mit vollen Tüten unterwegs und erwarte einen dringenden Anruf. Mein Handy war ganz unten im Netz und als ich es rausholen wollte, kullerten die Orangen vom Gehsteig auf die Straße. Ich war im Moment Deines Anrufs einfach überfordert. Aber ich komme, ganz sicher, versprochen. Ich finde Deine Idee großartig.“ Dazu kam es leider nicht mehr.

Karten und Infos zum Festival

Karten für die Lesung von Hubertus Meyer-Buckhardt gibt es in Wasserburg in der Buchhandlung Fabula und in Prien in der Buchhandlung Hartel. Alle Informationen zu den Filmen im Festival finden sich unter www.region18.de.

Der Film „Hannes“ nach Rita Falk

Die beiden 19-jährigen Moritz (Leonard Scheicher) und Hannes (Johannes Nussbaum) sind schon seit ihrer Geburt beste Freunde, auch wenn die beiden jungen Männer sehr unterschiedlich sind: Moritz ist verträumt und bringt sich immer wieder in Schwierigkeiten, während Hannes voller Lebenslust ist und genau weiß, wo er hin will. Doch dann ändert sich durch einen schicksalhaften Motorradunfall alles, denn Hannes wird schwer verletzt und fällt ins Koma. Obwohl unklar ist, ob er jemals wieder erwacht, glaubt Moritz fest an die Genesung seines besten Freundes. Er will fortan Hannes‘ Leben an dessen Stelle weiterleben, denn er sehnt sich nach Leben, Liebe und Freundschaft.

© von Heike Duczek, erschienen in OVB, Wasserburger Zeitung am 24.12.2019

Dezember 2019

Passauer Neue Presse – Langsam, behutsam und: Jetzt

Hubertus Meyer-Burckhardt auf der Suche nach dem Phänomen der Zeit

 

Hubertus Meyer-Burckhardt: Diese ganze Scheiße mit der Zeit – Meine Entdeckung des Jetzt, Verlag Gräfe und Unzer, 191 Seiten, 19,99 Euro

© Petra Grond, erschienen in der Passauer Neuen Presse am 03. Dezember 2019

 

Dezember 2019

 

November 2019

 

 

November 2019

Eine Affäre mit dem Jetzt

Kennen Sie die Sensation, wenn man ein frischgedrucktes Buch in Händen hält, daran riecht und blättert und man sich gleich nach den ersten Seiten auf eine Zeitreise begibt und dem Autor bei der Lektüre ununterbrochen viele zustimmende „Jas“ entgegenrufen möchte? 

Kennen Sie auch, dass man zwischendrin pausiert, das Layout oder die hinten angefügte Playlist begutachtet, in das Ende linst und dann auf der letzten Seite rasch noch den „Dank“ liest? 

Und wissen Sie, wie es einem ergeht – und das kennen Sie jetzt wahrscheinlich nicht – wenn man völlig überraschend und ohne Vorwarnung in diesem frisch gedruckten Buch seinen eigenen Namen – so schwarz auf weiß – entdeckt? 

Dann hat man wie vom Blitz getroffen verstanden, dass Freundschaft weit außerhalb jeder zeitlicher Begrenzung liegt, dass Freundschaft sich wie ein roter Faden durchs Leben mäandert, wenngleich auf sehr unterschiedlichen Wegen, und fühlt sich glücklich neue Horizonte be-greifen und geehrt, den Autor und Freund im Januar begrüßen zu dürfen. 

Freundschaft kennt keine Zeit, merci Hubertus, ich freue mich auf die Zeit mit Dir!

Hubertus Meyer-Burckhardt kommt mit seinem Buch und seinen Filmen in die Region18!

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30.01.2020 um 18:00 Uhr ins Kino Utopia nach Wasserburg am Inn

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30.01.2020 um 20:15 Uhr ins Stadtkino Trostberg

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31.01.2020 ins Park-Kino Bad Reichenhall

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31.01.2020 in Mikes Kino in Prien am Chiemsee

 

November 2019

 

 

November 2019

 

Wasserburger Stimme:

Am Montag ist wieder Frauen-Kino

Der Pate ist diesmal das Wasserburger Cafe „Die Schranne”: Am kommenden Montag, 4. November, um 16 Uhr ist wieder Kino-Tag für die Frauen aller Kulturen: Das neue Projekt von Marie Theres Kroetz Relin in Wasserburg (wir berichteten bereits ausführlich) ist an jedem ersten Montag im Monat. Dank der Kooperation des Kinos Utopia mit Rainer Gottwald und Wali Köbinger nun auch in Wasserburg – der neuen, alten Heimat der bekannten Schauspielerin, Autorin und Journalistin Kroetz Relin. Und zwar um kostenlos für einige Zeit den Alltag vergessen und im „Frauenkino“ unbeschwert einen Film genießen zu können. Diesmal wird – mit viel Musik – der Animationsfilm um die furchtlose Häuptlingstocher Vaiana gezeigt, die sich gemeinsam mit dem Halbgot Maui, aufeine abenteuerliche Suche nach einer sagenumwobenen Insel begibt.  

Auch die Kinder sind dabei herzlichst willkommen. Filmbeginn ist um 16.30 Uhr.

Das Besondere: Stets wird ein Wasserburger Geschäft oder eine Wasserburger Institution Pate des Nachmittags sein. Diesmal ist es das Wasserburger Cafe „Die Schranne”.

Sie ist voller Pläne für ihre Heimatstadt Wasserburg, in die sie zurückgekehrt ist: Marie Theres Kroetz Relin liebt es, mit Projekten die Menschen wachzurütteln und sie zu einer Gemeinschaft zusammen zu führen … Das möchte sie auch mit ihrem interkulturellen Kino-Projekt für Frauen. „Andere gehen auf die Straße – wir gehen ins Kino”:

Der Eintritt ist frei – dank der Paten gibt es Popcorn oder ein Getränk dazu.

Herzlichst eingeladen sind alle Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten mit ihren Kindern!


Der Zeichentrickfilm orientiert sich an dem märchenhaften Ton von der Eiskönigin, ist aber mit seiner Südseekulisse auch ein farbenfroher Gegenentwurf dazu. Unterstützt von Liedern der ‚Broadway-Sensation‘ Lin-Manuel Miranda ist den Disney-Veteranen John Musker und Ron Clements ein prachtvolles und sehr emotionales Abenteuer gelungen, das die Brücke schlägt von klassischem Disney zum Erfolgsstil der Neuzeit.

Darum geht’s:

Vaiana (Auli’i Cravalho) wohnt auf einer Insel im Südpazifik lange vor unserer Zeit. Sie ist die Tochter des Stammeshäuptlings und liebt das Wasser, das ihre Heimat umgibt. Doch anders als die Vorfahren ihres Volkes hat Vaianas Vater das Verbot erlassen, die Insel per Segelboot zu verlassen. Keiner darf über das Riff hinaus in den Ozean vorstoßen.

Doch als Vaiana bemerkt, dass ihre Insel zu sterben beginnt, sticht sie trotzdem in See. Begleitet vom Hahn Hei Hei macht sie sich mithilfe ihres Freundes, des Ozeans, auf die Suche nach dem Halbgott Maui (Dwayne Johnson), der den Zerfall der Welt durch einen lange zurückliegenden Diebstahl einst eingeleitet hat. Doch den selbstverliebten Helden zum Helfen zu überreden, ist eine schwierige Aufgabe.

KINO FRAUEN ALLER KULTUREN

FILMREIHE KINO FRAUEN ALLER KULTUREN

AB 0 JAHRE

LÄNGE 107 MIN.

Immer am ersten Montag des Monats Kino Utopia Wasserburg Treffpunkt:
16 Uhr, Filmbeginn: 16.30 Uhr

Am 4. November zeigen wir den Animationsfilm um die furchtlose
Häuptlingstocher Vaiana, die sich gemeinsam mit dem Halbgot Maui, auf
eine abenteuerliche Suche nach einer sagenumwobenen Insel begibt.

Eingeladen sind Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten mit
ihren Kindern.

Initiatorin: Marie Theres Kroetz Relin zusammen mit dem Kino Utopia, Wali Köbinger, der Brückenschule und dem Stadtkino Trostberg.

 

© Wasserburger Stimme am von online gestellt.

 

Oktober 2019

 

Oktober 2019


September 2019

 

Einladung zum 22. Kino

 

„Frauen aller Kulturen“

Am

Montag, den 30. September 2019

um 15 Uhr 

(Filmbeginn 15:30 Uhr)

im

Stadtkino Trostberg

 

Am 30. September geht es in der starbesetzten Verfilmung des Erich Kästner Romans, um ein Mädchen namens Pünktchen und ihre Freundschaft zu Anton, um soziale Missstände, Gerechtigkeit, Abenteuer, Familie und Liebe.
Ein spannender, wie lehrreicher Film!

 

Ihr Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten seid mit euren Kindern jeden letzten Montag im Monat herzlich ins Kino eingeladen!

* Der Eintritt ist frei! *

ANDERE GEHEN AUF DIE STRASSE, WIR INS KINO!

Wir freuen uns auf die Ladys der Brückenschule und all die anderen Damen mit ihren Kindern aus der Andreas Schule, dem Hunderter Haus (GU), der Trostberger Tafel, der AWO, dem Arbeitskreis „Hilfe für Notleidende“, der türkischen Gemeinschaft, der Kolping-Familie, den kirchlichen Einrichtungen, den Kindergärten u.v.a.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer und Spender!

Orga-Team der Brückenschule Marie Theres Kroetz Relin

P.S.: Spenden sind immer herzlich Willkommen!

Spendenkonto

* Sozialfond der Stadt Trostberg * IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103 *

* Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“ *

… das Kino Frauen aller Kulturen nun erfolgreich auch in Wasserburg. Nächste Veranstaltung findet am 07. Oktober 2019 statt.

Foto © Rebekka Bönisch

September 2019

 

 

Die Handlung

Amy Harding hat einen großen Traum. Sie will die verwahrloste Blumenfarm ihrer Großeltern auf den Scilly Islands wieder zum Blühen bringen.

Weil der Betrieb trotz aller Mühe nicht genug abwirft, beschließt ihr Mann John, in seinen alten Beruf zurückzukehren. Er nimmt eine Stelle als Literaturprofessor an der Universität Plymouth an. Ausgerechnet dort lebt jedoch Amys Mutter Maggie.

Amys und Maggies Verhältnis ist derart belastet, dass Amy beschließt, ihren Traum nicht aufzugeben und auf der Insel zu bleiben. Diese Entscheidung wird jedoch zur Belastungsprobe für Amys und Johns bis dahin glückliche Ehe, der bis jetzt nur eins fehlt – das Kind, das sich John wünscht. Doch Amy ist noch nicht so weit. Da sie von Maggie keine Mutterliebe kennt und ohne Vater aufgewachsen ist, glaubt sie, mit einem Kind überfordert zu sein.

Neben der Fernbeziehung wird auch Amys Zögern zunehmend zur Belastungsprobe für ihre Ehe. In dieser heiklen Phase ihrer Beziehung lernt John Maggies attraktive Nachbarin Judith kennen, zu der Maggie das liebevolle Verhältnis hat, das sie zu Amy nie aufbauen konnte. Vor allem aber taucht auf der Insel Ian auf. Ein attraktiver geheimnisumwitterter Nordire, der Amy hilft, die Farm in die schwarzen Zahlen zu bringen. Amy ahnt nicht, dass Ian der Schlüssel zu einem dunklen Geheimnis ist, das die Familie seit ihrer Kindheit überschattet.

Darsteller

  • Amy Harding – Eva-Maria Grein von Friedl
  • John Harding – Christian Natter
  • Maggie Foley – Marie Theres Kroetz Relin
  • Ian O’Hara – Urs Remond
  • Jenny – Monika Baumgartner
  • Kayla Fleming – Katja Lechthaler
  • Judith Keats – Elisabet Johannesdottir
  • und andere

Stab

 

September 2019


Fridays for Future bringt Klimastreik in die Landkreise Rosenheim und Mühldorf und Traunstein

-> hier geht’s zum ganzen Artikel

© OVB – aus Wasserburg berichtet Andrea Klemm 20.09.2019

Breites Bündnis in Wasserburg 

„Wir dürfen nicht locker lassen. Es darf nicht nur bei einem Beschluss des Klimakabinetts bleiben – er muss auch umgesetzt werden“, sagte Robert Obermayr von Rio Konkret bei der Klimademo vor dem Wasserburger Rathaus. Ein breites Bündnis an Organisationen hat bundesweit den Schülern der „Fridays for Future“-Bewegung den Rücken gestärkt.

Auch in der Innstadt fanden sich neben den Initiatoren von der Gemeinwohl-Ökonomie, Rio Konkret und der Ortsgruppe des Bund Naturschutz, viele Unterstützer ein. So sagte Rowitha Betz-Heindl von der Weltladen-Bewegung, sie stehe der Bewegung der jungen Klimaprotestlern nahe und solidarisiere sich mit deren Zielen. Sie stellte die fairen Produktionsbedingungen der Kleinbauern in Drittweltländern und die Grundsätze des Umweltschutzes und des nachhaltigen Arbeitens und Wirtschaften heraus. „Unser Ziel muss es sein, dass die Jugend nicht mehr demonstrieren muss, weil endlich genug geschieht“, so Albert Bernstetter von der Gemeinwohl-Ökonomie.

Lesen Sie auch: Klimastreik – Das droht Schülern und Arbeitnehmern

Försterin Pia Schmid mahnte die Wichtigkeit des Waldes an, der bedroht sei, durch die Klimaerwärmung. Unternehmerin Edna Kleber-Belizario, die aus Brasilien stammt, sprach die Abholzung des Regenwaldes „wegen unseres Konsumes“ an. Verbraucher haben jedoch durch ihr Konsumverhalten die Macht, den Lauf der Dinge zu ändern.

Video: Die Kundgebung in Wasserburg

Emotional wurde es mit Künstlerin Marie-Theres Kroetz Relin. Sie prangerte Großkonzerne wie Nestlé an, ebenso die Rüstungsindustrie, sagte, bald seien im Meer mehr Plastikteilchen als Fische. Sie thematisierte die Fluchtbewegungen, die die Erste Welt verschuldet habe und forderte, dass alle Menschen auf dieser Erde, das Recht auf Luft, Wasser und Nahrung haben müssen. Mit Klima-Gstanzln und Söder-Rügen sorgte unter anderem Stefan Kaindl für Kurzweil. Es gab weitere musikalische Beiträge sowie einen Poetry-Slam von Stadtrat Norbert Buortesch.

© OVB – Aus Wasserburg berichtet Andrea Klemm 20.09.2019

September 2019

Klimaschutz JETZT!

Morgen Demo auch in Wasserburg – Aufruf richtet sich an jede Generation

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten jeden Freitag für ihre Zukunft. Jetzt sind alle Menschen gefordert: Als breites, zivilgesellschaftliches Bündnis werden nun auch die Erwachsenen aufgerufen, ein Zeichen zu setzen mit allen zusammen für das Klima! Auch in Wasserburg: Treffpunkt ist morgen um 10 Uhr vor dem Wasserburger Rathaus. Dazu diese Erklärung am heutigen Mittag von Robert Obermayr für den Förderverein Aktionsbündnis Rio Konkret, Lokale Agenda 21 für Wasserburg und das Wasserburger Land e.V. …

Die Schüler*innen haben mit ihren Protesten gezeigt, dass sie die Politik unter Zugzwang setzen können: Am morgigen Freitag, 20. September, entscheidet die Bundesregierung über die nächsten Schritte in der Klimapolitik.

Robert Obermayr aus Reitmehring:

Wir – der Gemeinwohl-Ökonomie e.V. und Rio Konkret sowie der BUND Naturschutz haben uns kurzfristig entschlossen,. auch in Wasserburg  #FridayForFuture  einen
Platz zu geben und als Erwachsene die Schülerinnen und Schüler in ihrer
berechtigten Forderung zu unterstützen. Wir laden daher ein zum

#Klimastreik am morgigen 20. September von 10 bis 12 Uhr am Marienplatz beim
Rathaus.

Neben den Initiatoren werden sprechen

die Wasserburger Unternehmerin Edna Kleber-Beizário, die Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz-Relin, Mestre Pé de Chumbo über die Situation in Brasilien sowie eine
Försterin.

Musikeinlagen gibt es von Musikerin der Capoeira-Formation
CECA und Stefan Kaindl.

Weltweit streiken Kinder und Jugendliche seit Monaten unter dem Motto
#FridaysForFuture für echten Klimaschutz und eine Zukunft ohne
Klimakrise. Sie rufen uns zu:

“/Viele Erwachsene haben noch nicht verstanden, dass wir jungen Leute
die Klimakrise nicht alleine aufhalten können. Das ist eine Aufgabe für
die gesamte Menschheit. (…) Deshalb rufen wir alle Menschen zu einem
weltweiten Klimastreik auf.”

(/Greta Thunberg, #FridaysForFuture)

Die Proteste von #FridaysForFuture sind mehr als berechtigt, wie auch
Klimaforscher bestätigen: Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen –
bereits heute vernichtet die Klimakrise Leben und Lebensgrundlagen von
Millionen Menschen weltweit. Sie verschärft bereits bestehende
Ungleichheiten und verletzt grundlegende Menschenrechte. Wenn es nicht
gelingt, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, droht eine
Klimakatastrophe, die nicht mehr aufzuhalten ist. Doch die
Bundesregierung hat statt ambitionierter Klimapolitik nur unzureichende
Antworten vorzuweisen.

Doch es gibt Hoffnung: Die Schüler*innen haben mit ihren Protesten die
Politik unter Zugzwang gesetzt. Am 20. September entscheidet die
Bundesregierung über ihre nächsten Schritte in der Klimapolitik. Jetzt
gilt es für uns alle, uns dem Protest von #FridaysForFuture
anzuschließen. Wenn wir jetzt zusammenstehen, können wir die Regierung
zum Handeln treiben. Zeitgleich werden überall auf der Welt
Hunderttausende Menschen auf die Straßen gehen. Sie zeigen den Staats-
und Regierungschefs, die wenige Tage später beim UN-Klimagipfel
zusammenkommen: Wir lassen nicht zu, dass ihr unser aller Zukunft verheizt.

Deswegen folgen wir dem Aufruf der jungen Generation: Am 20. September
schließen wir uns den Demonstrationen von #FridaysForFuture an. Der
Protest und die Forderungen
<https://fridaysforfuture.de/forderungen/>der  Schüler*innen sind
notwendig, um die Klimakrise zu stoppen. Deshalb gehen wir gemeinsam mit
#FridaysForFuture auf die Straße.

Macht alle mit: Komm am 20. September von 10 bis 12 Uhr zum
Marienplatz am Rathaus.

Foto: wwf de


September 2019

Lustbarkeit Nr. 3 – Capoeira Angola

Die Entdeckung des friedlich tanzenden und singenden Kämpfers in Wasserburg

Brasilianische Klänge, anmutige Rhythmen, gleitende Bewegungen und hohe körperliche Disziplin. Im Rahmen der Kultreihe „Lustbarkeit” konnten die Wasserburger einen Einblick in die afrobrasilianische Kampfkunst „Capoeira Angola” gewinnen, als Mestre Pé de Chumbo aus Bahia und Manuela P. Dias einen Vorgeschmack zu ihrem Workshop gaben.

„Die afrikanischen Sklaven in Brasilien nutzten die in Tanz getarnte Kampfkunst für ihren Widerstand. Capoeira Angola entstand im 18. Jahrhundert, der Gesang stammt aus dem Portugiesischen,“ sagte der Mestre und hinweisend auf die politische Situation „Ich schäme mich für mein Land, die dort herrschende Korruption, die Politik, den brennenden Regenwald.“

Mit glänzenden Augen erzählte die Wasserburgerin Manuela P. von ihrer Leidenschaft. „Als ich den Kampftanz zum ersten Mal sah, war’s Liebe auf den ersten Blick, ich wusste, das muss ich erlernen – in Brasilien – und es hat mein Leben verändert! Der gute Capoeirista muss singen, tanzen und die Instrumente der Capoeira spielen können. Das fordert die Motorik und Koordination heraus.“

Angriff, Verteidigung, Täuschung – das Zwiegespräch der Spieler ohne Worte aber in Bewegung und mit Gesang, in Zeitlupe und mit höchster Genauigkeit, begeisterte auch die Zuschauer. „Das ist das Schönste, was ich je gesehen habe!“, meinte ein sichtlich berührter Mann und die jüngste Zuschauerin machte einfach spontan mit.

Wer also Lust hat den friedlichen Kämpfer in sich zu entdecken, bekommt dieses Wochenende die Gelegenheit dazu. Ein Workshop findet vom 20. bis 22. September statt. Regelmäßiges Training gibt es jeden Mittwoch von 20 bis 22 Uhr in der Kampfsportschule, Ledererzeile 31. Anmeldung unter: unamela17@yahoo.de,

Telefon: 0178/4135465

Facebook: capoeirawasserburgaminn

Text © Marie Theres Kroetz Relin, erschienen in der Wasserburger Stimme am 18.09.2019

 

September 2019

Impressionen von den Dreharbeiten zu Watzmann ermittelt

alle Fotos © Manfred Siebinger

Produktion: Lucky Bird Pictures
Produzent: Boris Ausserer
Produzent: Oliver Schündler
Exec. Producer: Bettina Ricklefs
BR-Redaktion: Elmar Jaeger, Antje Schlüter
Regie: John Delbridge
Kamera: Christoph Poppke
Szenenbild: Michael Wiese
Kostümbild: Renate Schönian
Prod.Leitung: Dieter Limbek

Darsteller:

Andreas Giebel
Peter Marton
Nepo Fitz
Genoveva Mayer
u.v.a.

Episoden-Darsteller „Jambo“:
Marie Theres Kroetz Relin
Nadine Kösters
Katharina Schwarzmaier
Rosalie Schlagheck
u.v.a.

Dreharbeiten zu „Watzmann ermittelt“ – Mord und Totschlag vor prachtvoller Bergkulisse Bericht BR Fernsehen vom 12.09.2019

© Gisela Schober/Getty Images
© Gisela Schober/Getty Images

Reichenhaller Tagblatt 13.09.2019

Berchtesgadener Anzeiger, 13.09.2019

 

Be-Outdoor: Watzmann ermittelt – Neue Drehaufnahmen – Neue Fälle – Neue Kollegen – Neue Staffel

Bergland24: AM SET VON „WATZMANN ERMITTELT“ – Marie Theres Kroetz-Relin: „Wegen des bisserl Sex kommt mir kein Mann ins Haus“

September 2019

Wasserburger Stimme

Integration ist mir zu wenig …

Kino für Frauen aller Kulturen: Gelungener Auftakt zum bunten Miteinander

„Die Wasserburger Frauen sind super!”, freute sich Initiatorin Marie Theres Kroetz Relin zusammen mit Wali Köbinger, die das „Kino Frauen aller Kulturen“ ins Kino Utopia holte. Über 50 Besucherinnen kamen, trotz Ferienzeit, darunter auch Patin Christine Deliano, die sich überrascht von der Geschichte der schönen Belle und dem Biest zeigte. „Das war mindestens so spannend wie ein Edgar Wallace”, sagte sie sichtlich beeindruckt.

Foto oben (von links): Patin Christine Deliano, Grafikerin Monika Huber, Wali Köbinger vom Kino Utopia und Initiatorin Marie Theres Kroetz Relin.

Heike Maas vom Selbsthelfer Verein brachte allein 13 Frauen und Kinder mit und lobte das ehrenamtliche Projekt. Kroetz Relin erschien im Dirndl als Hinweis auf den nächsten Film am 7. Oktober: Die Verfilmung von Johanna Spyris Klassiker „Heidi“, mit dem kürzlich verstorbenen Bruno Ganz in der Rolle des Großvaters. Die Grafikerin Monika Huber hat es sich zur Aufgabe gemacht, jeden Monat mit einer Frau aus unterschiedlichen Nationen das Plakat zu illustrieren.

„Integration ist mir zu wenig”, sagt Marie Theres, „Inklusion ist mein Ziel. Wenn wir uns emotional gegenseitig wahrnehmen, wächst die Chance zur gesellschaftlichen Veränderung. Ich glaub’ in dieser Stadt ist das möglich.”

Ein gelungener Auftakt zum bunten Miteinander.

Das nächste Kino Frauen aller Kulturen findet am Montag, 7. Oktober, wieder um 16 Uhr statt.

Erschienen in Wasserburger Stimme am 04.09.2019, alle Fotos © Rebekka Bönisch

 

August 2019


Wasserburger Zeitung am 30. August 2019

„Kino Frauen aller Kulturen“ in Wasserburg geht weiter

Wasserburg – Für ihr „Kino Frauen aller Kulturen“ gab es 2018 den Integrationspreis der Regierung von Oberbayern.

Jetzt setzt die Initiatorin, die Wasserburger Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz Relin, ihre Film-Reihe in Wasserburg fort. Am Montag, 2. September, haben Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten freien Eintritt im „Utopia“. Treffpunkt ist um 16 Uhr, Filmbeginn um 16.30 Uhr. Gezeigt wird die Geschichte einer romantischen Liebe der schönen „Belle“ zu einer Bestie.

Damit das Treffen von Frauen verschiedener Kulturen mit gemeinsamem Filmgenuss möglich ist, übernimmt jeweils ein Sponsoringpartner die Patenschaft für den Filmabend. Diesmal ist es die Backstube und Kaffeerösterei Deliano. Weitere Paten für den Filmnachmittag, der immer am ersten Montag eines Monats im Kino Utopia stattfindet, sind die Marienapotheke, die Schranne und das Innkaufhaus.

Marie Theres Kroetz Relin sucht außerdem noch Paten, die das Sponsoring für eine Vorstellung übernehmen. Sie ermöglichen freien Eintritt für Frauen sowie ihre Kinder und – wie es sich für einen Kinoabend gehört – kostenlos Popcorn oder ein Getränk.

Gemeinsam einen Film schauen, sich austauschen und sich kennenlernen: Das möchte Marie Theres Kroetz Relin mit ihrem Angebot zur Begegnung im Kinosessel erreichen. duc

Wasserburger Stimme am 29. August 2019:

 

Zusammen sein im Frauen-Kino!

 

Am kommenden Montag, 2. September, ist er –  der Auftakt zum neuen Projekt von Marie Theres Kroetz Relin in Wasserburg: Die „Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationen“ sind nun an jedem ersten Montag im Monat herzlichst eingeladen – dank der Kooperation mit Rainer Gottwald vom Kino Utopia nun auch in Wasserburg, der neuen, alten Heimat der bekannten Schauspielerin, Autorin und Journalistin. Und zwar um kostenlos für einige Zeit alle Differenzen vergessen zu können und im „Frauenkino“ unbeschwert einen Film genießen und miteinander lachen zu können.

Auch die Kinder sind dabei herzlichst willkommen. Zum Start am Montag um 16 Uhr im Wasserburger Utopia wird die romantische Liebe der schönen Belle zu einer Bestie gezeigt (Filminhalt des Märchens siehe weiter unten).

Das Besondere: Stets wird ein Wasserburger Geschäft oder eine Wasserburger Institution Pate des Nachmittags sein. Diesmal ist es die Familie Deliano mit ihrer Backstube und Kaffeerösterei in der Hofstatt.

„Andere gehen auf die Straße – wir gehen ins Kino”: Sie ist voller Pläne für ihre Heimatstadt Wasserburg, in die sie zurückgekehrt ist: Marie Theres Kroetz Relin liebt es, mit Projekten die Menschen wachzurütteln und sie zu einer Gemeinschaft zusammen zu führen (wir berichteten bereits ausführlich).

Das möchte sie auch mit ihrem interkulturellen Kino-Projekt für Frauen, das nun am kommenden Montag beginnt.

Der Eintritt ist frei – dank der Paten gibt es Popcorn oder ein Getränk dazu.

Herzlichst eingeladen sind alle Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten mit ihren Kindern!

August 2019

 

Lustbarkeit Nr. 2 – Musikalischer Sonnenschein

Unter dem Motto „Let the sunshine in“ bezauberte die Sängerin Andrea Merlau mit ihrer Interpretation großer Musiklegenden am Mittwoch Abend das Wasserburger Publikum. Mit wunderbaren Tempre gab sie Songs wie „Knockin’ on heaven’s door“, „All that Jazz“ oder „May way“ zum Besten. Die Zuschauer stimmten in die Lieder ein und genossen in der Abendsonne, die außergewöhnlichen Show.

Die Reihe LUSTBARKEIT wir am Samstag den 7. September um 14 Uhr sportlich fortgesetzt: Mestre Pé de Chumbo aus Bahia und Trenel Manuela P.Dias laden ein- als Vorgeschmack zu ihrem Workshop – den brasilianischer Kampftanz „Capoeira Angola“ live zu erleben.

 

 

Von links nach rechts: Marie Theres Kroetz Relin (Konzept, Presse & Marketing), SängerinAndrea Merlau und die Veranstalter Edna Kleber Belizário und Christoph Kleber.

ALLE FOTOS © Rebekka Bönisch 

Weitere Infos:

GRÜNKUNFT

Elisia Wolf Gomes

Andrea Merlau

Capoeira Wasserburg am Inn

 

 

August 2019

Wasserburger Zeitung – Brasilianische

Lebensfreude auf dem Laufsteg

 

Wer vergangenen Samstag gegen 14 Uhr unter den Arkaden schlenderte, wurde von heißen Rhythmen, rotem Teppich, Nebel und fliegenden Rosenblättern überrascht: Die Sommer Edition LUSTBARKEIT startete mit einer Modenschau der anderen Art. „Im Winter, wo es kalt ist, habe ich begonnen zu häkeln,“ erzählte Designerin Elisia Wolf Gomes mit brasilianischer Färbung in der Stimme „in Wasserburg ist der Winter lang und ich hab sehr viel gehäkelt!“ lacht sie, schmeißt den Kopf in den Nacken und präsentierte mit Leidenschaft und Samba-Schritt ihre außergewöhnliche Häkelkollektion. Mindestens so aufsehenerregend wie ihre Kleider, waren auch ihre Models: Die italienische Künstlerin Inés Perlo Barras schlüpfte mit jedem Kleid in eine andere Rolle und demonstrierte zeitlose Schönheit im Alter. Wie sexy weibliche Rundungen sein können lebte einem die deutsche Rebecca Englisch vor und als weiterer Höhepunkt begeisterte das bildhübsche Queer Model Gisele Sempaio die zahlreichen Zuschauer. Eine etwas ältere Wasserburgerin ließ sich von der Musik und den Damen derart mitreißen, dass sie gar nicht anders konnte, als selbst auf den Laufsteg zu springen und mitzutanzen.

Die Designer-Kleider von Elisia Wolf Gomes sind bei GRÜNKUNFT ausgestellt.

Am Mittwoch, den 28. August wird um 18 Uhr die Reihe LUSTBARKEIT mit einem weiteren Glanzlicht fortgesetzt: Andrea Merlau, die Sängerin aus der Färbergasse, wird Musiklegenden von Maria Callas über Andrew Lloyd Webber zu Bob Dylan, Frank Sinatra, Doris Day mit Klavier und Gesang neu interpretieren.

Lebensfreude pur unter den Arkaden – nachhaltig!

 

© Marie Theres Kroetz Relin, erschienen in der Wasserburger Zeitung / OVB Heimatzeitung am 27. August 2019 – alle Fotos © Rebekka Bönisch 

 

Weitere Infos:

GRÜNKUNFT

Elisia Wolf Gomes

Andrea Merlau

 

 

 

 

August 2019

 

OVB – Wasserburg ehrt Weltstar Maria Schell

Maria Schell mit ihrer Tochter Marie Theres, ein Bild von der in Pfaffing lebenden Starfotografin Ingeborg Bock-Schroeder.© youneedibs.de

Sie war eine der wenigen deutschsprachigen Weltstars mit Erfolgen in Hollywood – und Wasserburgerin: Maria Schell lebte hier drei Jahrzehnte in einer Villa in Heberthal. Viele ältere Bürger erinnern sich noch gut an die Schauspielerin, die sogar Weltstars wie Liz Taylor nach Wasserburg holte.

Wasserburg – Vor einem Jahr ist Maria Schells Tochter Marie Theres Kroetz Relin in ihre Geburtsstadt zurückgekehrt. Dass Wasserburg ihre Mutter jetzt mit der ersten Maria-Schell-Straße in Deutschland ehrt, freut sie sehr. Die „berühmte“ Straße erschließt das neue Baugebiet in Reitmehring „Südlich der Schmiedwiese“ und wird gerade gebaut.

DREI JAHRZEHNTE IN DER HOLLYWOOD-VILLA

Für Marie Theres Kroetz Relin, selber Schauspielerin, ist es eine späte Genugtuung, dass ihrer Mutter in Wasserburg diese Ehre zuteil kommt. Denn in Deutschland ist Maria Schell, die 1954 Marilyn Monroe die Hauptrolle in „Die Brüder Karamasow“ wegschnappte, mit dem Film „Gervaise“ für den Oscar nominiert und bei den Filmfestspielen in Cannes 1954 als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde, etwas in Vergessenheit geraten.

Dass der Mythos ihrer Mutter schon zu Lebzeiten bröckelte, mag an der Tatsache liegen, dass Schell zehn Jahre lang bis zu ihrem Tod im Jahr 2005 bettlägerig war, folgert die Tochter. Ihr Onkel Maximilian, ebenfalls ein Weltstart, thematisierte ihre Erkrankung in seinem Dokumentarfilm „Meine Schwester Maria“. Marie Theres Kroetz Relin findet bis heute, dass dieser Film der Mutter geschadet hat. Maria Schell war, so die Tochter, manisch-depressiv – eine „Erkrankung, die einer Naturgewalt gleicht“ und 16 kleine Schlaganfälle ausgelöst habe, die sie jahrelang ans Bett gefesselt hätten.

Holt die Stars in die Kinos der Region 18: Marie Theres Kroetz Relin (Zweite von rechts), hier mit Kinobetreiber Christoph Loster (Stadtkino Trostberg), Katja Ebstein sowie Regisseur Hans Steinbichler (rechts), der den letzten Film mit Hannelore Elsner („Hannes“) gedreht hat. © Region18.de

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Anfang der 1990er Jahre zog Maria Schell aus der „Hollywood-Villa“, wie das Wasserburger Haus im Volksmund genannte wurde, aus. 1962 war hier Sohn Oliver geboren worden. Nach der Scheidung von dessen Vater, dem Regisseur Horst Hächler, heiratete Maria Schell Regisseur Veit Relin – eine Ehe, aus der Marie Theres Kroetz Relin stammt. Auch diese Beziehung scheiterte.

„MEINE MUTTER WAR GERNE EIN WELTSTAR“

Das Leben von Maria Schell war glamourös und schwer zugleich. Erkrankungen und Schicksalsschläge gehörten ebenso dazu wie große Erfolge im Film und Fernsehen sowie auf der Bühne. Auch die Tochter erlebte die zwei Seiten der Maria Schell, eine gebürtige Schweizerin und Österreicherin. Zeigte sie sich in Wasserburg, bildeten sich oft Menschentrauben um die Berühmtheit. In den 1950er Jahren wurde Maria Schell von ihren Fans geradezu hysterisch verehrt. „Meine Mutter war gerne ein Weltstar. Sie war zu jedem nett, selbst zu den schlimmsten Autogrammjägern“, erzählt die Tochter. „Mami, Du kennst aber viele Menschen“, sagte die Dreijährige zu ihr einmal bewundernd, nachdem beim Spaziergang mit der Mutter Menschen aus einem Bus angestürmt kamen, um ihr ehrfürchtig die Hand zu schütteln.

LIZ TAYLOR EINEN TOTEN FISCH INS BETT GELEGT

In der Wasserburger Villa gingen die Prominenten ein und aus – für Marie Theres Kroetz Relin ein ganz normaler Vorgang. Sie erinnert sich noch daran, dass Liz Taylor in Wasserburg zu Besuch war – und die Mama ihr aus Spaß einen toten Fisch ins Bett legte. „Liz hat vor Schreck laut gekreischt“, berichtet die Tochter lachend. In Frankreich war ihre Mutter die „Grande Maria Schell“, in Hollywood, wo sie mit den ganz Großen wie Gary Cooper und Yul Brynner drehte, ebenfalls ein Star. Das blieb sie auch, selbst als sie sich aus der Öffentlichkeit zurückzog.

Maria Schell und O. W. Fischer während den Dreharbeiten zum Film „Das Riesenrad“ 1961. Georg Göbel/dpa © dpa

AUS DER BERÜHMTHEIT WURDE DAS „SEELCHEN“

In Deutschland allerdings wurde aus der Weltberühmtheit in ihren letzten Jahren „das Seelchen“. Ob die Fernsehserie „Die glückliche Familie“ (gezeigt von 1987 bis 1991), in der sie eine stets fröhliche Mutter darstellte, eine Rolle gespielt hat? Die Tochter weiß es nicht. Sie stellt nur fest, dass aus der großen Schauspielerin verniedlichend das Seelchen wurde und die großen Erfolge ihrer Mutter hinter der Person, die in den letzten zehn Jahren schwer erkrankt war, zurücktraten.

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Die Straßenbenennung nach Maria Schell – eine Idee von Bürgermeister Michael Kölbl, einstimmig befürwortet vom Stadtrat – sieht die Tochter deshalb auch als Chance, dem Weltstar eine Retrospektive zu widmen. Im Rahmen ihres Kinoprojektes „Region 18“, das Stars in vier Programmkinos der Region holt, möchte Marie Theres Kroetz Relin auch die großen Filme ihrer Mutter zeigen.

Dazu gehören „Die letzte Brücke“ (1954), „Die Ratten“ (1955), „Gervaise“ (1956) ebenso wie „Der Besuch der alten Dame“ (1982) oder „1919,“ ein Film, der in Deutschland noch nie gezeigt wurde. Indem sie auswählt, was nach ihrer Meinung am besten das Lebenswerk ihrer Mutter charakterisiert, erzählt Marie Theres Kroetz Relin nicht nur viel über Maria Schell, sondern auch über sich.

DIE TOCHTER HOLT DIE STARS NACH WASSERBURG

Das ist das Grundprinzip ihrer Filmreihe „Region 18“. Sie legt Stars wie Autor, Produzent und Moderator Hubertus Meyer-Burckhardt, der am 30. Januar ins Utopia nach Wasserburg kommt, oder Promi-Fotografin Ingeborg Bock-Schroeder, Sängerin Katja Ebstein, Regisseur Hans Steinbichler und Dramatiker sowie Schauspieler Franz Xaver Kroetz in vier Programmkinos in Wasserburg, Trostberg, Prien und Bad Reichenhall den roten Teppich aus – und lässt sie ihre Lieblingsfilme präsentieren. Das müssen nicht die eigenen, sondern können auch Werke anderer Regisseure oder Schauspieler sein.

MARIE THERES KROETZ RELIN DREHT „WATZMANN ERMITTELT“

Die Tochter von Maria Schell steht übrigens selber immer wieder vor der Kamera: Aktuell beim Krimi „Watzmann ermittelt“, bei dem sie eine Wirtin darstellt und an der Seite von Andreas Giebel dreht. Sie schaut der Mutter, deren strahlende Augen sie geerbt hat, sehr ähnlich – und ist doch ganz anders: Marie Theres Kroetz Relin ist keine Diva, sie ist bodenständig, mit Leidenschaft bei der Sache, wenn es um ihre Projekte geht, jedoch ohne jegliche Starallüren.

Als Tochter einer Weltberühmtheit hatte sie es auch in Wasserburg, wo sie am Gymnasium zur Schule ging, nicht leicht. Sie heiratete jung, mit 21, gab für eine weitere Berühmtheit, den Dichter Franz Xaver Kroetz, eine vielversprechende Schauspielkarriere auf, wurde Mutter von drei Kindern – und ist jetzt mit 53 viel beschäftigte Schauspielerin, Autorin, Journalistin, PR-Frau, Kinoexpertin, Projektmanagerin – und vor allem auch: Oma sowie leidenschaftliche Wasserburgerin. Selber ganz ohne Starattitüde, holt sie lieber für ihr Kinoprojekt „Region 18“ die Stars aufs Land und in die Stadt – und schreibt ein Büchlein über die Mutter, die hier ein Star war. Dafür sucht Marie Theres Kroetz Relin Zeitzeugen aus Wasserburg, die sich noch an Maria Schell erinnern können.

ZEITZEUGEN GESUCHT

Marie Theres Kroetz Relin sucht Zeitzeugen aus Wasserburg, die sich noch an ihre Mutter erinnern können. Aus ihren Erzählungen, untermalt mit Bildern, möchte sie ein Buch zur Wasserburgerin Maria Schell herausgeben. Leser der Wassserburger Zeitung, die einen Beitrag liefern möchten, schreiben an redaktion@wasserburger-zeitung.de. Wir leiten die Beiträge an Maria Schells Tochter weiter.

 

August 2019

Wer derzeit ins KINO UTOPIA in Wasserburg oder ins STADTKINO TROSTBERG geht, dem ist wahrscheinlich auch nicht der neue frische GRÜNKUNFT– Spot powered by BRÜCKENSCHULE Trostberg entgangen: FRAUEN ALLER KULTUREN versuchen sich im Wort „Grünkunft“.

Ein Zufall?

Nein, gute Ideen powern sich gegenseitig! (Und ich helfe etwas nach :-))

Wir wollen mit Kreativität wachrütteln und darum an alle eine herzliche Einladung zu LUSTBARKEIT, der neuen Kult-Reihe nachhaltiger Lebensfreude vor dem Laden auf der Grünfläche.  

 

Drei Termine, drei Powerfrauen!

Die Tanzende, die Singende und die Kämpfende.

 

„FLOR ATLÂNTICA“  – Modenschau mit Rhythmus 

Samstag, 24. August 2019 – 14:00 Uhr 

Den Anfang macht die afro-brasilianische und Kulturschaffende Elisia Gomes Wolf. Sie präsentiert ihre aktuelle Kollektion Schmuck‑ und Kleiderkollektion „Flor Atlântica“ mit internationalen Models.

„MUSIKLEGENDEN – In neuer Interpretation“  

Mittwoch, 28. August 2019 – 18:00 Uhr

„Musik als Sprache der Seele!“ – Weiter geht es mit der Sängerin und Musiktherapeutin Andrea MerlauSie wird MUSIKLEGENDEN von Maria Callas über Andrew Lloyd Webber zu Bob Dylan, Frank Sinatra, Doris Day, mit Klavier und Gesang  interpretieren.

„CAPOEIRA ANGOLA“  – Tänzerische brasilianische Kampfkunst

Samstag, 7. September – 14:00 Uhr

Capoeira, die tänzerische Kampfkunst aus Brasilien kennt man, aber was ist Capoeira Angola? Mit Mestre Pé de Chumbo aus Bahia (Brasilien) und Trenel Manuela P. Dias lernen Sie die musikalische Seite der Capoeira und mehr über diese vielseitige Kultur!

 

 

 

 

Idee & Konzept für Grünkunft: Marie Theres Kroetz Relin 2019


August 2019

Zwei „Canarios“ im Chiemgau

Ein Gespräch zwischen Marie Theres Kroetz Relin, die seit 23 Jahren auf Teneriffa lebt und dem Filmemacher Stefan Erdmann


© erdmannfilm.de

Marie Theres:

Ich kann mich gut erinnern, als Du – ich glaube im Dezember 2017 – plötzlich vor meiner Tür warst – barfuß! – bei gefühlten 15 Grad. Ich hatte Dich im Sommer beim Open Air auf der Baumburg kennengelernt und hab Dir – wie immer großzügig – meine Hilfe angeboten, Dir auf Teneriffa bei Fragen zur Seite zu stehen. Ich dachte natürlich nicht, dass Du tatsächlich kommst und peng – schon warst Du da.

Stefan (lacht):

Ich geb’ zu ich wirkte vielleicht etwas verwahrlost, da ich die letzten Nächte im Auto am Fuße des Teides verbracht hatte. Bei null Grad.

Marie Theres:

Ja, ich hatte Mitleid mit Dir. Ursprünglich bist Du gekommen für eine Übersetzung, oder? Ich kannte Dich ja nicht und einen fremden Mann ins Haus zu lassen, tja, so dachte ich an Plan B, mit Dir was Essen zu gehen. Sahst ja eh recht hungrig aus!

Stefan:

Du hast mich in einheimisches Lokal in den Bergen gebracht und wir haben lecker Tintenfisch gegessen. Beim Essen merkt man ja schnell ob die Chemie passt.

Marie Theres:

Ja, dann warst Du mir nicht mehr ganz so unheimlich – als Waldwurz. (lacht) Und so beschloss ich Dir mein Terrain zu zeigen.

Stefan:

Durch die Bananenplantagen, über Stock und Stein, über die raue Lava hinweg, hast Du mich gescheucht! Nicht zu vergessen: Du wie ein junges Reh voraus (lacht), und ich wie ein Packesel mit der 15 Kilo schweren Kamera, Rucksack & Co. schwitzend hinter Dir.

Marie Theres:

Merci für das Reh, das schmeichelt.

Stefan:

Aber jeder Schritt hat sich gelohnt, der Platz den Du mir gezeigt hast war außergewöhnlich! Ich bin übrigens noch viele Male dort gewesen um die impulsive Kraft des Atlantiks einzufangen. Und nach dem sechsten oder siebten Mal war ich genau zur richtigen Zeit dort, es war atemberaubend.

Marie Theres:

Ja, das weiß ich, Du hast mir bei jedem Besuch eine Visitenkarte unter der Tür durchgeschoben. Und wenn ich wieder heimkam, musste ich schmunzeln und dachte, aha, der schon wieder.
Aber dann kam ja eigentlich der Knüller: Du hast mich gefragt, ob Du bei mir duschen kannst!

Stefan:

Und die Einladung hab ich natürlich gerne angenommen.

Marie Theres (lacht):

Ja und als nächstes wolltest Du dann nur kurz ins Internet. Dann gingen wir etwas einkaufen und dann hab ich Dich nicht mehr losgebracht.

Stefan (lacht):

Ich war froh endlich mal nicht im Auto zu wohnen, und es war ein sehr amüsanter Abend. Und wir haben viel über die Kanaren und Teneriffa geredet!

Marie Theres:

Ich liebe diese Insel und ihre Menschen.

Stefan:

Ja, die Canarios sind besonders herzliche Menschen, die vollkommen offen jedem Fremden entgegentreten. Sie sind gemütliche Artgenossen, die ihre Fiestas, den Vino, Comida und Playa gepaart mit viel Tradition pflegen. Ich war mit meinen Kameras bei so vielen Festen dabei und jedesmal wurde ich herzlich aufgenommen.

Marie Theres:

Aber der Alltag auf einer Insel kann durchaus auch bedrückend sein. Der ewig weite Horizont setzt zeitgleich eine unüberwindbare Grenze. Und vielleicht ist genau diese Diskrepanz ausschlaggebend dafür, dass Kreativität und Ideenreichtum blühen?

Stefan:

Jede, der acht kanarischen Insel, hat so viel Unterschiedliches zu bieten. Ich bin so froh, dass ich diese Symbiose aus Natur- und Kulturlandschaften währenden meiner Dreharbeiten intensiv kennenlernen durfte. Wenn ich live darüber zum Film erzähle, erlebe ich all die Momente wieder. Sowohl die atemberaubenden in der Natur wie auch die herzlichen und stets amüsanten Begegnungen mit den Canarios. Und die Begegnung mit Dir bleibt auch unvergessen.

Marie Theres:

So merkwürdig es klingen mag, jedes Mal, wenn ich auf Teneriffa Besuch erhalte, stellt sich nach kurzer Zeit heraus, ob dies „echte“ Freunde sind oder nicht. Irgendwie lockt diese Insel das Innenleben des Besuchers heraus und fordert ihn auf, die Hektik der westlichen Welt loszulassen, die Augen zu öffnen, sich neu zu entdecken oder sich gänzlich zu verschließen.
Bei Dir bin ich mir sicher, dass du das Lebensgefühl der Inseln verstanden hast: Für mich bis Du bist ein Chiemgauer aus kanarischem Holz geschnitzt (lacht).

 

© erdmannfilm.de

Am Mittwoch den 7. 8. 2019 um 21 Uhr (Einlass 19 Uhr) präsentiert Stefan Erdmann live im Open Air Kino Kloster Baumburg seinen Film Kanaren 27° 29° N – Acht Inseln – Acht Welten.

Marie Theres Kroetz Relin und Stefan Erdmann werden sich vor dem Film kurz über die Kanaren unterhalten und Publikumsfragen beantworten.

 

August 2019

Cinearte: Der berufliche Selbstmord der Frauen

Der Branche gehen die Arbeitskräfte aus. Dass liegt nicht nur daran, dass mehr gedreht wird. Einige kehren der Branche einfach den Rücken. Warum? Ein Erfahrungsbericht mit Vorschlägen.

 

Text: Josephine Kroetz

 

Ich bin jetzt seit über 10 Jahren beim Film. Ich habe mit 17 mein erstes Praktikum gemacht und wusste sofort, da will ich hin. Die Mischung zwischen laufender Baustelle und Kunst, der Rhythmus, der Typ Mensch, der sich für den Beruf entscheidet, das traf alles meinen Geschmack. Man verdient subjektiv betrachtet nicht schlecht, kann im Winter ein paar Wochen wegfahren ohne zu befürchten den Job zu verlieren und es ist äußerst vielfältig und abwechslungsreich. Aber der Schein trügt und nicht zu knapp. Vielleicht war ich noch zu jung, um das endlose Spiel zu durchschauen. Vielleicht habe ich mich auch von den unzähligen Wichtigtuern blenden lassen. Den Weitblick hatte ich auf jeden Fall nicht und jetzt stehe ich da ohne Ausbildung, ohne Abschluss, mit einer Berufsbezeichnung die man „Set-Aufnahmeleitung“ nennt und mit der ich woanders nichts anfangen kann.

 

Meine berufliche Hinrichtung fand allerdings erst statt, als ich Mutter wurde. Es fing schon damit an, dass mir die Elternzeit durch die Agentur für Arbeit nicht anerkannt wurde, weil ich nicht „unmittelbar vor dem Mutterschutz“ sozialversicherungspflichtig war. Zwischen dem Zeitkonto und dem Mutterschutz lagen etwa zwei Wochen. Ich stand also da mit einem einjährigen Kind, ohne Anspruch auf Arbeitslosengeld. Der Gedanke, wieder in den Job einzusteigen als wäre nichts gewesen war absurd: tariflich festgelegte 13-Stunden-Tage (2016), Reisebereitschaft, Bereitschaft zur Arbeit an Wochenenden und Feiertagen sowie Nachtarbeit, kurzfristige und absolute Verfügbarkeit. Das mag alles machbar sein, wenn man ungebunden ist, aber mit Kindern ist das unmöglich.

 

Jetzt wird der eine oder andere Kinderlose in der Runde laut aufschreien und den Einwand der Kinderbetreuung kundtun. Danke dafür, als würden wir Eltern nicht selbst auf den Gedanken kommen. Aber auch Kindermädchen möchte gerne feste Zeiten haben, daher ist es gar nicht so einfach jemanden zu finden, der tatsächlich bereit ist, die gleichen miserablen Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, die wir Tag täglich über uns ergehen lassen. Und wenn man doch jemanden findet, dann will derjenige das natürlich dementsprechend entlohnt kriegen und wenn du dir das alles hundert Mal hin und her gerechnet hast, dann kommt unterm Strich heraus, dass du netto auf das gleiche Geld kommst, wenn du einen Mini-Job machst und dein Kind selbst betreust.

Deshalb kann ich mich für die aktuellen Gleichberechtigungs- und Quotendebatten nur wenig begeistern, denn sie verfehlen alle grundsätzlich unser gesellschaftliches Hauptproblem. Es gibt kaum Frauen in hohen, führenden Positionen beim Film (sowie in anderen Branchen) weil wir Kinder kriegen und danach gibt es für uns keinen Platz mehr! Dann sind wir raus! Entweder lebst du wie ein Mann oder du kannst deine Karriere vergessen, das ist das Fazit!

Es wäre denkbar einfach, Teilzeitarbeit beim Film einzuführen, die Arbeitgeber würden sogar davon profitieren. Sie hätten frische, motivierte Arbeitnehmer die 5-6 Stunden am Tag Höchstleistung erbringen. Es würde dem Fachkräftemangel entgegenwirken, es würde Rückkehrer geben und alle könnten sich ein Fairtrade-Bapperl auf ihre Produktionen kleben. Man könnte sich logistisch völlig neu organisieren. Ich beispielsweise würde mir den Job mit meiner langjährigen Kollegin teilen, die mittlerweile auch Kinder hat. Dadurch wären wir nicht auf Kita-Öffnungszeiten angewiesen, sondern würden die Kinder gegenseitig übernehmen.

Nun sprechen wir hier immer nur von Müttern, tatsächlich gibt es aber auch viele Väter, die so einem Modell nicht abgeneigt wären. Würde man also noch einen Schritt weiter gehen und abteilungsübergreifend arbeiten, könnte ich mich beispielsweise direkt mit meinem Mann abwechseln und der Arbeitgeber hätte somit sowohl eine Früh- wie auch eine Spätschicht abgedeckt.

Ich meine, man könnte es natürlich auch ganz einfach machen indem man die große Lüge der Drei-Stunden-Bereitschaft aus unserem Tarifvertrag streicht und Drehtage grundsätzlich auf 8 Stunden begrenzt. Aber das ist zu einfach.

Konzentrieren wir uns doch auf die Frage, warum es so ein Modell in unserer Branche nicht gibt. Richtig, es hat mit Kosten zu tun. Aber über welche Kosten sprechen wir da eigentlich? Wir sprechen über Sozialabgaben. Der Arbeitgeber müsste zwei Personen statt einer sozialversichern, und das ist es ihm nicht wert.

Letzten Sonntag kam ich nach einer 6-Tageswoche nach Hause und sagt zu meiner 4-jährigen Tochter: „Morgen hat die Mama frei.“

„Das ist gut“, antwortet sie „immer wenn du arbeitest, denke ich Du bist gestorben“.

 

© Josephine Kroetz, erschienen in CINEARTE 454 / 1. August 2019 – crew-united.com


Juli 2019

Wasserburger Zeitung – Gelungene Hommage an Hannelore Elsner


GELUNGENE HOMMAGE AN HANNELORE ELSNER

Erfolgreiche Kooperation: (von links) Christoph Loster, Betreiber des Trostberger Stadtkinos, Sängerin Katja Ebstein, Organisatorin Marie Theres Kroetz-Relin und Regisseur Hans Steinbichler.

Wasserburg – Erfolgreicher Start für die neue Kinokulturreihe der Schauspielerin und Autorin Marie Theres Kroetz-Relin.

Unter dem Motto „Region18 – Wir holen die Stars aufs Land“ wurde in Wasserburg und Trostberg eine Hommage für die im April verstorbene Schauspielerin Hannelore Elsner gezeigt. Neben den beiden Regisseuren Hans Steinbichler und Andreas Gruberkamen auch die Fotografin Ingeborg Bock-Schroeder und – als Überraschungsgast – die Sängerin Katja Ebstein.

Hans Steinbichler hatte eigens den Schneideraum verlassen, wo er auf Hochtouren seinen neuen Film „Hannes“ nach dem Roman von Rita Falk fertigstellt. „Hannes“ ist der letzte Kinofilm, an dem Hannelore Elsner mitwirkte. Steinbichler berichtete auch von den Dreharbeiten zu „Das Blaue vom Himmel“, den er 2011 mit Elsner gedreht hat. „Hannelore hatte keine Lust, eine Alzheimerkranke zu spielen und als sie ihren Tod mimen sollte, kam sie in der Früh ans Set und fragte ‚Muss ich sterben? – Kann man nicht ein anderes Ende machen?“

Mit dem österreichischen Regisseur Andreas Gruber hat Hannelore Elsner „Hannas schlafende Hunde“ gedreht. Dabei weigerte sie sich zunächst, eine Großmutter zu spielen. Als sie aber merkte, dass er sich in Burghausen auskannte und viel über ihre Heimatstadt wusste, habe er doch ihr Herz gewonnen, wie Gruber erzählte. Die Fotografin Ingeborg Bock-Schroeder berichtete von der jungen, damals noch unbekannten Hannelore: „Ich fotografierte mit dem Bauch und bekam die Seele. Wenn man einen Menschen liebt, kommt es rüber. Porträt ist ein Bruchteil einer Sekunde.“ Aus dem spontanen Fotoshooting am Strand in Italien wurde gleich ein Stern-Titel. Zu später Stunde kam als Überraschungsgast Katja Ebstein. Sie alle werden – ebenso wie Hubertus Meyer-Burckhardt, der am 30. Januar kommt – erneut Gäste des flexiblen Baukastenfilmfests sein, das sich Marie Theres Kroetz-Relin ausgedacht hat. Zugesagt hat auch Franz Xaver Kroetz. Zum Stadtkino Trostberg und dem Wasserburger Kino Utopiakommen das Park-Kino Bad Reichenhall und Mikes Kino+Prien hinzu.

Das Stadtkino Trostberg zeigt zeigt heute, Mittwoch, um 20 Uhr „Das Blaue vom Himmel“ von Hans Steinbichler. Marie Theres Kroetz-Relin sitzt an der Kasse.

© OVB / Wasserburger Zeitung erschienen am 31.07.2109


26. JULI 2019

BERICHT EINER SCHWITZENDEN BAUKASTENFILMFESTLEITERIN UND WIE MIT EINER HOMMAGE FÜR HANNELORE ELSNER DER GRUNDSTEIN ZU „REGION18 – WIR HOLEN DIE STARS AUFS LAND“ – ZUSAMMEN MIT WUNDERBAREN MENSCHEN – GELEGT WURDE … FOLGT!


Juli 2019

REGION18 – WIR HOLEN DIE STARS AUFS LAND

DAS BAUKASTENFILMFEST

2 KINOS 4 FILME EIN STAR

HOMMAGE FÜR HANNELORE ELSNER 26. JULI 2019

 

NEWS

STARS

KINOS

REGION18

 

Juli 2019

Von Links nach Rechts: Klaus Steiner, MdL, Gudrun Brendl-Fischer, MdL, dahinter 1. Bürgermeister von Trostberg Karl Schleid, das Team der Brückenschule: Brigitte Bartl, Tanja Vierling, Marie Theres Kroetz Relin, Marianne Penn und Wali Köbinger vom Kino Utopia Wasserburg.

 © Geschäftsstelle der Bayerischen Integrationsbeauftragten

Frauenkino gibt der Integration Leichtigkeit

Bayerische Integrationsbeauftragte feiert Jubiläum ihres Amtes in Trostberg – Modell für ganz Bayern

 

Im Kreise von Frauen, die erfolgreiche Integration leben, feierte Gudrun Brendel-Fischer (Mitte) das Jubiläum "Zehn Jahre Bayerische Integrationsbeauftragte" (von links): mit der Afghanin Hasina, der ehrenamtlichen Lehrerin Tanja Vierling, der Gründerin der Brückenschule, Marianne Penn, der Gründerin des Frauenkinos und Brückenschul-Lehrerin, Marie Theres Kroetz-Relin und der Afghanin Sakina mit ihrer Tochter Kausal. −F.: Limmer

Im Kreise von Frauen, die erfolgreiche Integration leben, feierte Gudrun Brendel-Fischer (Mitte) das Jubiläum „Zehn Jahre Bayerische Integrationsbeauftragte“ (von links): mit der Afghanin Hasina, der ehrenamtlichen Lehrerin Tanja Vierling, der Gründerin der Brückenschule, Marianne Penn, der Gründerin des Frauenkinos und Brückenschul-Lehrerin, Marie Theres Kroetz-Relin und der Afghanin Sakina mit ihrer Tochter Kausal. −F.: Limmer

Trostberg. Das Kino für Frauen aller Kulturen, das Marie Theres Kroetz-Relin zusammen mit anderen Ehrenamtlichen der Brückenschule und dem Trostberger Kinobetreiber Christoph Loster vor knapp zwei Jahren ins Leben gerufen hatte, hat die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Gudrun Brendel-Fischer, derart begeistert, dass sie die offizielle Jubiläumsfeier „Zehn Jahre Bayerische Integrationsbeauftragte“ nach Trostberg verlegte. Am Montag spendierte sie einen Frauenkino-Nachmittag mit einem bunten Buffet und natürlich reichlich Popcorn.

„Integration ist keine Sache des Geldes, sondern des guten Willens“, betonte Kroetz-Relin. Denn für einen Frauenkino-Nachmittag benötige sie etwa 100 Euro an Spenden, die der Sozialfonds der Stadt oder andere Spender der Brückenschule bereit stellten. Das Kino stelle Loster unentgeltlich zur Verfügung, die Lizenzen für die Filme biete die Fachstelle „Medien und Kommunikation“ der Erzdiözese München und Freising an, und die Plakate sowie Flyer steuere der Copy-Shop Sauter gratis bei. Jeden letzten Montag im Monat findet das Frauenkino statt.

Auch in Wasserburg hat Kroetz-Relin jetzt ein Kino für Frauen aller Kulturen aufgezogen. Hier übernehmen Gewerbetreibende Patenschaften für einzelne Veranstaltungen.

Gudrun Brendel-Fischer, die das Frauenkino Trostberg bei der Verleihung des Integrationspreises im Februar dieses Jahres kennen gelernt hat, lobte die Zusammenarbeit der Ehrenamtlichen mit dem Kino mit dem Ziel der Integration und Inklusion als beispielgebend: „Wir wollen die Idee auch in andere Teile Bayerns tragen und würden uns freuen, wenn Frau Kroetz-Relin die Schirmherrschaft übernehmen würde.“
Instrument der sanften IntegrationDie Integrationsbeauftragte lobte das Frauenkino als Mittel der sanften Integration. Denn Wahrnehmungsänderungen – die Vorstufe zur gesellschaftlichen Eingliederung – bräuchten Zeit. Das Frauenkino sei ein Schonraum für Frauen, wo sie Dinge ansprechen können, die sie anderswo vielleicht verschweigen würden. „Auch wir in der Mehrheitsgesellschaft haben reine Frauenverbände“, betonte die CSU-Politikerin. Gerade in der Orientierungsphase sei es wichtig, niederschwellige Angebote zu haben, um sich in einer offeneren Gesellschaft zurechtzufinden.

Frauen nähmen eine Schlüsselrolle in der Erziehung der Kinder ein. Sie könnten Prozesse in Gang setzen, etwa bei der Frage: Wie sollen meine Töchter leben? „Im Zusammensein mit Frauen unserer Kultur bekommen die Frauen mehr Werte mit als durch Regeln von oben“, so Brendel-Fischer. Das Frauenkino sei handlungs- und erlebnisorientiert, und „es gibt der Integration Leichtigkeit“.

Beeindruckend bewiesen wurde das durch Gespräche mit drei Geflüchteten, zwei Frauen und einem Mädchen, auf der Bühne des Kinosaals. Hasina, so erklärte Marie Theres Kroetz-Relin, habe eigentlich den Impuls gegeben, weil sie den Wunsch nach einem Kino nur für Frauen geäußert habe. Die junge Frau berichtete auf deutsch, dass sie von den Lehrerinnen der Brückenschule auch schon das Radfahren und Schwimmen gelernt habe. Derzeit bereitet sie sich auf die Führerscheinprüfung vor. Die Afghanin Sakina schwärmte: „Trostberg ist eine schöne Stadt mit netten Leuten.“ Sie bedankte sich bei allen Trostbergern, bei Bürgermeister Karl Schleid, der ebenfalls zur Feier gekommen war, und bei den Lehrerinnen der Brückeschule, wo sie auch einen Deutschkurs nur für Frauen besucht. Auch ihre Tochter Kausal beeindruckte die Anwesenden. Sie spricht fließend deutsch und wird ab September das Gymnasium besuchen.
Ehrenamtliche sind die Helden des AlltagsIntegration sei ohne ehrenamtliches Engagement nicht denkbar, sagte die CSU-Politikerin – auch wenn das Ausbildungsangebot für Asylbewerber und Geduldete in Bayern Modellcharakter habe – mit den Berufsintegrationsklassen, in denen über zwei Jahre hinweg die Schüler mit einer Mischung aus Intensivkurs Deutsch und Berufsvorbereitung auf eine spätere Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet werden. „Die vielen Ehrenamtlichen sind die Helden unseres Alltags“, betonte Kroetz-Relin und hob besonders die Lehrer der Brückenschule Trostberg, die Helfer der Caritas-Kleiderkammer oder des Sozialkaufhauses der AWO hervor.

Die Integrationsbeauftragte pflichtete ihr bei und erklärte, dass die Bayerische Staatsregierung das Ehrenamt weiter stärken wolle, etwa durch das Anheben der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale. Auch die Finanzierung der Integrationslotsen zusammen mit den Landkreisen bedeute Unterstützung für die Ehrenamtlichen. Klaus Steiner, der heimische Landtagsabgeordnete und entwicklungspolitische Sprecher der CSU-Fraktion, wies auf die Sprachförderklassen im Landkreis Traunstein und die Berufsintegrationsklassen hin.

Marianne Penn, die zusammen mit Brigitte Bartl und Simone Ishaq die ehrenamtliche Brückenschule in Trostberg ins Leben gerufen hat, zeigte sich aber überzeugt, dass ohne Ehrenamtliche vieles gar nicht gelaufen wäre: „Wir haben die Verantwortung des Staates übernommen.“ Von den afghanischen Geflüchteten in Trostberg hätte jetzt kein einziger eine Ausbildung oder eine Arbeitsstelle, wenn sie nicht in der Brückenschule unterrichtet worden wären, mutmaßte Penn. Denn lediglich zwei junge Männer wären in einer der zwei Berufsintegrationsklassen in Traunstein aufgenommen worden. Jetzt sei es wichtig, die Menschen auch arbeiten zu lassen, wirkte sie auf die Integrationsbeauftragte ein. Brendel-Fischer räumte ein, dass man gerade für junge geflüchtete Männer noch mehr machen und mehr Menschen in Ausbildung und Arbeit bringen müsse.

Die CSU-Landtagsabgeordnete Brendel-Fischer, die vom Ministerrat zur Integrationsbeauftragten ernannt worden ist, sagte, gerade weil in Trostberg die Integration so gut laufe, wollte sie hier das Jubiläum feiern. Die Beauftragten der Staatsregierung sind zusätzliche Ansprechpartner für Bürger und entwickeln im Austausch mit den Staatsministerien Vorschläge, wie Probleme gelöst werden können. Sie sollen bei allen wichtigen Vorhaben der Staatsregierung angehört werden.

Profilbild

Lucia Frei

© Trostberger Tagblatt – Lucia Frei, erschienen am 24. Juli 2019

Juli 2019

Hoher Besuch zum Kino Frauen aller Kulturen im Stadtkino Trostberg!

Einladung zum 21. Kino

„Frauen aller Kulturen“

  

Montag, 22. Juli 2019

um 14 Uhr

(Filmbeginn: 15:30 Uhr)

 

Stadtkino Trostberg

 

Die Bayerische Integrationsbeauftragte

Gudrun Brendel-Fischer, MdL,

lädt anlässlich des Jubiläums

„10 Jahre Bayerische Integrationsbeauftragte“

herzlich alle Frauen aller Kulturen, Religionen und

Nationalitäten und ihre Kindern ein, zu:

 

 

* Der Eintritt ist frei! *

 

 

 

Juli 2019

Hebamme meets Hebamme

Drehstart LENA LORENZ – ZDF

Darsteller:

Judith HoerschEva Mattes, Fred Stillkrauth, Raban Bieling, Liane Forestieri, Pablo Sprungala, Sebastian Edtbauer, Michael Roll, Jens Atzorn, Thomas Limpinsel, Thomas Limpinsel, Kerstin Dietrich, Tom Kreß, Zeljka Preksavec, Nicolas Wolf, Derya Flechtner, Heio von Stetten, Judith Neumann, Aleksandar Radenkovic, Thomas Darchinger, Uwe Bohm, Marie Theres Kroetz Relin, Matthias Kupfer, Stefanie Japp u.v.a.

Casting: Stefany Pohlmann

 

Produktion: Ziegler Film GmbH & Co. KG

Produzenten: Barbara Thielen

Producer: Sebastian B. Voß

Herstellungsleitung: Marc Oliver Dreher

Produktionsleitung: Rainer Jeskulke

Regie: Britta Keils

Kamera: Till Müller

Szenenbild: Sebastian Krause

Kostümbild: Florian Noll

Maske: Antje Zobler & Franziska Hüchelheim

u.v.a.

© Foto Judith Hoersch. Till Müller, Judith Hoersch, Britta Keils

… mit Spaß bei der Sache im Berchtesgadener Land.

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© Foto Kroetz Relin. Judith Hoersch, Marie Theres Kroetz Relin, Britta Keils, Eva Mattes und Judith Neumann

 


Juli 2019

 

Region18 – Wir holen die Stars aufs Land

2 Kinos 5 Filme 1 Star

Am 26. Juli feiern wir den 77. Geburtstag von Hannelore Elsner im Kino Utopia, Wasserburg und im Stadtkino Trostberg.

Um Reservierung wird gebeten.

Weiter Infos unter www.region18.de, Kino Utopia und dem Stadtkino Trostberg.

Hier das Maxrixi zum blättern:


Juli 2019

Wasserburger Stimme

 

Sie packt an: Marie Theres Kroetz Relin!

„Andere gehen auf die Straße – wir gehen ins Kino”: Sie ist voller Pläne für ihre Heimatstadt Wasserburg, in die sie zurückgekehrt ist: Marie Theres Kroetz Relin (2. von links) liebt es, mit Projekten die Menschen wachzurütteln und sie zu einer Gemeinschaft zusammen zu führen. Das möchte sie auch mit ihrem interkulturellen Kino-Projekt für Frauen, das beim Nationenfest am Wochenende seinen schönen Auftakt unter freiem Himmel feierte (wir berichteten). Ab September wird man sich immer am ersten Montag des Monats um 16.30 Uhr im Wasserburger Utopia treffen und um 17 Uhr wird es dann einen Film geben – als Kino für die Frauen (und Kinder) aller Kulturen. Bei freiem Eintritt. Wir sprachen mit Marie Theres Kroetz Relin – Schauspielerin, Autorin und Journalistin und Tochter der 2005 verstorbenen, berühmten Schauspielerin Maria Schell und des Filmregisseurs Veit Relin …

Unser Foto zeigt vier Freundinnen – Bushra, die Wasserburgerin Marie Theres Kroetz Relin, Marianne Penn vom Orga-Team der Brückenschule Trostberg und Karima.

Ihre Augen strahlen, wenn sie von ihrer Herzens-Angelegenheit spricht: Marie Theres Kroetz Relin war die Befreiung der Frauen aus Rollen-Zwängen schon immer wichtig. Sie wurde sofort an ihrem Wohnort Trostberg aktiv, als die Flüchtlingskrise hereinbrach – sie wurde ehrenamtliche Lehrerin an der dortigen Brückenschule für Sprache, Gepflogenheiten, Lebensart. „Mütter sind die Basis unserer Gesellschaft. Ohne uns geht nichts. Weltweit.“ Leidenschaftlich ist Marie Theres eine Kämpferin für das vermeintlich schwache Geschlecht. Mit anderen engagierten Frauen in Trostberg – aber auch mit den Frauen aus Afghanistan, Bangladesch, dem Irak, Iran, Eritrea oder Somalia – spürte sie schnell, wie viel mehr die Frauen verbindet als trennt.

Sie möchte Engagement vorleben – als Mutter von drei Kindern möchte sie das vor allem auch der Jugend vorleben. Lethargie, Passivität, Unbweglichkeit – das drohe der Jugend in unserer doch ach so vernetzten Welt …

Die „Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationen“ sind nun ab September an jedem ersten Montag im Monat auch in Wasserburg, der neuen, alten Heimat der Schauspielerin eingeladen – kostenlos für einige Zeit alle Differenzen vergessen zu können und im „Frauenkino“ unbeschwert einen Film genießen und miteinander lachen zu können. Auch die Kinder sind dabei herzlichst willkommen.

Das Besondere in Wasserburg: Geschäfte werden für die Kino-Montage die Patenschaft übernehmen – dank der Organisation von Wali Köbinger vom Utopia-Kino. Darüber freut sich Marie Theres Kroetz Relin ganz besonders. Lässt es doch Wasserburg auch auf diesem Weg weiter nah und näher zusammenrücken.

Ein erster Blick auf das geplante Programm:

Nach der „Göttlichen Ordnung” am vergangenen Nationenfest wird am Montag, 2. September, der Auftakt im Kino in Wasserburg mit der Backstube Deliano als Pate sein, es folgt am Montag, 2. Oktober, die Marien-Apotheke als Pate, am Montag, 4. November, die Schranne und am Montag, 2. Dezember, das Innkaufhaus.

Region 18 – wir holen die Stars aufs Land. Das ist ein weiteres Projekt der Autorin Kroetz Relin, das noch in diesem Monta Juli – nämlich am Freitag, 26. Juli – in Wasserburg startet. In Kooperation mit dem Trostberger Kino, das gemeinsam mit Marie Theres auch das Frauen-Kino ins Leben gerufen hat. Seelenverwandte … Rainer Gottwald vom Wasserburger Kino Utopia und Christoph Loster vom Stadtkino Trostberg:

Zum Auftakt werden zwei Filme zur Erinnerung an Hannelore Elsner gezeigt – Marie Theres Kroetz Relin moderiert den Abend selbst. Der Sohn von Hannelore Elsner, Dominik, habe sein Kommen bereits zugesagt.

Man darf gespannt sein.

Auch der beliebte TV-Moderator, Filmproduzent und Buchautor Hubertus Meyer-Burckhardt werde nach Wasserburg kommen, sagt Marie Theres schmunzelnd und wieder mit diesem Strahlen in ihren Augen. Für den 30. Januar 2020 hat er schon fest zugesagt!

Und wenn jemand es finanziell möglich mache, dann wäre selbst Angelina Jolie kein Problem – ist sie doch das Patenkind von dem vor fünf Jahren verstorbenen Maximilian Schell, der Onkel von Marie Theres Kroetz Relin …

rd

Foto: Christine Limmer

© Renate Drax, Wasserburger Stimme, 02.07.2019


Juni 2019

Ja, mei, Glamour, roter Teppich, Blitzlichtgewitter, so war das damals, das gehörte dazu. Und sie hat sie alle gekannt, ob Romy Schneider, Faye Dunaway oder Grace Jones. Auch Elizabeth Taylor gehörte zum Freundeskreis ihrer berühmten Mutter Maria Schell. Die Hollywood-Diva besuchte die Familie sogar einmal für mehrere Tage im bayerischen Wasserburg. Freilich, darüber zu sprechen, wäre Stoff für hübschen Klatsch und Tratsch. Aber wozu über andere reden, wenn man selbst viel zu sagen hat. Marie Theres Kroetz-Relin ist viel mehr als die Tochter eines Weltstars und Ex-Frau des großen Dramatikers Franz Xaver Kroetz. Weil sie sich ständig neu erfinden musste, hat sie, wie sie selbst sagt, viele Leben gelebt – und ist viele Tode gestorben. In einer E-Mail, die sie ein paar Tage vorher schreibt, skizziert sie, worüber sie sich bei GRETCHENS GAST austauschen will: „Wie viele Leben beinhaltet ein Leben? Bin immer noch die Gleiche oder schon eine andere?“ Im Studio angekommen, redet sie gleich munter drauf los. Sie strahlt, lacht, wirbelt herum, wühlt in ihrer großen, weißen Tasche und überlegt, ob sie eine Jacke anziehen soll oder nicht. Marie Theres wirkt wie eine, der niemals nie die Kraft ausgeht. Und doch, man solle sich bitte nicht täuschen lassen. Sie gesteht im Gespräch, dass sie natürlich auch schwache Phasen habe. Die Krux aber: „Das akzeptieren die Leute bei mir nicht.“ Immer weiter also, immer weiter. Nur wohin?

Das Gespräch: Wir sprechen über das „seelische Plattmachen“ durch Mobbing, Kapitalismus und Co-Abhängigkeit. Und über das „Leere-Nest-Syndrom“. Denn als Mutter von drei Kindern, die inzwischen flügge geworden sind, weiß Marie Theres Kroetz-Relin nur zu gut, wie es sich anfühlt, wenn das Haus plötzlich leer ist. Zurück bleibt man mit sich selbst. Aber wer ist die, die Ich sagt?

Das Konzept: Zwei Menschen sitzen nebeneinander und sprechen miteinander, aber geradeaus in die Kamera. Sie stellen sich mit ihren Gesichtern aus, nichts bleibt verborgen. Sie sprechen wie sie sprechen, nichts wird herausgeschnitten. Sie sind die, die sie sind.

Technische Mitarbeit: Ein großer Dank geht an Veronika Dudek (Kamera, Postproduktion)

Weiterführende Links:

Marie Theres: http://www.marie-theres.com/
Region18 – Wir holen die Stars auf’s Land: http://region18.de/
Kino Frauen aller Kulturen: http://www.marie-theres.com/kino-frau…

DAS GRETCHEN BIETET BERATUNG UND BEGLEITUNG.
ERFAHRE MEHR ÜBER (Link eventuell in die Browserzeile kopieren)
https://www.dasgretchen.de/

 

Juni 2019

Doppelte Einladung

zum

Kino Frauen aller Kulturen

 

Samstag 29. Juni 2019 

um

21:00 Uhr – Kirchhofplatz – Freiluftkino 

in

Wasserburg am Inn

gezeigt wird

 

DIE GÖTTLICHE ORDNUNG

 

Eröffnungsveranstaltung beim Nationenfest 

(Flyer)

Kino Frauen aller Kulturen

wird präsentiert von Kino Utopia

 

UND

 

Einladung zum 20. Kino

 

„Frauen aller Kulturen“

Am

 

Montag, den 01. Juli 2019

um 15 Uhr 

(Filmbeginn 15:30 Uhr)

im

 

Stadtkino Trostberg


Der Alltag eines Mädchens ist bis ins Detail durchgeplant: Stress pur! Bis ihr herzensguter Nachbarn ihr seine Geschichte erzählt: Von der Wüste, dem KLEINEN PRINZEN, anderen Planeten und fremden Welten. Das kleine Mädchen erlebt ein magisches Abenteuer und darf endlich wieder Kind sein …

Ihr Frauen aller Kulturen, Religionen und Nationalitäten seid mit euren Kindern jeden letzten Montag im Monat herzlich ins Kino eingeladen!

* Der Eintritt ist frei! *

ANDERE GEHEN AUF DIE STRASSE, WIR INS KINO!

Wir freuen uns auf die Ladys der Brückenschule und all die anderen Damen mit ihren Kindern aus der Andreas Schule, dem Hunderter Haus (GU), der Trostberger Tafel, der AWO, dem Arbeitskreis „Hilfe für Notleidende“, der türkischen Gemeinschaft, der Kolping-Familie, den kirchlichen Einrichtungen, den Kindergärten u.v.a.

Herzlichen Dank an unsere Unterstützer und Spender!

Orga-Team der Brückenschule Marie Theres Kroetz Relin

P.S.: Spenden sind immer herzlich Willkommen!

Spendenkonto

* Sozialfond der Stadt Trostberg * IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103 *

* Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“ *

 

Foto © Marco Pichler

 

 

Juni 2019

Wir nehmen Abschied von

 

Carl Schell

 

der am 06. Juni 2019 in den Armen seiner Frau Stella und seiner Tochter Caroline einschlafen durfte.

Carl, geboren am 14.11.1927 war ein außergewöhnlicher Schauspieler, Regisseur, Lebens- und Verwandlungskünstler, Abenteurer, Palmen-Experte und Autor. Er arbeitete mit Bertolt Brecht, Curt Goetz, Helene Waigel, Barbara Eden, Roger Moore u.v.m. zusammen, wanderte nach Brasilien aus, war Filmschauspieler, wurde u.a. bekannt durch seine glänzende Verwandlungskunst in „Die acht Millionäre“, wo er acht verschiedene Rollen spielte, und züchtete nebenbei die größte Freiland-Palmen-Sammlung Mitteleuropas und der nordöstlichen Erde.

Seine große Liebe galt seiner zweiten Frau Stella Schell-Monney, Schauspielerin und Musical-Star.

Aus deren Ehe stammen Marco und Caroline Schell, die wiederum ein angesehene junge Bildhauerin und Malerin ist.

Carl hinterlässt insgesamt 5 Kinder (Pia, Michèle, Alexandra, Marco, Caroline) und 7 Enkelkinder.

 

Carl liebte das Leben.

 

Was bedeutet das Alter für dich?

 

Carl:

Das ist mir ein wichtiges Thema, weil ich mir Gedanken mache, was kommt. Es ist noch nie jemand zurückgekommen von der anderen Welt. Jetzt bin ich achtzig. und ich wenn ich Glück hab, kann ich vielleicht noch zehn, fünfzehn Jahre leben, aber ich weiß, es geht dem Ende entgegen. Und da mach ich mir Gedanken, zum Beispiel darüber, was ich alles falsch gemacht habe, in meiner Kindheit. Die Spannungen mit meinen Vater, die Flucht nach vorne, sprich mein frühes Auswandern über Paris nach Brasilien.

Aber du blickst doch auf ein erfülltes Leben zurück?

Carl:

Weißt du, in meinem Alter hat man einfach Angst vorm Sterben. Man schläft immer wieder ein, wacht immer wieder auf, aber irgendwann eben nicht mehr. Je länger ich lebe, umso bewusster wird mir die ungeheure Verantwortung, die man im Leben gehabt hat. Mein Lebensziel ist es, ein nützliches Glied der menschlichen Gemeinschaft zu sein. Und seinen Platz in der Schöpfung voll und ganz auszufüllen. Ob ich das geschafft habe, ist eine große Frage. Die Schauspielerei ist eine schöne Leistung auf unserem kleinen Planeten, aber es ist nicht genug. Und deshalb geh ich mit gemischten Gefühlen in die Ewigkeit, weil ich denke, ich hab zu wenig Nützliches gemacht.

Bist du gläubig?

 

Carl:

Ja, und die Religion ist für alte Menschen unsagbar wichtig, denn sie gehen ja bald und sie möchten wissen, wohin sie gehen und was sie tun. Von all den mir bekannten Religionen ist mir die Christliche am sympathischsten, aus einem ganz einfachen Grund: Dieser Gott hat gelitten. Ein leidender Gott ist uns Menschen näher, denn die Hälfte der Menschheit leidet dauernd. Dass dieser allmächtige Gott herunterkam, um hier auf Erden wie ein Mensch zu leben, zu leiden und zu sterben, empfinde ich dem Göttlichsten am nächsten. Und es gibt mir die Gewissheit, dass kein Stäubchen verloren geht.

 

(© Marie Theres Kroetz Relin – Auszug aus Meine Schells- Eine Familie gesucht und mich gefunden – 2011)

Carl, was für ein Mann!

Carl in seiner Paraderolle – DIE ACHT MILLIONÄRE

Carl in seiner Kindheit

Das Schell Quartett (v. links nach rechts): Maximilian, Maria, Immy und Carl Schell

Carl, hinten links, Max vorne links, Maria hinten rechts, Immy vorne rechts

Die Schell Familie: Carl, Maria, Vater Hermann Ferdinand, Immy, Mutter Margarethe, Maximilian

Innige Beziehung: Carl mit seiner Mutter Margarethe Schell von Noé

Schönster Mann, weit und breit.

Die Liebe seines Lebens: Stella

Seine Lieblingsschwester Maria

(Alle Fotos © Privat-Besitz. Urheber mögen sich bitte melden)

 

Zum 90. Geburtstag 2017: Carl mit seiner Frau Stella

(Erwin Schneider/ Schneider-Press)

 

 

Eine Auswahl seiner Filme:

– DREI MÄDELS VOM RHEIN (D 1955), mit Gardy Granass, Topsy Küppers, Angelika Meissner, Siegfried Breuer jun, Heinz Hilpert, REGIE: Georg Jacoby

– A WEREWOLF IN A GIRLS DORMITORY, GB1961/63, mit Barbara Lass, Curt Lowens, Maurice Marsac, Micela Roc

– UN BRANCO DI VIGLIACCHI, 1962, Cast: Roger Moore, Pascal Petit

– TUNNEL 28: „Escape from East Berlin“, BR Deutschland / USA, 1962, Regie: Kurt Siodmank, Produzent: Walter Wood

– ESPIONAGE:“ The light with a friendly Star“, mit Patricia Jessel, Loretta Parry und Ronald Howard, season1, ep. 9, 4th Dec. 1963

– THE CONFESSION/ QUICK LETS GET MARRIED, USA 1964, mit Ginger Rogers, Barbara Eden, Ray Milland, Elliot Gould

– THE BLUE MAX, USA 1965, mit George Peppard, James Mason, Ursula Andress, Jeremy Kemp, Karl Michael Vogler, Anton Diffring, Loni von Friedl, REGIE: John Guillermin

– GARRISONS GORILLAS , 1967

– TENNISSCHLÄGER UND KANONEN: “ Ritter ohne Furcht und Tadel“, 1967, mit Bill Cosby, Robert Culp, Boris Karloff

– TO DIE IN PARIS (UNIVERSAL-TV1968), mi Louis Jourdan und Letitia Roman

– DEATH VALLEY DAYS: „Count me in… count me out“, mit Judy Cannon (Season 16, ep.14, 24 Feb 1968)

– DEM TÄTER AUF DER SPUR, ARD 1970, mit Stella Mooney

– BUTLER PARKER, 1971-1972, mit Stella Mooney


Mai 2019


Das Geheimnis der Hebamme

Freitag, 31.05.2019

20:15 Uhr Teil 1

&

21:45 Teil 2  

3SAT

 


Marie Theres Kroetz Relin in der Rolle der „Schwester Agnes“ und Franz Xaver Kroetz in der Rolle des „Otto von Wettin“ bei der Kostümprobe zu „Das Geheimnis der Hebamme“  (Foto © privat, Kroetz Relin)

Weiter Infos unter Das Geheimnis der Hebamme

 

 

 

Mai 2019

Mai 2019

Eine kleine Gemeinde – eine großzügige Spende!

Wir bedanken uns beim Kath. Frauenbund in Feichten – die Freude ist groß. 

Spendenübergabe Frauenbund Feichten an Brückenschule Trostberg

Feichten/Heiligkreuz

500 Euro konnten Brigitte Kuch und Martina Parzinger vom katholischen Frauenbund Feichten an das Organisationsteam der Brückenschule übergeben. Das Geld wird für das Projekt „Frauenkino“ verwendet. Dabei dürfen Frauen aller Kulturen, Nationen und Religionen mit ihren Kindern jeden letzten Montag im Monat eine Kinovorstellung besuchen. Gegen eine eigens gestaltete Tauschwährung, den „Pirat Buck“, die über Spenden finanziert wird, gibt das Orgateam Popcorn oder ein Getränk aus. Christoph Loster und Marie-Theres Kroetz-Relin veranstalten diesen Kinonachmittag inzwischen schon zum 17. Mal mit großem Erfolg. Jedesmal kommen zwischen 30 bis 50 Frauen und deren Kinder. Das Projekt wurde in diesem Jahr mit dem „Integrationspreis“ der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.

 

Foto:
Hinter dem Scheck stehen Brigitte Kuch (rechts) und Martina Parzinger (links), rechts neben dem Scheck ist Marie Theres Kroetz-Relin

 

Wer das „Kino Frauen aller Kulturen“  unterstützen möchte – wir freuen uns auch über kleine Beträge!

Pro Veranstaltung benötigen wir bei ca. 60 Personen nur 120 – 150 €.

Wenig Geld, große Freude, Integration pur.

 

Spendenkonto

* Sozialfond der Stadt Trostberg * IBAN DE56 710 520 50 0000 102 103 *

* Kennwort: „Brückenschule – Frauenkino“ *

April 2019

März 2019


März 2019 – Presse

BUNTE 7. März 2019

BILD 5. März 2019

Februar 2019



Die Auszeichung


Die Freude


Die Presse

TZ München 20.02.2019

Trostberger Tagblatt 20.02.2019

Trostberger Frauenkino gewinnt Oberbayerischen Integrationspreis

Den Integrationspreis überreichten Regierungspräsidentin Maria Els und Innenminister Joachim Herrmann (von rechts) an die Trostberger mit (von links) Dritter Landrätin Resi Schmidhuber, Maria Fuest, Karima Haidari, Bushra Rafia, Marianne Penn, Hasina Bibi, Tanja Vierling, Marie-Theres Kroetz-Relin und Bürgermeister Karl Schleid.

Den Integrationspreis überreichten Regierungspräsidentin Maria Els und Innenminister Joachim Herrmann (von rechts) an die Trostberger mit (von links) Dritter Landrätin Resi Schmidhuber, Maria Fuest, Karima Haidari, Bushra Rafia, Marianne Penn, Hasina Bibi, Tanja Vierling, Marie-Theres Kroetz-Relin und Bürgermeister Karl Schleid.

Die Brückenschule Trostberg war im Jahr 2016 bereits mit dem Oberbayerischen Integrationspreis und dem Bayerischen Innovationspreis ausgezeichnet worden, jetzt erhielt eine Initiative der Brückenschule, das „Kino für Frauen aller Kulturen“, den Integrationspreis für Oberbayern 2018. Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann, die Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Gudrun Brendel-Fischer und Regierungspräsidentin Maria Els überreichten den mit jeweils 1000 Euro dotierten Preis am Mittwoch an die Trostberger Initiatorinnen und vier weitere Preisträger.

Das „Kino für Frauen aller Kulturen“ hat die Schauspielerin Marie-Theres Kroetz-Relin zusammen mit dem Betreiber des Trostberger Stadtkinos, Christoph Loster, und den Organisatorinnen der Brückenschule Trostberg ins Leben gerufen. Jeden letzten Montag im Monat findet für Frauen aller Nationalitäten, Glaubensrichtungen und Kulturen und deren Kinder ein gemeinsamer Filmnachmittag statt. Dabei stehen starke Frauen im Vordergrund. Der Eintritt ist für die Frauen und Kinder frei. Ein „Pirate Buck“, gefertigt von Matthias Vogel, dient als Tauschwährung für ein Getränk oder Popcorn. Dies wird über Spenden finanziert.

Grenzenloser Jubel: Weil nicht alle mit nach München fahren konnten, wurde die tolle Auszeichnung schon einmal im Stadtkino Trostberg mit den Besucherinnen und ihren Kindern gefeiert. −Fotos: Christine Limmer

Grenzenloser Jubel: Weil nicht alle mit nach München fahren konnten, wurde die tolle Auszeichnung schon einmal im Stadtkino Trostberg mit den Besucherinnen und ihren Kindern gefeiert. −Fotos: Christine Limmer

Das Frauenkino hat sich seit über einem Jahr sehr gut etabliert. Zwischen 40 bis 60 Frauen kommen regelmäßig zusammen, um den Film zu sehen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Die nächste Vorführung ist am Montag, 25. Februar, von 15.30 bis 17 Uhr.

Innenminister Herrmann gratulierte den Preisträgern: „Sie zeigen mit Ihren herausragenden Initiativen eindrucksvoll, wie Integration vor Ort gelingen kann. Mit Ihrem Engagement sind Sie anderen ein leuchtendes Vorbild.“ Die Ehrenamtlichen lebten Werte und Mitmenschlichkeit vor und ermöglichten Würde, Freiheit und Gleichberechtigung, Achtung und Respekt. Dieses Fundament sei nicht verhandelbar.

Januar 2019