
Yes, we Schell!
Maria Schell mit Tochter Marie Theres Relin (Ausschnitt). Foto: Archiv Relin, Fotograf unbekannt
Veranstaltungen zum 100. Geburtstag von Maria Schell
Ein Leben zwischen Genialität, Talent und Weltruhm: Das Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach würdigt mit Maria Schell eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen. Gefeiert wird mit Geschichten, Gesang, Schokoladenverkostung und einer bezaubernden Ausstellung.
Bis nach Hollywood
Sie hat mit Regisseuren wie Helmut Käutner, Wolfgang Staudte, Luchino Visconti, René Clement gedreht, stand an der Seite von O. W. Fischer, Marcello Mastroianni, Yul Brynner, Curd Jürgens, Marlon Brando, Gary Cooper, Glenn Ford, Jean Marais – um nur einige zu nennen – vor der Kamera und war einem breiten Publikum bekannt als die Frau Behringer in „Die glückliche Familie“. Sie konnte „Lächeln unter Tränen“ und war eine „Menschendarstellerin“. Maria Schell war eine der bedeutendsten europäischen Schauspielerinnen, die es bis nach Hollywood schaffte und internationalen Glamour auf das Nachkriegsdeutschland streute – ein Leben zwischen Genialität, Talent und Weltruhm.
Seltene Fotos und so manche Überraschung
Anlässlich des 100. Geburtstages von Maria Schell findet vom 23. Januar bis 18. April 2026 eine Fotoausstellung im Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach statt. Kuratiert von Lisa Mayerhofer, werden seltene Familienfotos, Filmszenen und persönliche Erinnerungen präsentiert, die ein lebendiges Porträt des Weltstars zeichnen.

Maria Schell mit Mutter Margarethe Noé von Nordberg und Tochter Marie Theres Relin. Foto: Archiv Relin, Fotograf unbekannt
Das Projekt kam zustande, weil ihre Tochter Marie Theres Relin im vergangenen Jahr in Miesbach eine Lesung aus „Szenen keiner Ehe“ hielt, die auch von einem Team der BR-Lebenslinien begleitet wurde.
Ein Event – vor allem für Senioren
Die Ausstellungseröffnung findet ausnahmsweise nachmittags statt, nämlich am Donnerstag, 22. Januar 2026 um 14.00 Uhr im Waitzinger Keller Saal bei freiem Eintritt. Damit soll vor allem Senioren die Teilnahme ermöglicht werden, denn sie sind es ja, die „die Schell“ aus Fernseh- und Kinofilmen kennen. Die Besucher erwartet ein kurzweiliger Nachmittag, in der Marie Theres Relin eine spannende und einfühlsame Zeitreise durch das bewegte Leben ihrer Mutter darbietet. Kluge und abwechslungsreich zusammengestellte Texte und ganz persönliche literarische Texte ergänzen sich perfekt. Musikalisch wird die Schauspielerin vom Gitarristen Michael Halberstadt begleitet.
Eine süße Symbiose: die Schell-Schokolade
Es soll ein Nachmittag für alle Sinne sein, denn zu Geschichten und Gesang gesellt sich auch der kulinarische Genuss. Alle Besucher werden mit der eigens kreierten Schell-Schokolade bedacht! Zwei Sorten, hell und dunkel kann man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wie es zu der süßen Symbiose mit Konditor Eberhard Schell aus Gundelsheim kam, ist wieder eine Geschichte für sich.

Schell-Schokoladen „Dunkle Eleganz“ und „Licht und Meer“. Foto: Simone Pfab
Hommage der Tochter an eine Jahrhundertfrau
Welche Intentionen Marie Theres Relin geleitet haben zu ihrer ganz persönlichen Hommage an die Jahrhundertfrau, beantwortet sie mit: „In Deutschland ist jeder Fünfte über 65 Jahre alt. Für die Silver Generation war sie eine Ikone – und für mich meine Mama. Welchen Kraftaufwand es aber bedeutete, sich in den 50er Jahren als Frau durchzusetzen, wurde mir erst im Zuge meiner eigenen Emanzipation bewusst. Generationsübergreifend. Viva la Mamma!“.

„Yes, we schell!“, Buch und CD. Foto: Simone Pfab
Die Bestseller-Autorin hat ein brandneues Buch verfasst und und ihr Werk auch als Hörbuch eingesprochen, als Schmankerl dazu gibt es die Bonus-CD „Maria Schell singt Tränenlieder mit Veit Relin“ obendrauf. „Ich bin sicher, dass meine Mama bei den Aufnahmen anwesend war“, sagt die Autorin ergriffen nach satten fünfeinhalb Stunden in der Tonaufnahme.